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The Pretty Reckless - Death By Rock'n'Roll

Review von Stormrider vom 03.03.2021 (957 mal gelesen)
The Pretty Reckless - Death By Rock'n'Roll "Death By Rock 'n' Roll"!!! Das ist doch mal ein Statement, oder? THE PRETTY RECKLESS beschäftigen sich auf ihrem aktuellen Album verschiedentlich mit dem Thema Tod. Während der Titeltrack dem langjährigen Weggefährten und Haus- und Hofproduzenten Kato Khandwala gewidmet ist, der 2018 bei einem Motorradunfall ums Leben kam, geht es noch um den Great Gig In The Sky in 'Rock 'n' Roll Heaven' und überhaupt scheint Frontröhre Taylor Momsen sich viele Gedanken um ihr Ableben zu machen. Hoffen wir also für sie, dass sie nicht dem berühmten Club 27 beitreten wird, denn dafür ist ihre Stimme dann doch zu stark. Leider reicht eine rockige Röhre nicht immer, um über alles hinwegzutäuschen. Zwar kann die aus der TV-Serie "Gossip Girl" bekannte Schauspielerin mit ihrem rauchigen Organ durchaus überzeugen, aber wenn man das Songmaterial mal neben eine ähnlich aufgestellte Band wie HALESTORM hält, dann merkt man schnell, dass die Songs nicht alle das Prädikat der Zeitlosigkeit erhalten werden.

Dabei startet man wirklich gut in das vierte Album der Bandhistorie. Das nach dem eröffnenden Titeltrack platzierte 'Only Love Can Save Me' bekommt nicht nur durch die Gäste Kim Thayil (SOUNDGARDEN) und Matt Cameron (PEARL JAM und SOUNDGARDEN) einen grungigen Anstrich, sondern hätte auch in den 90ern eine wirklich gute Figur gemacht und wäre als Ohrwurm ähnlich hängengeblieben wie 'And So It Went On', welches mit einem Gastsolo von Tom Morello (RAGE AGAINST THE MACHINE) veredelt wird und mit seinem Kinderchor (natürlich) auch einen 'Another Brick In The Wall'-Anstrich nicht verhehlen kann. Würde das ganze Album auf diesem Niveau spielen, die Blutstropfenzahl wäre um zwei höher. Leider verfliegt im Laufe der 50 Minuten der Glanz ein wenig und es stellt sich zu viel Beliebigkeit ein. Zwar ist man im Bandlager durchaus bemüht Abwechslung unterzubringen, aber die zweite Albumhälfte mit ihren Balladen und den Anleihen an den derzeit nicht unangesagten Country Rock, bei 'Harley Darling' kommt man nicht umhin, an die großartigen BLACKBERRY SMOKE zu denken, kann einfach nicht mit den Tracks zu Beginn von "Death By Rock 'n' Roll" mithalten. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, als würden Taylor und ihre Begleitmannschaft krampfhaft versuchen auf vielen Hochzeiten zu spielen, um irgendwo mit einem Hit sesshaft zu werden. Schlecht ist das alles nicht, und der Reibeisenanteil in der Röhre von Taylor weiß wirklich zu gefallen, aber am Ende ist es eben doch sehr offensichtlich für das US-Radio gemacht und kommt ohne allzu viele Ecken und Kanten aus, die dem Material bestimmt gut zu Gesicht stehen würden. Auch hierzulande wird man ganz sicher mit "Death By Rock 'n' Roll" in den Rockradios Gehör finden, aber im direkten Vergleich mit der hörbaren Konkurrenz um Lzzy Hale zieht man, zumindest aktuell, noch den Kürzeren.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Death By Rock 'n' Roll
02. Only Love Can Save Me Now (feat. Kim Thayil and Matt Cameron)
03. And So It Went (feat. Tom Morello)
04. 25
05. My Bones
06. Got So High
07. Broomsticks
08. Witches Burn
09. Standing At The Wall
10. Turning Gold
11. Rock And Roll Heaven
12. Harley Darling
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 50:32 Minuten
VÖ: 12.02.2021

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