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Interview mit Ryanne van Dorst von Dool

Ein Interview von Damage Case vom 14.04.2020 (1354 mal gelesen)
Am 10. April hat das Warten der Fanschar ein Ende. DOOL, die niederländische Band um die charismatische Fronterin Ryanne van Dorst, legen mit "Summerland" ihr zweites Album nach. Im Review zum Album wurde bereits ausführlich auf das neue Wunderwerk eingegangen. Zwischen der Erstlauschung des Albums (Februar) und diesem Interview (April) ist auf der Welt eine Menge passiert. Und weil DOOL derzeit ohnehin in allen relevanten Printmedien gefeatured werden und Ryanne van Dorst und ihre Kollegen dort sehr ausführlich über das Album, dessen Entstehung und die Texte sprechen, nutzen wir die Chance, im Rahmen eines kurzfristig angesetzten 30-Minuten-Telefonats mit einer gut gelaunten Frontfrau über ein paar ganz aktuelle Dinge und natürlich "Summerland" zu plaudern.

Lassen wir also die Bandchefin höchstpersönlich zu Wort kommen und uns einen Einblick in das Leben einer Band während der Corona-Pandemie geben.

Ryanne van Dorst: Hallo Daniel, wie geht es dir?

Danke gut, und dir?

Ryanne van Dorst: Danke, auch gut. Tatsächlich bin ich gerade in freiwilliger Quarantäne und normalerweise bin ich auch nicht zu spät dran (Anm: Das Interview wurde durch einen netten Anruf vom Label nochmals um 45 Minuten verschoben), aber es gibt gerade so viel zu tun. Es ist verrückt.

Absolut, verstehe ich. Eure Tour wurde vor kurzem gecancelt, richtig?

Ryanne van Dorst: Jein. Sie soll lediglich verschoben werden. Wir arbeiten an neuen Dates im Spätjahr 2020.

Sehr gute Neuigkeiten, denn ich habe ein Ticket für euer Konzert in Mannheim und freue mich unheimlich darauf, euch endlich einmal live sehen zu können.

Ryanne van Dorst: Wir scharren auch schon mit den Hufen, da wir es kaum erwarten können auf Tour zu gehen und auf der Bühne zu stehen, um live zu spielen.

Ryanne, da ihr derzeit ohnehin in den aktuellen Ausgaben von Rock Hard, Deaf Forever und Metal Hammer mit ausführlichen Interviews vertreten seid und euer Album dort die verdienten Lorbeeren erhält, würde ich dir gerne ein paar ungewöhnlichere Fragen stellen. Du kannst dir sicher vorstellen, dass die Fragen, die ich mir im Februar für dieses Interview notiert habe, in Anbetracht der aktuellen Weltlage beinahe schon unwichtig wirken.

Ryanne van Dorst: Ja, gerne. Frag mich, was du möchtest. Wenn ich eine Frage nicht mag, werde ich einfach nicht antworten (lacht).

Die wichtigste Frage in Zeiten von Corona ist natürlich, wie es dir, deinen Freunden, Bandkollegen und deiner Familie geht.

Ryanne van Dorst: Mir und ihnen geht es gut, danke, dass du fragst. Wir dürfen in Holland ja noch ziemlich uneingeschränkt rausgehen und kommen mit der Pandemie den Umständen entsprechend gut zurecht.

Vielleicht hast du gelesen oder gehört, dass wir in Deutschland derzeit extrem mit unseren Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt sind: Die meisten Läden sind geschlossen, wir müssen Abstand voneinander halten. Wie ist das bei euch geregelt?

Ryanne van Dorst: Wir haben das auch. Wir dürfen aber auch noch in die Parks, nur nicht mit zu vielen Leuten gleichzeitig. Zum Glück ist es nicht so restriktiv mit den Ausgangssperren wie zum Beispiel in Spanien oder Italien, wo absoluter Ausnahmezustand herrscht. Ich denke, wir dürften hier dieselben Maßnahmen haben wie ihr in Deutschland.

Und diese Maßnahmen wirken bei euch auch so gut, dass die Pandemie bisher so gut es geht eingedämmt werden konnte?

Ryanne van Dorst: Ja, in den Medien wird immer darüber gesprochen, dass die Infektionskurve flach bleiben muss. Aber leider weiß niemand, wie lange diese Situation noch anhalten wird und eine Menge Menschen haben deswegen gerade eine harte Zeit.

Wie geht es dir in deiner selbstgewählten Quarantäne?

