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Interview mit Jonas Reisenauer von Leviathan

Ein Interview von Akhanarit vom 23.02.2013 (2813 mal gelesen)
Mythologie und Herzblut

Bei LEVIATHAN ist einiges los. So manche Unannehmlichkeit brachte die Bonner Band ganz schön ins Straucheln, doch sie haben sich nicht beirren lassen und melden sich mit dem zweiten Album ihrer noch jungen Karriere zurück. Wir sprachen mit dem Frontmann und zugleich Gitarristen Jonas Reisenauer, der sich nicht nur für die kreative Ausrichtung der Songs verantwortlich zeichnet, sondern seine Bandkumpel auch hin und wieder zu neuen Höchstleistungen anstacheln muss.

Hallo Jonas und danke für die Gelegenheit eines Interviews mit uns. Wie geht es dir und dem Rest der LEVIATHAN-Mannschaft?

Jonas: Um ehrlich zu sein, mir geht es zurzeit mäßig. Es gibt immer viel zu tun und der Berg von Arbeit scheint nie wirklich kleiner zu werden. Aber so geht es ja fast jedem, also will ich mich hier nicht beklagen. Was die Band angeht, glaube ich, dass wir wieder richtig Spaß an der Sache bekommen haben. Wir bemühen uns immer weiter unsere Schwächen auszumerzen und unsere Vision der Band zu verwirklichen. Auch haben wir dank unseres Keyboarders Fabian nun auch endlich eine ordentliche PA im Proberaum, was die Arbeit deutlich erleichtert. Alles in allem geht es uns also recht gut im Moment.

Ihr habt soeben euer zweites Album "The Aeons Torn - Beyond The Gates Of Imaginaion Pt. 2" in der Hinterhand. Wie liefen die Aufnahmen?

Jonas: Die Aufnahmen waren eigentlich wie immer: spaßig und stressig zugleich. Das größte Problem war wie meistens bei uns der Zwiespalt zwischen Perfektionismus, dem Budget, das uns zur Verfügung stand, und der Deadline für den Release. Uns kam dabei zugute, dass die meisten Drum-Tracks und Teile des Basses schon während der letzten Produktion aufgenommen wurden und wir ein bisschen weniger Stress bei den Aufnahmen der Gitarren hatten. Ich finde auch, dass die musikalische Entfaltung mehr im Vordergrund stand als bisher. Obwohl ich manchmal meine Kollegen ein wenig anstoßen musste, damit sie voll aus sich heraus kamen, gerade was Genre-untypische Sachen anging. Bei solchen Teilen muss man dann eben auch mal die Komfortzone des Metal verlassen.

Was mich natürlich brennend interessiert, ist die Kernaussage des Albums. In den Lyrics stößt man immer wieder auf die Grundfrage des eigenen Seins. Wer bin ich eigentlich? Dies findet sich beispielsweise sehr deutlich in eurem Song 'The Sacred Fire', in dem es wörtlich heißt: "Do you know my name then tell me who am I". Betrachtet ihr diese Frage mehr aus einem philosophischen Aspekt heraus, oder seid ihr selbst auf der Suche nach Identität?

Jonas: Ich muss als erstes mal zur Erklärung sagen, dass ich bei den Lyrics oft zwischen verschiedenen Rollen hin und her wechsle. Der Erzähler bleibt oft nicht der gleiche, wie z.B. bei 'About Fangs And Feathers' oder 'Sway Of The Stars', in denen es mehrere Charaktere gibt. Die Grundidee hinter "Beyond The Gates" war eine Art philosophischer Initiation mit dem Fokus auf dem Menschen. So wäre die eigentliche Ich-Person der Hörer, dem der aktuelle Stand unsere Menschheit präsentiert wird. Der erste Teil ist dabei eher beobachtend, also ein Blick von Außen auf die aktuelle Situation, während "The Aeons Torn" eher den Blick auf das Innere des Menschen und seine Emotionen und Motive wirft. Diese Textausschnitte, die du ansprichst, kommen daher, dass es sich bei den Texten um Rätsel handelt, die das jeweilige Motiv oder die Emotion beschreiben. Daher dieses Mittel, um praktisch die Frage direkt an den Hörer zu richten. Das Problem ist, dass ich nicht zu viel von dem Konzept offenlegen möchte, zumindest jetzt noch nicht. Gerade das Entdecken der Story ist es ja, was den beiden Alben auch einen gewissen Langzeit-Effekt gibt und auf lange Sicht dem Hörer Freude machen soll. Ich hoffe darauf, dass die Texte den Hörer einfach zum Nachdenken anregen. Dir ist sicher auch aufgefallen, dass jeder Track nochmal in einzelne Abschnitte unterteilt ist. Diese Untertitel haben wir im Schriftbild verfremdet, sodass man nicht auf den ersten Blick alles durchschauen, sondern eben selbst auf die Suche gehen kann. Im Booklet sind auch viele Hinweise versteckt, die sich direkt auf die Themen der Songs beziehen. Insgesamt sei als Tipp aber verraten, dass es in der Story um die Menschheit als Ganzes geht.

