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Immortal Bird - Thrive On Neglect

Review von Humppathetic vom 07.07.2019 (275 mal gelesen)
Immortal Bird - Thrive On Neglect Ich fange dieses Review mal ausnahmsweise mit einem leicht verkürzten Zitat aus dem Promo Sheet dieses Albums an. Laut diesem spielen IMMORTAL BIRD - passend nach einem Song der äußerst eklektischen Band CURRENT 93 benannt - aus Chicago, USA, nämlich eine Mischung aus "death, grind, dissonant blackened death, angular noise, progressive and complexe hardcore". Uff. Bei solch vielen Beschreibungen war mein erster Reflex, einfach loszuschreien mit einem saftigen: "Ja, klar! Und DRAGONFORCE spielen Psychedelic Industrial Goregrind Folk!" Nun, zu meiner Überraschung musste ich beim Hören von "Thrive On Neglect" feststellen, dass jedes dieser Attribute stimmt. Ich möchte vielleicht sogar noch einen gewissen avantgardistischen Anstrich hinzuaddieren, und auch Sludge findet sich in den sieben Songs ein. So kann man sagen, dass der Titel des Werks durchaus seine Berechtigung hat. Aber passen so viele Stile tatsächlich zusammen oder entsteht durch die ihre Vermengung eine Kakophonie sondergleichen? Man kennt ja das altbekannte Sprichwort: Zu viele Köche verderben den Brei. Nun, das gilt vielleicht für den Imbiss um die Ecke, aber was hier gekocht wird, hat durchaus was von musikalischer Nouvelle Cuisine. Ja, man macht es dem Hörer nicht einfach durch ständige Tempo- und Rhythmuswechsel, aber man hält das Output stimmig-stringent und verliert sich nicht in zu vielen (unter Umständen halbgaren) Ideen und somit in einem Wust aus unverständlichem Kauderwelsch. Und so kann "Thrive On Neglect" partiell überragend unterhalten, was durch eine moderne Produktion noch untermauert wird, in der jedes Instrument denselben Stellenwert erhält, sei es die Stimme von Rae, der Sängerin, oder der Bass von John. Man räumt jedem genügend Raum ein, um sich zu entfalten. Dabei ist der in der Mitte platzierte und längste Song des Werks, namentlich 'Avolition', wohl das herausragendste Stück und das beste Beispiel dafür, dass eine solch monumentale Melange, wenn richtig komponiert, funktionieren kann - hier sogar mit einem aus dem Heavy Metal stammen könnenden Mittelteil.

Dass man seit dem ersten Album "Empress/Abscess" aus dem Jahr 2015 zwei Besetzungswechsel hatte, merkt man "Thrive On Neglect" dabei nicht mal an, sodass eine nachvollziehbare Weiterentwicklung des Sounds stattfindet. Mit den neuen Mitgliedern und 20 Buck Spin als neuem Label stehen IMMORTAL BIRD damit alle Türen offen - nun ja, zumindest die, denen dieser progressiv-avantgardistische Stil, der teils am ehesten mit DEATHSPELL OMEGA und BLUT AUS NORD vergleichbar ist, zusagt. Chapeau.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Anger Breeds Contempt
02. House Of Anhedonia
03. Vestigial Warnings
04. Avolition
05. Solace In Dead Structures
06. Quisquilian Company
07. Stumbling Toward Catharsis
Band Website: https://www.facebook.com/immortalbirdband/
Medium: CD
Spieldauer: 37:27 Minuten
VÖ: 05.07.2019

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07.07.2019 Thrive On Neglect(7.5/10) von Humppathetic

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