Liv Kristine - Deus Ex Machina (Re-Release)

Review von Metal Guru vom 03.03.2024 (930 mal gelesen)
Liv Kristine - Deus Ex Machina (Re-Release) LIV KRISTINE kommt aus Norwegen und war im Jahre 1993 Gründungsmitgliederin der Gothic Metaller THEATRE OF TRAGEDY, ganz nebenbei auch deren Front-Sirene. DAS ging bis 2003 mehr oder minder gut, weshalb sie letztlich ausstieg beziehungsweise ausgestiegen wurde - je nachdem, WER befragt wurde beziehungsweise WIE antwortete. Die offizielle damalige Begründung (Zitat) "... musical differences which could not be bridged" klingt nach einer pseudo-politisch korrekten Alibi-Antwort. Ab demselben Jahr frontierte sie dann die deutschen Viking Metaller LEAVES' EYES. Auch DAS ging sowohl zeitlich als auch persönlich als auch künstlerisch nur begrenzt gut, und so wurde sie auch hier 2016 ausgestiegen. Tja, is' schon 'n Kreuz - mit blondbeinigen Diven, hochgeschnürten Lackladies, langlockigen Rampentierinnen ...

"Deus Ex Machina" war 1998 Livs erstes Solo-Album, enthielt elf Songs in 46 Minuten und acht Sekunden und klang (entgegen anders gearteter Erwartungen) erstaunlich relaxt/soft/unmetallisch. Jetzt - über ein Vierteljahrhundert später - wird es mit 'ner zweiten Audio-CD wiederveröffentlicht, die mit allerlei alternativen Mischungen von '3 a.m.' oder 'Deus Ex Machina' oder 'Good Vibes Bad Vibes' oder 'In The Heart Of Juliet' sowie bisher Unveröffentlichtem wie ''Huldra Part II', 'Huldra Part III', 'Inamorata' (Demo- und Live-Version) und 'Sun In The Stream' (Demo- und offizielle Version) aufwartet. Die nigel-nagel-neue Version von 'Portrait: Ei Tulle Med Øyne Blå' gibt's - wen wundert's wirklich - NUR auf Vinyl. Für viiieeel (zu viel) Kohle. War klar. Ob man all das Alte plus all das Neue im Jahre 2024 braucht oder nicht - YOU decide!

Sehr relaxt, seehr soft, seeehr unmetallisch - so klingt "Deus Ex Machina" (egal, ob neu oder alt aufgelegt) für MICH! Keine gedoppelten Bassdrums, kein hormonell geboostetes Gegrunze, keine dreifach rektifizierten Streitäxte und somit meilenweit von dem entfernt, was LEAVES' EYES-Liebhaber:innen oder THEATRE OF TRAGEDY-Tragiker:innen erwartet hätten. Also, ICH mochte das früher und ich mag das jetzt - vorzugsweise wegen LIVs mega-hoher, super-gerader, ultra-unsouliger Stimme. Ne, zu viel Soul, zu viel Tiefe, zu viel Vibrato geht mir wirklich zunehmend auf 'n Sack! Ach, ja: Das neue (= engelsgleiche) Cover-Artwork passt meiner bescheidenen Meinung nach nicht nur optisch viiieeel besser zum akustischen Inhalt, sondern verzichtet modebedingt/trendgerecht/umwelterzwungen auch komplett auf Kunststoff und Konsorten. Doch, seeehr schön ...

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
CD 1 (46:08)
01. Requiem
02. Deus Ex Machina
03. In The Heart Of Juliet
04. 3 a.m.
05. Waves Of Green
06. Take Good Care
07. Huldra Part I
08. Portrait: Ei Tulle Med Øyne Blå
09. Good Vibes Bad Vibes
10. Outro

CD 2 (72:35)
01. In The Heart Of Juliet (Forever Mix)
02. Huldra Part II
03. Good Vibes Bad Vibes (Dance on Mix)
04. 3 a.m. (Late Night Version)
05. 3 a.m. (Club Mix)
06. 3 a.m. (Radio Mix)
07. 3 a.m. (Single Edit)
08. 3 a.m. (No Loop Mix)
09. Deus Ex Machina (Alternative Remix)
10. Deus Ex Machina (Guitar Extended)
11. Deus Ex Machina (Remix)
12. Sun In The Stream
13. Sun In The Stream (Demo 1999)
14. Inamorata (Live)
15. Inamorata (Demo 1999)
16. Huldra Part III
Band Website: www.livkristine.net
Medium: DoCD
Spieldauer: 118:43 Minuten
VÖ: 01.03.2024

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