Euer neues Albums ist die Fortsetzung eures Debüts. Ich finde es etwas ungewöhnlich, direkt mit einem Zweiteiler eine Bandkarriere zu starten. Dazu noch unter dem Deckmantel eines Konzeptalbums. Hattet ihr nicht die Sorge, dass so etwas vielleicht potentielle Hörer überfordern könnte? Überfordern ist vielleicht nicht das richtige Wort. Lass es uns "abschrecken" nennen.

Jonas: An die Überforderung hab ich eigentlich nicht wirklich gedacht. Ich glaube eigentlich sogar eher, dass diese Herangehensweise uns von der großen Masse von Bands abhebt. Außerdem finde ich, dass die Songs auch gut für sich selbst sprechen und losgelöst vom Konzept stehen können. Man muss ja nicht zwingend immer das große Ganze im Blick haben und der Story des Konzeptalbums folgen, sondern kann auch einen einzelnen Song losgelöst vom Rest hören. Uns ist halt wichtig, dass der Hörer sehr lange seine Freude mit dem Album hat, eben weil man, wenn man möchte, sich immer eine Stufe tiefer in das gesamte Konzept hineinarbeiten kann. Ich sehe das Konzept daher eher als Bonus.

Eure Band wird ja immer wieder mit der Band WINTERSUN verglichen. Witzigerweise splitten die ihr neues Album auch auf zwei Silberlinge. Seid ihr Fans der Finnen und wurdet evtl. sogar direkt von Jaris Kompositionen beeinflusst, oder teilt ihr lediglich die selbe Leidenschaft, was den Sound angeht?

Jonas: Witzigerweise kenne ich WINTERSUN noch gar nicht so lange, muss aber sagen, dass ich sie gerne höre, und großen Respekt vor ihnen habe. Ich glaube, Jari und ich teilen ein wenig die Leidenschaft für epische Soundtracks und haben beide wohl zu viel Jason Becker gehört, was zumindest die Gitarren-Arbeit angeht. Dementsprechend sind die Parallelen natürlich da, aber man kann uns auch mit vielen anderen Bands vergleichen. Ich glaube, die Unterschiede sind genau so vorhanden wie die Parallelen mit WINTERSUN. Ich würde abschließend einfach sagen, dass beide Bands ihr eigenes Ding machen, aber wir sicher auch eine passende Vorband für eine WINTERSUN-Tour wären, eben auf Grund der Gemeinsamkeiten.

Euer Demo "From The Desolate Inside" hat ebenfalls den Weg auf euer neues Album gefunden, da es nahezu vergriffen ist. Um ehrlich zu sein, gefallen mir die Songs viel besser als das neue Material. Sie strahlen eine ganz eigene Atmosphäre aus. Was sprach dagegen, das Demo nochmals separat herauszubringen, um den Konzeptfluss nicht zu beeinträchtigen?

