Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2019
A Sinister Purpose 2019

Hell Over Hammaburg 2019

Rockharz Festival 2019

WackenOpen Air 2019

Ereb Altor - Järtecken

Review von T.Roxx vom 20.09.2019 (397 mal gelesen)
Ereb Altor - Järtecken Etwas mehr als zwei Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten Albums "Ulfven" in die Lande gegangen. Nun holen die musikalischen Erben BATHORY's EREB ALTOR mit "Järtecken" zum nächsten musikalischen Schlag aus und die spannende Frage lautet: wie ist das neue Material ausgefallen?

Das Album wird episch mit dem in schwedisch vorgetragenen 'Avgudadyrkans Väg' eingeleitet. Wobei episch? Ja, der Song beginnt sehr getragen, steigert sich aber dann zusehends und lässt auch die garstigen, schwarzmetallischen Elemente nicht vermissen. Wenn dieser erste Song als Referenz für das neue Album steht, kann man als Fan schonmal aufatmen, da er alle Qualitätsmerkmale enthält, die EREB ALTOR seit langem ausmachen. Das folgende 'Queen Of All Seas" beginnt verspielt, geradezu leicht, bevor der Song mit einem BATHORY-Gedächtnisriff in eine garstige Richtung zu marschieren scheint, nur um dann durch Mats' cleane Gesangsstimme wieder zu einem Epos zu werden. Die verwendeten Melodien wissen erneut zu gefallen und der Chorus hat von den verwendeten Harmonien her das Zeug zu eiinem Ohrwurm. Insgesamt hört sich der Song ein wenig an, als würde man BATHORY's Alben "Hammerheart" und "Twilight Of The Gods" gleichzeitig hören. Das folgende 'Alliance In Blood' ist eine echte Überraschung, da es mit verdammt hohem Tempo beginnt und die Rübe kräftig kreisen lässt. Musikalisch ein echter Oldschool-Black Metal-Track, der nur von Mats epischem Gesang etwas gebändigt wird.

Was mir mit zunehmener Dauer des Albums nicht so sehr gefällt ist die Tatsache, dass bei dem epischen Gesang für meinen Geschmack zu oft die Worte sehr langgezogen wirken - dadurch nutzt sich der gewollte Effekt in meinen Augen ein wenig ab. 'Chained' geht vom Tempo her auch ziemlich nach vorn los und lebt auch sehr von dem Wechsel zwischen den beiden Gesangststimmen. Natürlich darf auch hier eine schöne Melodie (als Interlude zum Gitarrensolo) nicht fehlen. 'My Demon Inside' beginnt musikalisch zuerst mit einem Spannungsbogen als Intro, bevor es mit rauer Gesangsstimme zur Sache geht - das Tempo ist jetzt etwas gedrosselter. Ansonsten gibt es nicht viel neues, außer dass EREB ALTOR hier verstärkt auf epische Chöre im Refrain setzen, was dem Song sehr gut zu Gesicht steht. Mit 'Prepare For War' bekomme ich endlich das, auf was ich schon die ganze Zeit warte: Einen Song, der komplett auf einem der ersten drei BATHORY-Alben hätte stehen können und der einem richtig die Rübe abschraubt. Einfach volle Granate auf die zwölf - ohne Schnörkel, ohne Epik. Nichts gegen die Epik - die weiß ich als EREB ALTOR-Fan durchaus zu schätzen, aber die bisherigen Lieder haben förmlich auf diesen Hassbratzen hingearbeitet. Das Ding macht wirklich keine Gefangenen. Nachdem man sich nun offensichtlich genug ausgetobt hat, werden wir mit 'Hvergelmir' schon von Beginn an sehr episch - hier wird alles geboten, was der musikalische Kosmos von EREB ALTOR zu bieten hat, einschließlich Keyboards und natürlich wieder die typischen - leicht nachvollziehbaren Harmonien, die Fans von EREB ALTOR lieben. 'With Fire In My Heart' läutet mit Akustikgitarren im Intro nun den Weg auf die Schlussgerade ein und auch hier wird es einmal mehr episch und das nicht nur von der Songlänge. Der Siebenminüter bewegt sich hauptsächlich im schunkel-tauglichen Midtempo und baut im Mittelteil einen schönen Spannungsbogen auf. Die Nummer ist nicht nur episch, sondern musikalisch geradeu bombastisch - allerdings vollkommen kitschbefreit. Das kurze '...And Blood On My Hand' schickt den Wikinger-Liebhaber mit viel Melodie und Chören dann hinaus in die Nacht, in der Regen und Donner warten.

Fazit: Ich meine, der schwarzmetallische Anteil hat noch einmal zugenommen, was bei gleichbleibender Epik klar zu Lasten des Folkanteils geht. Ich habe zugegebenermaßen erst ein wenig gebraucht, um mich in dieses Album reinzufinden, aber es ist ein typisches - wenn auch zuweilen harsches - EREB ALTOR-Album. Der einzige Punkt, an den ich mich noch nicht gewöhnt habe, sind die langgezogenen cleanen Vocals. Andere werden vielleicht genau das lieben. Unter dem Strich haben EREB ALTOR erneut ein großartiges Album abgeliefert, dessen Songs live sicher gut funktionieren werden.


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Avgudadyrkans Väg
02. Queen of All Seas
03. Alliance In Blood
04. Chained
05. My Demon Inside
06. Prepare for War
07. Hvergelmir
08. With Fire In My Heart...
09. ...And Blood On My Hand
Band Website: www.erebaltor.com
Medium: CD, LP
Spieldauer: 47:40 Minuten
VÖ: 20.09.2019

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

26.02.2016 Blot - Ilt - Taut (10.0/10) von Eddieson

06.08.2013 Fire Meets Ice(10.0/10) von Eddieson

20.09.2019 Järtecken(9.0/10) von T.Roxx

24.04.2015 Nattramn (8.5/10) von Eddieson

08.07.2017 Ulfven(9.5/10) von Eddieson

Interviews

28.08.2013 von Eddieson

22.03.2016 von Eddieson

20.09.2019 von T.Roxx

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!