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Interview mit Peter von Pain

Ein Interview von Odin vom 04.02.2005 (5900 mal gelesen)
Dieses Interview führten wir auf der TIAMAT Tour im Januar, wo wir die Möglichkeit hatten, dieses und noch ein paar weitere aufzunehmen, die ihr bald als die erste Ausgabe von Bleeding for Metal TV sehen werdet!

Update: Das Interview kann jetzt als Bestandteil der ersten Ausgabe von Bleeding for Metal TV als komplettes Video heruntergeladen werden: B4M TV No 1 (DivX, 140MB)

Hallo Peter, schön dass du hier bist. Du hast mal gesagt, du würdest es vorziehen, wenn dich auf der Straße niemand erkennen würde, du bist also nicht scharf auf die Bekanntheit. Ist es anstrengend, die ganzen Interviews zu geben?

Peter: Nein, überhaupt kein Problem für mich.

Ich hoffe, du fühlst dich also zumindest ein bisschen wohl. Fangen wir mit HYPOCRISY an, bevor wir dann auf PAIN eingehen. HYPOCRISY sind eine etablierte Death Metal Größe aus Schweden. Zwischendurch hattet ihr mal ein ziemliches Tief, du hast die Band schon fast zu Grabe getragen...

Peter: Yeah...

...aber jetzt seit ihr wieder voll im Geschäft.

Peter: Ja, absolut.

Besteht irgendeine Gefahr, dass HYPOCRISY das Nebenprojekt werden könnte, weil du mit PAIN ja erheblich mehr Einheiten verkaufst?

Peter: Nein, ich brauche beide, weisst du. Die Agression und das Chaos von HYPOCRISY. Die Experimente von PAIN. Also für mich brauche ich alle beide.

Für PAIN produzierst du das Album, du spielst alle Instrumente, machst das Programming und das ganze Zeug selbst. So kannst du alle deine Träume ausleben?

Peter: Ja, absolut. Ich meine, ich kann im Team arbeiten, aber manchmal willst du auch einfach Sachen alleine machen.

Also im Moment würdest du nicht sagen, dass eine der Bands die höchste Priorität hat?

Peter: Nun, gerade jetzt hat PAIN die absolute Priorität, denn das neue Album kommt raus und wir ich bin gerade damit auf Tour, mache eine Menge Werbung dafür. Zuhause nehmen wir zurzeit das neue HYPOCRISY Album auf, weisst du. So gibt es immer Zeit für eins der beiden. Du brauchst einfach Zeit. Jetzt konzentriere ich mich auf dieses.

Deine berühmten Abyss Studios, wo du auch eine Menge anderer Bands produzierst...

Peter: Produzierte.

Du produzierst keine anderen mehr?

Peter: Nein, ich habe wirklich keine Zeit mehr. Da ist eine Menge Touren, uns um uns selbst kümmern, HYPOCRISY und PAIN und so weiter.

Okay. Nun, die Abyss studios befinden sich in einer früheren Psychiatrischen Klinik...

Peter: Ja, so auf dem Gelände davon, ja...

Ich wollte fragen, ob es da noch ein paar liegengebliebene Werkzeuge aus dieser Ära gibt...

Peter: Yeah...

...die du für deine Produktionen benutzt...

Peter: *lacht* Naja, nicht für meine Produktionen, aber da ist immernoch was von den Sachen.

Du hast jetzt ein Live-Lineup für PAIN. Ist das ein stabiles Lineup fürs Touren?

Peter: Ja, ich hoffe, definitiv.

Denn einer unserer Mitarbeiter, der euch in Andernach gesehen hat, war ziemlich angetan von den beiden "Supersonic Bitches" an deiner Seite. Die werden dich also noch eine Weile begleiten?

Peter: Yeah.

Der gleiche Mitarbeiter hat euch letztes Jahr in Köln gesehen und hatte den Eindruck, dass du in eher schlechter Verfassung warst auf der Tour im letzten Jahr.

Peter: In Köln?

Ja. Dieses Jahr geht es dir besser auf der Tour?

Peter: Ja, ich fühle mich viel besser. Das einzige Problem ist immer mein Hals. Ich werde wirklich... gefickt im Hals...

Hoffentlich nicht wörtlich... *beide lachen*

Peter: Neinnein, natürlich nicht. Aber, ich meine, es ist eine Menge Stress für die Stimmbänder, immer zu versuchen, es so gut wie möglich zu machen, du weisst, was ich meine? Es ist immer einfach, im Studio zu singen, denn da kann ich es wiederholen, wenn was schiefgegangen ist. Auf der Bühne schreie ich mir jedes Mal den Arsch ab... aber es wird besser, es wird viel besser verglichen mit den anderen Touren, die ich gemacht habe. Ich denke jetzt, wo ich auch Gitarre spiele, fühle ich mich viel wohler... und alle sagt, das seien die besten PAIN Gigs, die sie je gesehen haben, also... auch mit dem neuen Lineup und allem, weisst du. Es fühlt sich gut an...

Gerade auf dem Weg von der Halle hier herüber hast du erzählt, du seiest jetzt einige Tage nüchtern gewesen. War das besser für deine Stimme? Konntest du besser shouten?

