Zakk Sabbath - Doomed Forever Forever Doomed

Review von Damage Case vom 03.03.2024 (983 mal gelesen)
Zakk Sabbath - Doomed Forever Forever Doomed 1994, als diese Art Alben noch nicht alltäglich war, erschien "Nativity In Black", eine Sammlung großer Hits der Sab Four, nachgespielt von damals angesagten Größen wie WHITE ZOMBIE, MEGADETH, TYPE O NEGATIVE oder SEPULTURA. 30 Jahre später sind Cover-Alben keine Besonderheit mehr und häufig gar nur noch Verlegenheitsveranstaltungen, wenn Bands keine eigenen Songs mehr einzufallen scheinen - eine Schublade, in die man die beiden "Inspirations" von SAXON einsortieren könnte. Zwar war OZZY OSBOURNE 1994 einer der Gratulanten auf "Nativity In Black", jedoch nicht mit seiner Backband, sondern mit den Nordiren THERAPY (gespielt wurde 'Iron Man'). Der damalige Ozzy-Sidekick Zakk Wylde gehörte damals noch zu 'Team Ozzy'. Inzwischen haben sich die Fronten Birminghams bekanntermaßen aufgeweicht und Zakk spielt seit Jahren mit seiner SABBATH-Coverband ZAKK SABBATH auf. Der Sänger und Gitarrist bildet mit Bassist Blasko (OZZY OSBOURNE, ROB ZOMBIE) und Joey Castillo (DANZIG, QUEENS OF THE STONE AGE) ein feines Powertrio. 2020 veröffentlichten sie unter dem Titel "Vertigo" bereits ihre sehr nah am Original bleibende Interpretation des SABBATH-Debütalbums. 2024 gibt es nun Nachschlag in Form von "Doomed Forever Forever Doom", welches im Doppelalbumformat die beiden Alben "Paranoid" (1970) und "Master Of Reality" (1971) interpretiert. Und wenn man solche Meilensteine der Rockmusik anfasst, packt man entweder komplett die eigene Bandnote rein oder bleibt so nah wie möglich am Original. ZAKK SABBATH halten sich an die zweite Devise - und schaffen es erneut auf exzellente Weise, den über 50 Jahre alten Songs neues Leben einzuhauchen. Zakks Stimme kommt der von Ozzy so nahe, wie es nur möglich ist. Die Instrumentalfraktion gibt sich zu keinem Zeitpunkt nur die geringste Blöße. Und so schaffen es ZAKK SABBATH, die 16 Songs mit Punch, Gefühl und einer großartigen Produktion unterhaltsam zu spielen - ohne sie neu zu erfinden, aber so gut zu interpretieren, wie es in einer Compilation zuvor noch nie gelang. Bis auf wenige Ausnahmen wird sich sehr an die Arrangements und Instrumentierungen der Originale gehalten, nur 'Planet Caravan' und 'Solitude' fallen aus dem Rahmen, was die Zakk'schen Versionen aber nicht schmälert, da er speziell Balladen bekannterweise richtig gut kann, man höre nur mal seine "Book Of Shadows"-Reihe. Das Cover interpretiert die Optik der 1976er SABBATH-Compilation "We Sold Our Soul For Rock 'N' Roll" - sehr cool! Bin schon gespannt, wie ZAKK SABBATH dereinst "Technical Ecstasy" und "Born Again" interpretieren werden.

Fazit: Gebraucht hätte es die Neuaufnahmen der regelmäßig auch live auftretenden Spaßcombo nicht, bleiben die Originaltitel doch auf ewig unübertreffbar. Aber gerade den genannten Spaßfaktor hört man ZAKK SABBATH an, denn niemand vermochte es bisher so cool, tight und treffend BLACK SABBATH über mehr als einen Song hinweg zu huldigen. Note gibts dafür natürlich keine. Kaufempfehlung für Fans schon.

Anspieltipps: Hallo, unsterbliche Klassiker der Rock-Geschichte? Alle Songs sind Pflichtprogramm! Und wer will denn nicht wissen, wie sich Zakks Stimme in 'War Pigs', 'Paranoid', 'Iron Man' oder 'Children Of The Grave' macht?

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
"Doomed Forever"
01. War Pigs
02. Paranoid
03. Planet Caravan
04. Iron Man
05. Electric Funeral
06. Hand Of Doom
07. Rat Salad
08. Fairies Wear Boots

"Forever Doomed"
01. Sweet Leaf
02. After Forever
03. Embryo
04. Children Of The Grave
05. Orchid
06. Lord Of This World
07. Solitude
08. Into The Void
Band Website:
Medium: DoCD, DoLP, MC
Spieldauer: 77:26 Minuten
VÖ: 01.03.2024

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