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Aenimus - Dreamcatcher

Review von Metal Guru vom 23.02.2019 (1726 mal gelesen)
Aenimus - Dreamcatcher AENIMUS a(e)nimierten sich 2011 in der Bay Area/San Francisco, debütierten 2013 mit dem Full-Length-Album "Transcend Reality", tourten im Anschluss mit ähnlich gearteten (= todesmetallischen) Kapellen wie ARSONISTS GET ALL THE GIRLS, I DECLARE WAR und RINGS OF SATURN und zählen zur Zeit: Alex Green (Vordergrundstimme), Cody Pulliam (Schlagzeug), Jordan Rush (Gitarre), Seth Stone (Bass, Hintergrundstimme) und Sean Swafford (Gitarre, Hintergrundstimme). Mit "Dreamcatcher" legen die fünf Traumfänger ihr zweites Full-Length-Konzept-Werk vor, das laut Infozettel 'eine Ansammlung einzigartiger, moderner und transzendenter Klänge' sein soll - ja, SOOO kann man das (der Einfachheit halber) nennen! Ich nenne es (der Kompliziertheit halber) 'anspruchsvolles, emotionales(!), kurzweiliges, produktions- und spieltechnisch perfektioniertes Todesmetall’. Der Infozettel behauptet ferner, "Dreamcatcher" drehe sich inhaltlich 'um sehr wichtige und faszinierende Themen der modernden Gesellschaft: Horror-Geschichten für Fans von Bands wie DESPISED ICON, DREAM THEATER, FALLUJAH und SUICIDE SILENCE beziehungsweise Büchern/Filmen wie IT, THE DEAD ZONE, THE SHINING und den Stories von HANNIBAL' - ok, wenn der Infozettel das so behauptet, dann behauptet der Infozettel das so ...

"Dreamcatcher" enthält elf todesmetallische Titel in vereinnahmenden vierundfünfzig Minuten und fünfzehn Sekunden, wobei z. B. 'Between Iron And Silver', 'Caretaker' und 'The Ritual' über rangeklatschte, die restlichen Songs über eingeflochtene, hinterlegte oder/und separate Synthesizer(?), vielleicht sogar ein echtes oder gefaktes Orchester(?) verfügen. Diese werden - mal wieder/wie immer - nirgendwo näher benannt (wer spielt was und vor allem warum?). Kann mir bitte mal irgendjemand da draußen erklären, warum in (todes-)metallischen Kreisen schwarzweiße Tasten zwar immer wieder gerne genommen, aber ebenso immer wieder ungerne genannt werden - handelt es sich um einen dubiosen 'Deal with the Devil', ein geheimes Geschäft mit dem guten Gott oder etwas NOCH Schlimmeres? Nein - Chöre, Pianos und Streicher (ob nun echt oder gefakt, eingeflochten, hinterlegt oder/und separiert) erzeugen auf "Dreamcatcher" neben gewohnten Stimmungen wie beispielsweise Aggression, Geschwindigkeit, Härte, Kälte oder Wut, auch für todesmetallische Verhältnisse ungewohnte Stimmungen wie beispielsweise Einsamkeit, Intimität, Orientierungslosigkeit, Trauer oder Zweifel! Warum also wird - mal wieder/wie immer - so getan als sei AENIMUS eine typische Gitarrentruppe? Todesmetallisch sind sie sicherlich, auf keinen Fall aber 'typisch' (WER auch immer DAS definiert)!

Nach fünfmaliger Hardcorehörung fasse ich zusammen: Alle Instrumentalisten können tatsächlich 'richtig' spielen - allein die Akkorde und deren Abfolgen (ist das Jazz, Kunst oder Prog?) haben mit typisch todesmetallischem Geblocke/Gekloppe/Geschrubbe wenig bis gar nichts zu tun, ebenso die (Gitarren-)Soli - entfernen sich gerne, oft und virtuos von zu Tode reproduzierter Rock'n'Roll-Pentatonik. Dann die (Gitarren-)Sounds: Von fast 'clean' mit stimmungsintensivierenden Effekten (Chorus, Echo, Hall) bis hin zu kompromissloser 'Rectifizierung' (inklusive Dopplung und Stereobasisverbreiterung) ist alles dabei! Bass und Schlagzeug exekutieren ihrerseits maschinell-mathematische, manchmal auch ungerade Metren mit penibelster Präzision, während die Vocals auf der einen (häufigeren) Seite grunzen/keifen/schreien, auf der anderen (selteneren) Seite mahnen/rufen/singen - das Eine gefällt mir gut bis sehr gut, das Andere überhaupt nicht (erinnert mich negativ an alte DIMMU BORGIR). Abschließend (und der Subjektivität halber) möchte ich AENIMUS "Dreamcatcher" als harmonisch herausfordernd, kompositorisch komplex, melodisch mysteriös, produktionstechnisch professionell, rhythmisch raffiniert und stimmungsmäßig stimmungabhängig bezeichnen - mehrmaliges Hören empfohlen und neun Tropfen vergossen ...

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Before the Eons
02. Eternal
03. The Ritual
04. My Becoming
05. The Dark Triad
06. Between Iron and Silver
07. The Overlook
08. Caretaker
09. Second Sight
10. Day Zero
11. Dreamcatcher
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 54:15 Minuten
VÖ: 22.02.2019

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23.02.2019 Dreamcatcher(9.0/10) von Metal Guru

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