Jonas: Ich glaube, als Außenstehender ist es schwer abzuschätzen, was für ein finanzieller Kraftakt es ist, so einen Release zu stemmen. Da kommen schnell große Summen zusammen mit Studiokosten, Pressung und Promotion. In der Situation, in der wir momentan sind, nach den Ereignissen des letzten Jahres, auf die wir ja gleich noch zu sprechen kommen, war es für uns einfach in absehbarer Zeit nicht zu stemmen, das Demo separat herauszubringen. Trotzdem liegen uns die Songs sehr am Herzen und wir wollten sie den Leuten nun auch in neuem Soundgewand präsentieren, daher die Entscheidung, das Demo als Bonus mit zur neuen CD zu packen. Thematisch passt das Ganze dabei sogar ebenfalls sehr gut zusammen, da die Songs von "The Aeons Torn§ und auch von "From The Desolate Inside" eher nach innen gerichtet sind und menschliche Emotionen thematisieren. Wichtig ist mir da auch, zu sagen, dass wir das wirklich eher als Bonus betrachten und dementsprechend auch den Abgabepreis mit unserem Vertrieb auf dem Niveau einer EP angelegt haben, sodass das neue Album bei einem fairen Händler auch auf diesem Preisniveau zu haben sein sollte.

Kommen wir mal zum etwas dunkeleren Kapitel. Ich spiele natürlich auf die Insolvenz des Twilight Vertriebs an, die eine Wiederveröffentlichung eures Erstlings nötig machte. Wie kam es dazu und wie hat es sich vor allem auf die Band selbst ausgewirkt?

Jonas: Die Gründe für die Insolvenz liegen bis heute für uns noch im Dunkeln. Im Endeffekt bekamen wir nur mitten in den Aufnahmen zur neuen CD eine E-Mail, die uns mitteilte, dass unser Album ab jetzt nicht mehr erhältlich wäre und Twilight mit sofortiger Wirkung dicht gemacht wird. Wirklich keine tolle Situation, wenn man gerade geplant hatte, das aktuelle Album live zu präsentieren und man dann stattdessen ein ganzes Jahr in der Luft hängt und nicht wirklich weitermachen kann. Das Schlimmste war allerdings der finanzielle Verlust, da nahezu sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf der CD nie ausbezahlt wurden. Gerade für eine Band in unserem Status ist das besonders schlimm, da wir das Geld brauchen, um ein Budget für die nächsten Aufnahmen zusammen zu bekommen. Es ist ja nicht so als ob wir so viel verdienen würden, dass wir uns von dem Geld ein tolles Leben machen. Alles was die Band einnimmt, fließt direkt wieder in die Bühnenshow, oder eben die nächste Veröffentlichung. Und genau dieses Geld fehlte uns an dem Punkt dann einfach.

Habt ihr dann eine bandinterne Krisensitzung einberufen? Wie reagiert man als Band auf solche Hiobsbotschaften?

Jonas: Ich glaube, zu Beginn waren wir alle einfach nur niedergeschlagen und die ganze Sache hat uns eine Menge Kopfschmerzen bereitet. Aber am Ende ist es wie immer im Leben, egal was kommt, man muss wieder aufstehen und einfach seinen Weg weiter gehen. Das mag abgedroschen klingen, aber es bewahrheitet sich immer wieder. Als wir das erst einmal begriffen hatten, siegte auch schnell die "Jetzt erst recht"-Mentalität bei uns und wir haben ab da angefangen, uns darauf zu konzentrieren, einen Weg zu finden wie es nun weitergeht. Eine Krisensitzung gab es trotzdem, allerdings erst deutlich später, als wir schon Alternativen für einen neuen Vertrieb auf dem Tisch hatten. Dann haben wir uns alle zusammengesetzt, diskutiert, wie es nun weitergehen soll und ob wir alle unser Geld zusammenlegen und das neue Album veröffentlichen. Eine große Hilfe war in dem Punkt auch die Wacken Foundation, die uns einen zinsfreien Kredit gewährt hat und uns damit zumindest schonmal bei einem Teil der Finanzierung geholfen hat.

Mittlerweile habt ihr neue Partner an eurer Seite, und wie man allein an diesem Interview sehen kann, scheint die Promotionarbeit wunderbar zu funktionieren. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Jonas: Also unser Label ist glücklicherweise das gleiche geblieben, das war uns sehr wichtig, da die Zusammenarbeit wirklich gut funktioniert. Aber im Bereich Vertrieb und Promotion haben wir mit SAOL und H'art nun neue Partner. Die Zusammenarbeit kam dabei eigentlich auf ganz witzige Weise zustande. Und zwar hatten uns SAOL bereits kurz nach dem Release der letzten CD kontaktiert, weil sie Interesse an uns hatten. Damals waren wir aber schon recht glücklich bei Bret Hard Records. Am Ende hat sich dann Bret Hard Records mit SAOL über den Vertrieb geeinigt, nachdem Twilight in die Insolvenz ging, und somit sind wir dann doch noch bei SAOL gelandet. Eigentlich eine tolle Sache, weil wir so einen deutlich besseren Vertrieb bekommen haben und trotzdem bei Bret Hard bleiben konnten und SAOL uns nun doch indirekt unter Vertrag hat.

