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Istapp - The Insidious Star

Review von grid vom 27.04.2019 (2876 mal gelesen)
Istapp - The Insidious Star ISTAPP - die Kälteaktivisten aus Schweden sind wieder da und haben, wie von mir erhofft, weniger als fünf Jahre Zeit gebraucht, den Nachfolger ihres formidablen "Frostbiten" aus dem Eis zu schlagen. Tizheruk (Gesang, Gitarre), Morg (Gitarre und Gangleri (Bass & Klargesang) haben Fjalar (Schlagzeug) dabei unterstützt und zu meiner großen Freude sind ISTAPP auch anno 2019 immer noch ISTAPP. Fjalar hält weiterhin den Eispickel fest in der seinen Händen.

Weder an der musikalischen noch konzeptionellen Formel wurde was geändert, was klar wird, sobald 'Eternal Winter' erklirrt. Durchfrostet bis in den letzten Akkord sind ISTAPP schwer entschlossen, sich im neuen Abenteuer rund um Eis und Winter zu behaupten und dabei so viele mitzureißen wie nur möglich. 'Eternal Winter' ist dabei der Aufmacher nach Maß. Schnell, aggressiv, melodisch und mit einem Refrain, der sitzt und sich festsetzt. Zwar haben ISTAPP nie wieder einen derart entwaffnenden Pippi-Langstrumpf-fröhlichen Refrain wie 'I Väntan På Den Absoluta Nollpunkten' rausgehauen, dennoch, ihre Refrains haften nach wie vor auf Schnellkleberart felsenfest bei Erstkontakt, was sie nicht nur im Opener beweisen. Frei nach dem Motto Schwarzmetall-und-Spaß-dabei ist Mitsingbares nie fern. ISTAPP allerdings darauf zu reduzieren, ist immer nur die halbe Freude. Als ebenso dickes Pfund, mit dem die Schweden wuchern, greifen ihre zugkräftigen, ansteckenden und gelegentlich auch ins Übermütige kippende Melodien, denen im Gegenzug ruppige und harsche Ausbrüche und giftig-aggressiver Gesang Paroli bieten. Folkige Anleihen sowie das Spannungspotenzial, das im Wechsel von Klar- und Raugesang liegt, verleihen dem temporeichen und quicklebendigen Songgeschehen den letzten Schliff.

Zum ersten Mal bringen ISTAPP englische Lyrics zu Gehör und die damit ausgestatteten Songs stellen das, was man von ISTAPP kennt und liebt, nicht in Frage. Das harsche 'Snowball Earth', das rustikal ankumpelnde 'The Alliance Of Cold' und der raue Titeltrack, der mit anheimelndem melancholischen Klargesang ziemlich nachdenklich ausfällt, halten mehr als nur die Stellung gegen die auf Schwedisch gesungenen Tracks. An (m)ein Highlight 'Natten Da Gud Blundade (1888)' reichen sie aber dennoch nicht ran. Der Song thematisiert ein Unglück aus dem Jahr 1888, als in der Nacht vom zweiten auf den dritten März sieben junge Menschen auf dem Heimweg nach einem Gebetstreffen von einem Schneesturm überrascht wurden, sich verirrten und erfroren. Das ist der Stoff, aus dem ISTAPP einen veritablen Hit machen, dem die muttersprachlichen Lyrics absolute Authentizität verleihen.

Fazit: ISTAPP empfehlen sich auch mit "The Insidious Star" nicht als die bösesten Vertreter ihrer Zunft, dazu gibt es für meinen Geschmack doch zu viel launige Melodik, die aber mächtig zur magnetischen Kraft der Songs beiträgt.


'Eternal Winter' - Anspieltipp eins:




'Natten Da Gud Blundade (1888)' - Anspieltipp zwei:




Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Eternal Winter
02. Dit Solen Aldrig Nar
03. Natten Da Gud Blundade (1888)
04. Snowball Earth
05. Muspelheim
06. The Alliance Of Cold
07. The Insidious Star
08. Vita Doeden
09. Orrekulle
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 35:20 Minuten
VÖ: 26.04.2019

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