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Scarcrow - Beyond The Black Rainbow

Review von Rockmaster vom 13.05.2019 (605 mal gelesen)
Scarcrow - Beyond The Black Rainbow Bei SCARCROW tut es mir von Herzen leid für jedes Detail, was ich an ihrem ersten Longplayer "Beyond The Black Rainbow" bekritteln werde. Denn das eine hört man bei den Jungs aus Donaueschingen deutlich heraus: Sie haben sich hier selbst verwirklicht, sind ihrem Traum und ihrer Leidenschaft nachgegangen und haben ein Album aufgenommen, das stilistisch in sich insgesamt sehr treffsicher und stimmig ist. Die musikalische Mischung pendelt sich irgendwo zwischen Hard Rock und Metal ein - für Ersteren ist das Drumming dann und wann mal zu flott, für Letzteren ist das Riffing dann doch zu brav. Das Intro (und Titelsong) zum Album, 'Beyond The Black Rainbow', versprüht ein Ambiente, bei dem man noch gerne über Akzent und Intonation der gesprochenen Textpassagen (klingt nicht nach Muttersprachler) hinwegsieht. Bei den übrigen Titeln merkt man dann aber leider deutlich, dass das Produktionsbudget ziemlich limitiert gewesen sein muss. Da wäre an vielen Ecken und Enden mehr möglich gewesen, wenn der Produzent die Band noch ein wenig gestriezt und zu Höchstleistungen angetrieben hätte. Sänger Damon Fry hat schon eine sehr ungewöhnliche Art zu singen - ihm wird eine einzigartige Bühnenpräsenz attestiert, was ich natürlich anhand des Studioalbums nicht verifizieren kann - so gar nicht massentauglich. Um daraus aber eine Marke mit Wiedererkennungswert zu formen, glaube ich, würde Damon noch etwas professionelles Feedback guttun. Von der Anlage her ist alles da, was es braucht.

Die instrumentelle Begleitung durch Simon Schorp am Bass (und Backing Vocals), Tobias Wehrle an den Drums und Matthias Schorp an der Gitarre (und Backing Vocals) ist ziemlich unspektakulär, es wird solide aber brav gerifft, das Drumming ist gut, Bass ist solide und bekommt wenig Gelegenheit, sich hervorzutun. Dabei gelingen den Jungs durchaus sehr schöne Momente. 'Children Of The Crow' ist kompositorisch gelungen und hält einige davon parat, konterkariert diese aber leider mit leicht verstimmten Gitarren im akustischen Intro und mit einem Kinderchor, der vermuten lässt, dass zwei oder drei der Bandmitglieder Nachwuchs haben (reine Spekulation natürlich).

Unterm Strich glaube ich, dass SCARCROW durchaus das Potenzial haben, sich eine angemessene Fangemeinde zu erarbeiten, wenn sie denn ihre Möglichkeiten effektiv ausschöpfen. Live könnte das gut beim etwas alternativ angehauchten oder modern orientierten Hard Rock-affinen Publikum funktionieren. Was die vorliegende Studioaufnahme anbelangt, da ist qualitativ noch so viel Luft nach oben, dass zumindest bei mir die Leidenschaft, die die Jungs sicher bei der Aufnahme hatten, nicht so richtig überspringen mag. Man nimmt sie wahr, bleibt aber irgendwie unbeteiligt. Ich hoffe, dass die Jungs im Spagat zwischen Realismus und Traum den Schwerpunkt recht schnell in die richtige Richtung verschieben können.

Gesamtwertung: 3.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Beyond The Black Rainbow (1:07)
02. S.W.T.W.C.A. (3:56)
03. Blood Brother (3:02)
04. Stagefryght (3:24)
05. Children Of The Crow (4:53)
06. Wolf In Sheep's Clothin' (4:12)
07. Jezebel (3:27)
08. Mr. Lee (5:01)
09. Born Guilty (5:12)
10. From The Ashes (3:16)
11. It Can't Rain All The Time (4:11)
12. Scars Behind The Mask (3:48)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45:29 Minuten
VÖ: 06.04.2019

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13.05.2019 Beyond The Black Rainbow(3.0/10) von Rockmaster

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