Jonas, du bist hauptsächlich für die kreativen Aspekte von LEVIATHAN verantwortlich und schreibst auch den Mammutanteil der Musik. Wer von euch ist für die Lyrics zuständig?

Jonas: Die Lyrics schreibe tatsächlich auch ich, wobei ich dieses mal ein wenig Hilfe beim Übersetzen hatte. Ich hatte nämlich Teile der Texte zuerst in Deutsch verfasst, einfach weil es mir so leichter fiel, mich auszudrücken. Bisher konnte ich auch immer alle Bandmitglieder mit meinen Texten überzeugen. Das eigentliche Erstellen der Lyrics geht dabei immer sehr schnell, wobei ich zu dem Zeitpunkt meistens schon sehr viel Vorarbeit geleistet habe. Das grundsätzliche Thema steht eigentlich immer bereits ganz zu Anfang und auch das Metrum des Textes entsteht schon früh im Schreibprozess. Am Ende geht es dann meistens nur darum, den Text in die endgültige Form zu pressen, die ich mir vorstelle.

Würdest du uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von LEVIATHAN gewähren? Was treibt ihr in eurem Privatleben?

Jonas: Ich glaube, da gibt es fast nichts wirklich Besonderes zu erzählen. Drei von uns sind aktuell Studenten, einschließlich mir, und arbeiten nebenher, um sich ein wenig was dazu zu verdienen. Unser Schlagzeuger Tobias und unser Keyboarder Fabian arbeiten bereits in Vollzeitjobs. Ansonsten dominiert auch abseits der Band Musik unser Privatleben. Musik hören, Konzerte und auch das Studium des eigenen Instruments nehmen große Teile der Freizeit ein.

Gab es eine Initialzündung, die in euch den Wunsch geweckt hat, eine gemeinsame Band zu gründen, oder hat sich dies erst nach und nach ergeben?

Jonas: Diese Initialzündung gab es durchaus, von den damaligen Beteiligten, mit denen ich zusammen angefangen habe die Band zusammenzustellen. Allerdings bin ich als einziger dieser Ur-Besetzung übrig geblieben. Vielen wurde die Musik mit der Zeit, vor allem technisch, zu kompliziert. Danach habe ich dann lange Zeit damit verbracht, die geeigneten Bandmitglieder für die Band zusammenzusuchen und musste nicht selten auch ein wenig Überredungskünste ins Spiel bringen. Aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt, denn wir haben jetzt seit 2009 eine stabile Besetzung. Ich glaube auch, dass wir quasi alle erst durch die Band zu den Musikern geworden sind, die wir jetzt sind. Einfach weil wir uns selbst immer vor neue Herausforderungen stellen.

Welche Bands spielen in deinem Leben eine Rolle? Zieh mal die Fanbrille an und ehre deine Helden!

Jonas: Das könnte jetzt etwas ausführlicher werden, da gibt es nämlich so viele. Als erstes müsste ich auf jeden Fall Jason Becker und Shawn Lane nennen, beide schätze ich sowohl musikalisch als auch menschlich. Dann auch viele "klassische" Musiker, neben den altbekannten nenne ich jetzt mal PROKOFJEV und Franz Liszt. Ich habe auch den ganzen Djent-Hype mitgemacht: ANIMALS AS LEADERS, TESSERACT, oder auch VILDHJARTA. Und dann natürlich auch eine ganze Liste von Klassikern im Metal-Genre: GOJIRA, BLIND GUARDIAN, BEHEMOTH, HACRIDE, KALMAH, DARK TRANQUILLITY, DEATH, OPETH, Hendrix und auch Sachen wie DREAM THEATER oder SYMPHONY X. Ich höre wirklich einfach viel zu viel, um jetzt einige Helden da insbesondere herauszugreifen.

Gibt es auch lokale Bands aus eurem Umfeld, die du unseren Lesern ans Herz legen könntest?