Ryanne van Dorst: Ich bleibe zuhause und versuche, mich dadurch zu schützen. Ich halte den Interviewplan für das Album, das am Freitag erscheinen wird, ein. Ich glaube, den Menschen kann neue Musik derzeit auch ein wenig Ablenkung schenken. Mit dem Hören von "Summerland" kann man eine Stunde auf der Couch verbringen und in der Fantasie einen anderen Ort besuchen. Vielleicht ist es das richtige Album für solch eine beschissene Zeit?

Ich war etwas verwundert, weil das Veröffentlichungsdatum von "Summerland" auf Karfreitag fällt. Alle Geschäfte wären ohnehin geschlossen, und man kann das Album am Veröffentlichungstag nicht kaufen. Wir können das Album in Deutschland erst ab Samstag kaufen.

Ryanne van Dorst: Dann kauf es am Samstag (lacht). Wir haben bei der Veröffentlichungsplanung nicht alle verdammten christlichen Feiertage im Hinterkopf, sonst könnte man nie ein Album veröffentlichen, weil immer irgendwo auf der Welt gerade ein Feiertag ist.

Wo sind deine Gedanken mit DOOL zurzeit? Welche Bandaktivitäten könnt ihr wahrnehmen? Konzerte und persönliche Interviews fallen ja aus.

Ryanne van Dorst: Wir arbeiten konzentriert an einer neuen Tourplanung. Ansonsten können wir tatsächlich nicht viel tun, da die Bandmitglieder alle verstreut voneinander wohnen und es momentan unverantwortlich wäre, für Konzerte herumzureisen. Und weil wir die nächsten Monate nicht live spielen werden, gibt es auch keinen Grund, gemeinsam zu proben. Wir sprechen häufig miteinander und kümmern uns nebenbei um den Versand von Merch. Um Musik geht es momentan tatsächlich leider kaum, was schade ist. Aber so ist es eben nunmal.

Nutzt du die freie Zeit momentan vielleicht, um an neuer Musik zu arbeiten?

Ryanne van Dorst: Nein. Ich fühle mich durch die derzeitige Situation überhaupt nicht inspiriert, um ehrlich zu sein. Mich inspirieren neue Erfahrungen, Herausforderungen, Reisen, spannende Begegnungen. Aber momentan sitze ich nur zuhause. Darüber möchte ich mich aber gar nicht beklagen, denn ich bin gerne in meinen eigenen vier Wänden - es inspiriert mich nur nicht zu neuer Musik. Dafür konzentriere ich mich gerade eher auf andere Tätigkeiten wie Kochen. Ich mache mittlerweile auch ein paar echt fiese Cocktails und entdecke gerade ganz neue Facetten meiner Persönlichkeit. Bisher war ich Biertrinkerin, jetzt bin ich auch Cocktail-Mixerin (lacht).

Momentan gibt es ja auch den Trend, dass Musiker zuhause performen, sich dabei aufnehmen und das ins Internet stellen. Wäre das auch etwas für DOOL?

Ryanne van Dorst: Nein. Ein akustisches Set wäre sicherlich cool. Aber wenn wir wieder live auftreten, wollen wir das Publikum überwältigen und nicht von der Couch aus unterhalten. Wir sind eine Live-Band, die eine Verbindung mit ihrem Publikum spüren möchte. Das funktioniert beim Streaming nicht.

Du hast an anderer Stelle einmal erwähnt, dass ALICE IN CHAINS und NIRVANA zu deinen Lieblingsbands gehören. Sie haben in den 1990ern großartige Unplugged-Alben aufgenommen. Wäre das in einer solchen intimen Umgebung zum Beispiel mit Kerzen vor Publikum etwas für DOOL?

Ryanne van Dorst: Ja, ich glaube, dass das sehr gut zu uns passen würde. Wenn wir so etwas tun würden, dann an einer speziellen Location, mit Gastmusikern und in normalen Zeiten. Momentan sind uns leider wegen Corona die Hände gebunden, einen solchen Event auf die Beine zu stellen.

Was glaubst du, wie sich das Musik-Business, Touring und Live-Gigs durch Corona verändern werden? Wird es so werden wie vor Februar/März 2020?

Ryanne van Dorst: Ich weiß es nicht. Es ist momentan einfach total verrückt. Es wäre schön, wenn wieder Festivals stattfinden könnten - nach der Beendigung des Social Distancings. Lass uns hoffen, dass die Infrastruktur zum Veranstalten von Konzerten noch bestehen wird. Aber wir alle, auch außerhalb des Musik-Businesses, sind derzeit Gefangene des Lockdowns.

Hast du schon eine Ahnung davon, ob eure verschobene Tour eher im Herbst, Winter oder kommendes Jahr stattfinden kann?