Peter: Yeah, das ist viel besser für meine Stimme. Jetzt habe ich einen Grund, auf Tour nüchtern zu bleiben... *lacht*

Und das ist ein guter Grund. Über das letzte Album "Nothing remains the same" hast du gesagt, es beinhalte mehr Songs über Sex und Tod - aber was ist denn mit Beer und Metal?

Peter: Das findest du in HYPOCRISY.

Ah, das ist der Unterschied, das sind die zwei Wege, die du gehst.

Peter: Yeah.

Auf diesem letzten Album hast du einen Song von den BEATLES gecovert, mit klassischem Orchester. Ich habe mich gefragt... so viele Bands machen Sachen mit klassischem Orchester, ist das heute schon sowas wie ein Muss?

Peter: Nein, nicht wirklich. Ich meine, das Orchester habe ich tatsächlich etwa 2 Jahre vor dem Erscheinen des Albums aufgenommen. Für diesen Beatles-Song war es notwendig, denke ich, denn er hat es im Original und es ist schwer, das gleiche mit Keyboards zu machen...

Und die Idee, einen BEATLES Song zu covern, woher kam die?

Peter: Ich habe den Song einfach immer gemocht, weißt du, und ich hatte einfach eine Idee, wie ich ihn machen könnte, und ich finde, es ist ziemlich cool geworden.

Es gibt einige Leute, die meinen 'das passt gar nicht' oder so.

Peter: Oh, es passt. Wirst du heute Abend sehen. Die Leute lieben es, es ist wirklich cool.

Das neue Album "Dancing With The Dead" kommt im März raus. Für dich ist das fast eine Art spezielles Comeback von den Toten...

Peter: Yeah...

Kannst du uns etwas über diese Erfahrung berichten?

Peter: Nun, das war keine richtige Erfahrung, ich war einfach für zwei Minuten oder so weg.

Es war als wollte dein Körper sagen 'Komm' mal zur Ruhe, du hast viel zu viel gearbeitet'...

Peter: Ich weiß nicht, was es war, denn ich bin ins Krankenhaus gegangen, die haben Blutproben gemacht und alles, aber sie konnten nichts finden...

Hat dieses Erlebnis Spuren, Veränderungen in deinem Leben hinterlassen?

Peter: Naja, es half mir die Hälfte der Texte auf dem neuen Album zu schreiben, hat mich definitiv inspiriert. Ansonsten ist mir das ziemlich egal - der einzige Grund, weshalb es nicht egal ist, ob ich lebe oder nicht, ist mein Sohn. Ich möchte nicht, dass er ohne Vater aufwachsen muss, ansonsten ist mir das egal.

Ein paar Songs auf dem Album, wie z.B. der Titeltrack und 'Don't count me out' handeln von diesem Thema. Gibt es noch andere Themen oder Bedeutungen in den Songs?

Peter: Ja, ähm, lass' mich nachdenken... Es sind ein paar Sachen über Leute, die denken, sie wüssten alles besser als du, versuchen, dich zu verändern, und versuchen, dir zu sagen, wie du denken sollst und sowas. Das Übliche eben; jedes Album, das ich mache, kostet mich etwa 2,5 oder 3 Jahre, um es zu machen, und alles, was während dieser Zeit passiert - darüber schreibe ich. Alles nur Sachen, die mir im Kopf rumgehen, die ich durchgemacht habe oder was auch immer.

"Dancing With The Dead" soll auch mehr Platz für die Gitarren lassen, mehr Riffs bringen, ein härteres Fundament und weniger Technosounds. Ist das eine dauerhafte Änderung in der Ausrichtung?

Peter: Ich habe angefangen, für das neue PAIN Album zu schreiben, vor etwa 3 Jahren und es ist einfach so geworden. Es war also wirklich nichts, was ich geplant habe. OK, ich wollte es heavier machen, denn ich denke "Nothing Remains..." hat zu viele langsame Songs und so. Ich will etwas mehr Energie da drin, weißt du.

Hast du schon angefangen, neues Material für das nächste PAIN Album zu schreiben?

Peter: Nein.

Also ist jetzt der Fokus auf dem nächsten HYPOCRISY Album.

Peter: Yeah.

Jetzt sind es noch zwei Stunden, bis du heute Abend auf die Bühne gehst. Was machst du bis dahin?

Peter: Interviews? *lacht* Und dann noch eine halbe Stunde nehmen und alles abblocken, nur konzentrieren. Einfach hoffen, dass die Stimme es durchhält.

Irgendeine spezielle Vorbereitung für die Stimme?

Peter: Nein, nicht wirklich. Eine Menge Wasser Trinken. Tee und sowas ist für Weicheier...

*lacht* Auf dieser Tour sind mehr Mädels als üblich in den Lineups...

Peter: Oh ja, überall...

...bringt das Probleme mit sich?

Peter: Es führt einfach zu Verwirrung in jedem Mann auf der Tour.

Es ist also etwas lebhafter auf dieser Tour.

Peter: Oh ja, das mit Sicherheit. *grinst*

Wir wünschen euch viel Spaß heute Abend, vielleicht sehen wir uns ja mal wieder.

Peter: Yeah, danke!

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