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Sulphur Aeon - The Scythe Of Cosmic Chaos

Review von Eddieson vom 21.12.2018 (1121 mal gelesen)
Sulphur Aeon - The Scythe Of Cosmic Chaos Sind wir doch mal ehrlich zueinander. "The Scythe Of Cosmic Chaos" ist eines der Alben, das am meisten in der - zumindest deutschen - Metalwelt erwartet wird. Nun hat das Warten ein Ende und SULPHUR AEON veröffentlichen zum friedvollen Fest des Konsums ihr neues Album. Die Erwartungen sind hoch, extrem hoch, denn "Swallowed By The Ocean's Tide" und "Gateway To The Antisphere" sind solch überragende Werke, dass sich die Band mit ihrem dritten Album keinen Fehltritt erlauben darf. So hat es zumindest den Anschein. Doch nicht nur musikalisch werden hohe Erwartungen an den neuen Longplayer gesetzt, auch das Artwork muss überzeugen und stimmig sein und das, so viel sei schon mal verraten, ist es. Künstler Ola Larsson hat wieder eine überzeugende Arbeit geleistet. Ist ja mittlerweile auch schon veröffentlicht, kann sich also jeder selbst ein Bild von machen.



Aber kommen wir zu dem, was ein Album in erster Linie ausmachen soll - die Musik. Eingeführt wird man mit einem ruhigen Intro, ein paar gesprochenen Worten, düsteren Orgelklängen und atmosphärischen Geräuschen, bevor die dicken Gitarrenwände wie Wellen über einen hereinbrechen und dann kommt es: Cleangesang. Ja, ihr gabt richtig gelesen, SULPHUR AEON nutzen jetzt Cleangesang. Aber wird der Song dadurch schlechter? Nein, absolut nicht, eher das Gegenteil ist der Fall. Atmosphärisch passt das ganz wunderbar. Hört euch den vorab veröffentlichten Song "Yuggothian Spell" an. Auch da wird cleaner Gesang genutzt, der, ebenso wie beim Opener 'The Cult Of Starry Wisdom', beschwörerisch und fast hypnotisch klingt. Und wenn wir schon mal beim Gesang sind, dann kann man sagen, dass M hier ziemlich stark klingt, neben dem cleanen Gesang und den typischen Growls auch mal flehende Schreie nutzt und auch in Black-Metal-Gekreische rutscht. Sehr abwechslungsreich. 'The Summoning Of Nyarlathotep' beginnt ebenfalls bedrohlich, baut sich langsam auf und türmt sich zu einem echten Midtempo-Brecher. Für mich wird Atmosphäre bei SULPHUR AEON ganz groß geschrieben. Die ist mir wichtig bei ihren Alben und ich kann sagen, dass die Jungs mich auch in diesem Punkt auf ganzer Linie überzeugen können. Das lyrische Thema wird hier nahezu perfekt in dier Musik umgesetzt. Sei es durch die fantastischen Melodien, die perfekt gespielten und platzierten Soli (vor allem bei 'The Cult Of Starry Wisdom' und 'The Summoning Of Nyarlathotep') und die absolut passende Produktion, die den Songs einen Druck verleiht, den man so wohl nur in der Unterwasserwelt des Ctulhu verspürt.

'Veneration Of The Luna Orb' ist eine der schnelleren Nummern des Albums und mit dem folgenden 'Sinister Sea Sabbath' haben SULPHUR AEON ihren ersten Longtrack mit einer Spielzeit von knapp über 9 Minuten geschrieben. Ein Song, mit dem man sich ruhig etwas näher beschäftigen kann, denn er bildet nicht nur das absolute Highlight des Albums, sondern ist für mich auch der Death-Metal-Song des Jahres. Die Melodie, die die Band in diesem Song verarbeitet, hat sich so dermaßen eingebrant, dass ich sie nicht mehr loswerde. Nicht nur, dass es SULPHUR AEON schaffen, die gesamte Spielzeit des Songs keine Langeweile aufkommen zu lassen - sie setzen auch mit verschiedenen Geräuschen im Mittelteil atmosphärische Akzente, die einfach, aber dafür stimmig sind. Überragender Song!



'The Oneironaut - Haunting Visions Within The Starlit Chambers Of Seven Gates' ist ein ellenlanger Titel (und ebenfalls eine der schnelleren Nummern), der vor allem durch die Leads und den ruhigen, mit Spoken Words geprägten Mittelteil überzeugen kann, bevor er dann am Ende noch mal ordentlich zuschlägt. 'Lungs Into Gills' ist ja ebenfalls vor Kurzem veröffentlicht worden und sollte bekannt sein. Der Rausschmeißer 'Thou Shalt Not Speak His Name (The Scythe Of Cosmic Chaos)' startet ebenfalls wieder ruhig atmosphärisch, geht in ein Nackenbrecher-Riff über und knallt dann ordentlich auf die 12. Spoken-Word-Mittelteil und fast sphärisch mit einem Gänsehaut-Cleangesang geht das Album zu Ende.

Man könnte jetzt mit Superlativen um sich werfen, um das Album zu beschreiben, stellenweise habe ich das ja auch getan, da es einfach gerechtfertigt ist. "The Scythe Of Cosmic Chaos" ist ein granatenstarkes Album geworden, welches von vorne bis hinten durchdacht klingt. Ein absolut in sich stimmiges Songwriting gepaart mit passendem Gesang, der druckvollen Produktion und dem fantastischen Layout lassen mir keine andere Chance als hier die volle Punktzahl zu geben und "The Scythe Of Cosmic Chaos" zu meinem persönlichen Album des Jahres 2018 zu küren. Herzlichen Glückwunsh!

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Cult Of Starry Wisdom
02. Yuggothain Spell
03. The Summoning Of Nyarlathotep
04. Veneration Of The Lunar Orb
05. Sinister Sea Sabbath
06. The Oneironaut - Haunting Visions Within The Starlit Chambers Of Seven Gates
07. Lungs Into Gills
08. Thou Shalt Not Speak His Name (The Scythe Of Cosmic Chaos)
Band Website: https://www.facebook.com/SulphurAeon
Medium: CD
Spieldauer: 51:27 Minuten
VÖ: 21.12.2018

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