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Domination Black - Judgement IV

Review von Stormrider vom 14.08.2020 (1191 mal gelesen)
Domination Black - Judgement IV Knappe acht Jahre ist es nun her, dass DOMINATION BLACK ihr letztes Album am Start hatten. In der heutigen Musiklandschaft eine lange Zeit. Aber der Metal, oder das was sie daraus machen (aber dazu später mehr), den die Finnen spielen, ist im Großen und Ganzen doch vergleichsweise zeitlos, sodass man nun nicht davon ausgehen kann, dass sie einen Trend verpasst hätten.

Der Opener und quasi Titeltrack 'The Judgement' sollte dann auch allen Powermetallern gut reinlaufen, welche die typisch skandinavische Powermetalschule mit neoklassischen Melodien goutieren, aber dennoch auch knackige Riffs mögen. Auch das folgende 'Obsession' weiß noch zu gefallen, und insbesondere Sänger Matias Palm kann mit seinem Timbre, welches nicht zu weichgespült und kopfstimmig-fiepsend daherkommt, durchaus Punkte auf der Habenseite für die Band verbuchen. Dieses Eröffnungsdoppel macht Appetit auf mehr. Tja, und dann passiert es. Ab 'Center Of The Universe' ist "Judgement IV" sowas wie Schlager mit Distortion. Keine Ahnung was die Band geritten hat, aber nach dem wirklich guten Auftakt versinkt das Album leider zu großen Teilen in Keyboards und einer Cheesigkeit, die man zwar jederzeit nebenbei laufenlassen kann, zum Beispiel beim Kochen, Bügeln oder Beischlafen, aber der so gut wie jedweder Biss abhanden gekommen ist.

DOMINATION BLACK schaffen es, und man muss hier wirklich leider sagen, die wirklich guten Riffs, Refrains und den durchaus vorhandenen Metal mit einer Keyboardpoppigkeit und einer glattgeschliffenen Produktion dermaßen belanglos wirken zu lassen, dass es eine wahre Pracht ist. Ich weiß noch nicht, ob ich es faszinierend oder traurig finden soll, wie man ein eigentlich absolut hörenswertes Album durch diese zwei Punkte in eine Mittelmäßigkeit ziehen kann. Ich habe mir das Album nun in verschiedensten Situationen aufgelegt, und am Ende konnte mich lediglich 'Empire Of Lunacy' noch wirklich mehrfach fesseln, ohne dass ich Richtung Skiptaste gezuckt habe, weil man sich fühlt wie in der Schlagerparade. Wirklich schade, denn das Potenzial der Finnen ist absolut vorhanden, wenn man sich auf das konzentriert, was der Rocker hören will. Bitte, bitte nächstes Mal den Keyboarder wegsperren, damit er nicht des nachts gemeinsam mit dem Produzenten das wirklich gute Fundament von Gitarristen und Rhythmusgruppe sowie des Sängers so dermaßen mit in den Abgrund reißt.

Es fällt mir schwer hier eine objektive Blutstropfenwertung zu geben. Ohne Keyboards und mit einer etwas dreckigen Produktion zücke ich gerne acht Tropfen. Für den Schlagerschlagseiteneinschlag ziehe ich aber dann doch mal wieder etwas ab, denn das ist dann einfach way too much der Poppigkeit und quasi ein echter Schlag in die Trommelfelle. Hier wird, zumindest aus meiner Sicht und in meinen Ohren, das Potenzial für ein richtig starkes Album verschenkt.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Judgement
02. Obsession
03. Center Of The Universe
04. VAT
05. Though The World Perish
06. Beyond The Shadows
07. This Endless Fall
08. Master Of Deception
09. Empire Of Lunacy
10. In The Abyss
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 48:24 Minuten
VÖ: 17.07.2020

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14.08.2020 Judgement IV(6.5/10) von Stormrider

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