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Unbounded Terror - Faith In Chaos

Review von Humppathetic vom 27.02.2020 (578 mal gelesen)
Unbounded Terror - Faith In Chaos Spanischer Death Metal erlebt momentan eine kleine Renaissance. Natürlich war das Land auf der Iberischen Halbinsel immer irgendwie präsent, wenn es um Extreme Metal ging. Bands wie AVULSED, HAEMORRHAGE, GRAVEYARD oder die mittlerweile leider aufgelösten MACHETAZO und DECAPITATED CHRIST halten, respektive hielten die Fahne über Jahrzehnte hoch. Doch um die Vorväter des spanischen Todesmetalls war es lange Zeit ruhig geblieben. NECROPHILIAC, OBSCURE und eben auch UNBOUNDED TERROR hatte sich Anfang der 90er einen Namen gemacht, sich dann aber auch recht zügig aufgelöst, und alle drei Bands bringen nun wieder Scheiben heraus.

Im Falle von UNBOUNDED TERROR ist das die im Januar erschienene "Faith In Chaos". Geboten wird hierbei schnörkelloser Death Metal im Stile von VOMITORY und MEMORIAM, ergo bolzt man sich eher wie eine Dampfwalze durch die Scheibe. Ohne Sperenzchen marschiert man einfach nach vorne. Keine großen technischen Auswüchse, nichts Progressives - einfach guter alter Death Metal. Die beinahe rundum erneuerte Mannschaft (einzig Vicente Payá ist vom originalen Line-up noch übrig) lässt die Band dabei anders klingen als noch 1992, als man eher zäh und dumpf erschien und eher an MORBID ANGEL erinnerte.

Beim ersten Hören fand ich den neuen Stil sogar sehr sympathisch. Man zockt einfach 35 Minuten lang Mucke, und dann ist der Laden dicht. Leider aber vermag es die Scheibe nicht, über längere Zeit unterhalten zu können. Was mit 'Hiding From The Light' dank fetten Grooves vielversprechend beginnt, entwickelt sich schon ab dem dritten Song zu einer recht faden Angelegenheit. Riffs, die uninspiriert aus den Boxen knallen, sind in so einem Stil natürlich tödlich. Dadurch rauscht das Album mit nur wenig Höhepunkten am Hörer vorbei, ohne dabei aber ins Bodenlose zu fallen. So klingt das Album dann auch über die Länge einfach okay. Und das wiederum ist tödlich für einen Review-Schreiber. Fünf, sechs Punkte für ein Album sind normalerweise die Marge, die es ihm am schwierigsten machen, das Werk zu beschreiben, und so läuft es Gefahr, genauso uninspiriert wie das besprochene Werk zu klingen.

Kleinere Höhepunkte sind hier mal ein hörbarer Bass, dort mal ein Ausflug in die Vocals des Grind ("Bree, Bree!"), aber mehr als kurze Momente sind das nicht. Alles wirkt safe und ohne Dynamik, geradezu zurückhaltend. Und so muss ich als Hörer und Schreiber konstatieren, dass bei den Spaniern vielleicht noch etwas Rost vorhanden ist oder die neuen Mitglieder erst noch zu sich finden müssen. Bis dahin bleibt einem ein Album der Marke "medioker", das man in einem Jahr wohl nicht wieder in die Hand nimmt und sich denkt, dass man die Band ja mal wieder hören könne.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Faith In Chaos - Intro
02. Hiding From The Light
03. Silent Soul
04. Insidious
05. Destroyed From Within
06. They Will Come From The Pain
07. Hated In Hell
08. The Destroyers Of Hope
09. Engulfed By The Gods
10. Through The Flesh We Will Reach Hell
Band Website: http://www.unboundedterror.com/
Medium: CD
Spieldauer: 35:28 Minuten
VÖ: 02.01.2020

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27.02.2020 Faith In Chaos(6.0/10) von Humppathetic

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