Ryanne van Dorst: Ich habe keine Ahnung. Wir arbeiten gerade daran und es könnte 2021 werden. Wir müssen Geduld haben, da eine Menge Clubs derzeit von Schließung bedroht sind und überhaupt nicht wissen, ob sie jemals wieder öffnen werden, weil sie möglicherweise die Krise nicht überstehen. Sie versuchen gerade zu überleben und wir hoffen das Beste für sie.

Ich habe mal gelesen, dass Künstler in Schweden vom Staat unterstützt werden, wenn sie mittellos werden. Gibt es in Holland ein vergleichbares System?

Ryanne van Dorst: Ja, wenn man als Einzelunternehmer registriert ist, kann man staatliche Hilfe beantragen, sobald man in wirtschaftliche Not gerät. In Deutschland habt ihr gerade auch ein ähnliches Programm, habe ich gehört.

Das bedeutet, dass du und deine Bandkollegen vor Insolvenz geschützt seid und wir uns keine Sorgen um Euch machen müssen?

Ryanne van Dorst: Ich glaube, wir werden es nicht so weit kommen lassen. DOOL ist nicht dafür da, um uns zu ernähren. Wir alle haben Rechnungen zu bezahlen, was wir abseits der Band mit Jobs erwirtschaften. Dass die Tour nun ins Wasser fällt, ist natürlich Mist und bedeutet dennoch Kosten für uns. Aber glücklicherweise können wir diese finanziellen Verluste mit staatlicher Unterstützung kompensieren. Ich denke, wir sind sicher soweit, aber wenn der Lockdown noch längere Zeit anhalten würde, bekämen auch wir irgendwann einmal Schwierigkeiten. Aber das würde jedem anderen so ergehen, wir sind da kein Sonderfall.

Ein paar Fragen zu "Summerland". Wann hast du mit dem Songwriting dafür angefangen. Du hast zuvor gesagt, dass du für's Schreiben spezielle Inspiration benötigst. Welche war das?

Ryanne van Dorst: Ideen habe ich immer, selbst momentan in dieser Quarantäne-Situation. Nur muss ich mir wirklich die Zeit hierfür nehmen und mich selbst freiwillig isolieren, nicht so wie das im Moment abläuft (lacht). Ich stelle eine emotionale Verbindung zu meinen Ideen her, sammle sie und versuche einen roten Faden aufzubauen. Die Ideen für "Summerland" kamen mir über einen Zeitraum von circa eineinhalb Jahren. Anschließend habe ich sie in den folgenden beiden Monaten vollendet und so entstand letzten Sommer dieses Album.

Hast du dabei irgendwelchen Druck verspürt "Here Now, There Then", das 2017 für ein Debüt richtig einschlug, qualitativ wiederholen zu müssen?

Ryanne van Dorst: Nein, viele Menschen fragen mich das, weil es vorab einen großen Hype um dieses zweite Album gab. Ich war als Künstlerin noch nie so zuversichtlich wie mit "Summerland", da ich spüre, dass es das Beste ist, was ich bisher geschrieben habe. Ich bin unheimlich stolz darauf. Es ist so ein einnehmendes und experimentelles Album, das nicht so eindeutig auf den Punkt kommt wie "Here Now, There Then".

Ich muss gestehen, dass ich es liebe. Für mich ein astreines Zehn-Punkte-Album und das beste Album überhaupt - seit eurem Debüt. Wir könnten stundenlang miteinander über die Texte und Musik sprechen.

Ryanne van Dorst: Danke dir, das ist großartig zu hören (lacht hörbar geschmeichelt).

Kommen wir zum Artwork. Das schlafende/tote Pferd auf dem Cover von "Here Now, There Then" berührt mich und erzeugt aus irgendeinem Grund ein tiefes Mitgefühl in mir. "Summerland" wühlt mich auf. Dieses Schloss hinter dem Rauch oder den Wolken, in diesem alles umhüllenden Rot. Was empfindest du, wenn du dieses Bild betrachtest?

Ryanne van Dorst: Das Bild stammt von Nona Limmen, einer extrem talentierten Freundin von uns. Sie hat die Gabe, mit Fotos Atmosphäre zu erzeugen. Ich erzählte ihr von den Themen auf dem Album, und das ist, was sie daraus bildlich geschaffen hat. Es geht um die Existenz im Jenseits, bezieht sich auf das Buch "What Dreams May Come" von Richard Matheson, das auch unter dem Titel "Hinter Dem Horizont" verfilmt wurde. Diese Traumlandschaft, romantisch, gefährlich, warm - das soll exakt unsere Musik widerspiegeln.

Ich verstehe, was du meinst. Für mich ist es auch ein "rotes" Album.