Jonas: Also als erstes würde ich da HADEAN nennen, die Band von unserm Sound-Engineer Michael Haas, mit der er seine Version von Progressive Metal verwirklicht. Natürlich auch die Bands aus dem Bret Hard Rooster, auch da finden sich einige Perlen der lokalen Szene. Ganz persönlich liegt mir auch noch MOOD sehr am Herzen. Eine Band, die sich gerade noch im Aufbau befindet und sich im Schnittfeld zwischen Ambient Musik und Death Metal bewegt.

Was ist für dich, vom musikalischen Standpunkt her, wichtiger: Perfektionismus oder Feeling?

Jonas: Beides! Man kann auch perfektionistisch an seinem Feeling und Ausdruck arbeiten :). Im Endeffekt muss man sich einfach in die Musik einfühlen können, dazu sind dann beide Sachen wichtig, sowohl das Feeling, als auch die technischen Fähigkeiten, um das umzusetzen, was man will. Ich glaube, man kann die beiden Dinge gar nicht als so krassen Gegensatz sehen. Wir legen auch sehr viel Perfektionismus an den Tag, aber natürlich muss auch das Feeling der Musik immer stimmen. Am Ende ist es einfach eine Gratwanderung zwischen den beiden Polen.

Wie kam es dazu, dass ihr das Seeungeheuer Leviathan als Aushängeschild gewählt habt? Habt ihr ein tieferes Interesse an Mythologie?

Jonas: Ich war früher ziemlich fasziniert von der Mythologie, aber der Leviathan hat auch in der Philosophie einen Platz, und das nicht nur bei Thomas Hobbes Staatstheorie. Man kann den Mythos um den Leviathan auch als einen Ausdruck der Angst vor dem Unbekannten interpretieren. Aber ich möchte jetzt auch nicht zu weit ausschweifen, aber es gab eine ganze Menge an Gründen, wegen derer ich den Namen gewählt habe. Ich glaube, dass der Name einfach wirklich gut zu der musikalischen Vision passt, die wir mit der Band verfolgen.

Schaut man sich mal den Wikipedia-Eintrag zu Leviathan (das Tier, nicht die Band) an, finden sich sofort zwei weitere große Namen aus der Metalszene ein: TIAMAT und MARDUK. Gewissermaßen habt ihr eine Lücke geschlossen, oder irre ich mich da?

Jonas: Eine gute Frage. Wenn man jetzt Bezug auf die babylonische Mythologie nehmen will, dann wären so gesehen MARDUK und TIAMAT die Grundlage für unsere Musik. Eine Parallele, die man durchaus ziehen kann, immerhin bewegen wir uns ja auch in der Schnittmenge aus sehr melodischem und extremen Metal, also praktisch genau zwischen beiden genannten Bands. Aber ich glaube, da spielen auch noch so viele andere Bands in unserer Ahnenreihe eine Rolle, dass ich nicht direkt sagen würde, dass wir da eine Lücke geschlossen haben.

Mal eine ganz andere Frage: Jonas, welche Eigenschaft muss ein Mensch mitbringen, um dich umgehend auf die Palme zu bringen?

Jonas: Dazu muss derjenige schon ein ziemlicher nerviger Mensch sein, ich bin mit der Zeit echt eine ruhige Seele geworden. Aber am meisten regen mich blinde Egoisten auf, oder Menschen die unreflektiert daher reden, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass sie es eigentlich besser könnten.

Was ist dir wichtiger: Liebe oder Freiheit?

Jonas: Ohne Freiheit wird Liebe meistens unerfüllt bleiben. Ich glaube, dass beide, genau wie Perfektionismus und Feeling, keine Gegensätze sind, sondern viel eher eng zusammen gehören.

Zum Abschluss hast du noch die Gelegenheit, dich an eure Hörer zu wenden, der Szene etwas vor den Latz zu knallen oder ein finales Statement abzugeben. Die letzten Worte gehören dir und ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Let it all out!!!

Jonas: Erst einmal natürlich vielen Dank für das Interview und für das Interesse an unserer Band. Ansonsten, entscheidet selber was ihr wirklich wollt und lasst euch nichts aufschwatzen, weder von den Medien, noch von sonst irgendwem, und seid immer offen dafür, etwas Neues zu lernen. Und am wichtigsten: keep rocking hard!

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