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Evolucija - Hunt

Review von Zephir vom 29.03.2018 (1269 mal gelesen)
Evolucija - Hunt Der Name EVOLUCIJA dürfte in den Gesichtern der deutschen Metal-Szene überwiegend Fragezeichen hervorrufen. Was schade ist: Mit "Hunt" veröffentlicht die schweizer-serbische Formation bereits ihr drittes Album und wechselt vom Belgrader Label Take It or Leave It zu Pure Steel Publishing. Also kurz ein paar Worte zur Einführung! EVOLUCIJA sind eine Female-Fronted-Band, die sich um Sängerin Ilana Marinjes-von Arx gruppiert: Stevan Miletić und Igor Miladinović an den Gitarren, Dragiša Marinjes am Bass und Goran (Shoki) Nikolić hinter den Drums. Das Debüt "Baklja Slobode" erschien 2008, "Igra počinje" folgte 2016. Anders als die früheren Label-Kollegen DIVLJE JAGODE (hm ja, hierzulande muss man schon ein Balkan-Rock-Insider sein, um die zu kennen) sind EVOLUCIJA im symphonischen Metal verwurzelt und liebäugeln hier und da durchaus auch mit dem einen oder anderen Element des Gothic Metal.

Um international erfolgreich zu sein, sind serbische Titel naturgemäß eher schwierig, und so operieren die fünf auf "Hunt" ausschließlich in englischer Sprache. Hier beweisen EVOLUCIJA schon mit dem eröffnenden Titeltrack 'Hunt' ihr Gespür für melodisch powernde Riffs, ohrwurmverdächtige Refrains und Fantasy-mäßiges Storytelling. 'A Rose Without No Name' basiert auf harter Headbanger-Attitüde (ähnlich wie dereinst 'I Wish I Had An Angel' von NIGHTWISH) und geht in einen Gothic-Rock-artigen Chorus über, während 'Velvet Cage' eines der groovigsten Teile des gesamten Albums sein dürfte.

Der glamourösen Halb-Ballade 'Poet' folgt 'Reflections On A Blade' in raschem Galopp, am Ende mit fettem Gitarrensolo und so dermaßen true, dass man sich, das muss ich leider zugeben, eine kräftige Männerstimme ans Mikro wünscht. Denn wenngleich die Stimme von Front-Diva Ilana beileibe nicht unangenehm ist, so will doch ihre ausgesprochene Sanftheit nicht so richtig zum Rest der Musik passen. Wessen männliche Stimme hier und da zusätzlich ertönt, ist mir nicht bekannt, aber davon dürften wir ruhig mehr auf die Ohren bekommen!

'Portrait' und 'How I Wish' haben erneut einen dunkelschönen Touch von Gothic Metal, der schließlich mit dem E-Piano in 'Lonely' seinen krönenden Höhepunkt erfährt. Um die symphonische Kings-and-Queens-Fraktion unter der Hörerschaft nicht abtrünnig zu machen, überrennt 'Remorse' gleich darauf die schwarzromantischen Träumer mit ordentlich Tempo und Saitengejaule. 'Metamorphosis' groovt zu guter Letzt noch einmal im Midtempo ab, sodass man nach Durchhören der Platte so ziemlich alle Facetten genossen hat, die das Genre homogen in sich vereinen kann - und das zudem noch in super Abmischung.

Fazit: EVOLUCIJA haben es melodisch und instrumental absolut raus! Wenn nun noch die Frontlady ihre Stimme ein wenig kräftigt, vergebe ich beim nächsten Mal sicher eine Bestnote.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Hunt
02. A Rose Without No Name
03. Velvet Cage
04. Poet
05. Reflections On A Blade
06. Portrait
07. How I Wish
08. Lonely
09. Remorse
10. Metamorphosis
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:00 Minuten
VÖ: 30.03.2018

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29.03.2018 Hunt(8.0/10) von Zephir

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