Ryanne van Dorst: Und man kann diese allgegenwärtige Melancholie förmlich sehen, durchzogen von einer Spannung und einer Art von Verdammnis. Ja, das ist "rot". Das ist "Summerland".

Mir ist eine zufällige Gemeinsamkeit von DOOL und MÖTLEY CRÜE aufgefallen. Beide Bands haben auf jedem Release ein anderes Bandlogo. Wie kommt's?

Ryanne van Dorst: (denkt kurz nach) Äh, ich glaube wir haben "unser" Logo noch nicht gefunden. So einfach ist es wohl. Wir haben ein paar Sachen ausprobiert, aber ist es am Ende wirklich wichtig? Das Logo für "Summerland" sieht fast aus wie ein Filmplakat. Es muss eben zum Artwork passen und funktioniert momentan. Interessant, du bist die erste Person, die mir überhaupt diese Frage stellt.

Mir kam der Gedanke auch, weil ich ein großer Anhänger von TYPE O NEGATIVE bin, du glaube ich auch, und sie sind die "grüne" Band deren Artworks und das Logo, trotz unterschiedlicher Motive, stets einen hohen Wiedererkennungswert erzeugen. Auch METALLICA haben ja, bis auf wenige Ausnahmen, ein ikonisches Logo. Andere Bands ändern es immer wieder.

Ryanne van Dorst: Wenn wir irgendwann ein Logo finden, das bei uns einen "Aha"-Effekt auslöst, werden wir es vielleicht behalten.

Ich mag auch sehr diese elektrisierende Dynamik in euren Songs, zum Beispiel in 'Wolf Moon' oder 'Dust & Shadow', wenn sie ab dem Mittelteil nochmal einen Drive erfahren. Setzt ihr das bewusst als Stilmittel ein?

Ryanne van Dorst: Ja, klar. Ich spüre beim Schreiben, wenn ein Song nochmal einen Push oder eine Wendung benötigt. Dieses Spiel mit Lautstärke, hellen und dunklen Melodien macht DOOL zu einem gewissen Teil auch aus. Ein Songpart kann ganz gemächlich sein und nur zwei Sekunden später fährt eine melodische Gitarre förmlich quer durch den Song. Der Hörer möchte ja auch überrascht werden. Es gibt Songs, die in einem Groove verbleiben und einen gewissen Vibe ausstrahlen. Doch die meisten Songs verlangen förmlich nach unvorhersehbaren Elementen.

Während ich mich auf dieses Interview vorbereitete, habe ich mir eine Aufzeichnung eures Gigs auf dem Rock Hard Festival 2018 angesehen. Ich war überrascht, dass ihr selbst in epischeren Songs wie 'Vantablack' wild headbangt und auf der Bühne eine immense Energie ausstrahlt. Was fühlst du dort oben, was machen diese Songs live mit dir?

Ryanne van Dorst: Was wir als Band erreichen wollen, ist live eine Verbindung miteinander herzustellen. Wir machen Musik aus Leidenschaft und spüren eine Art von Ekstase und große Emotionalität, wenn wir auf der Bühne eins mit der Musik und dem Publikum werden. Das ist sehr wichtig für uns. Wir können selbst zwei Minuten vor einem Gig miteinander lachen und Blödsinn machen. Aber in dem Moment, wenn wir die Bühne betreten, legt sich bei uns ein Schalter um und wir sind DOOL.

Eine Frage als Fan, der Patches sammelt: Wird es bei den Konzerten am Merch-Stand DOOL-Patches geben? In eurem Online-Shop sind leider keine verfügbar.

Ryanne van Dorst: Ja, ich glaube es wird welche geben. Zumindest Back-Patches. Wegen Corona können wir momentan wohl leider keine neuen herstellen lassen und es wäre finanziell gerade auch zu riskant für uns. Aber für die Tour werden wir wieder welche haben.

Letzte Frage von mir: Lass uns den imaginären Vorspulknopf drücken und im Jahr 2023/24 landen. Was würdest du gerne in den Reviews zu euerm dritten Album lesen?

Ryanne van Dorst: Oh, das weiß ich wirklich noch nicht (wir beide lachen). Für mich als Künstlerin ist es wichtig, mich immer zu verändern und nicht dasselbe Album zweimal hintereinander zu machen. Es muss einfach interessant für uns und unsere Fans bleiben. Wir werden uns als Band und Menschen in den kommenden Jahren weiterentwickeln, was man dann auch auf dem kommenden Album hören wird.

Danke für das Interview, bleib bitte gesund. Die letzten Worte gehören dir, Ryanne.

Ryanne van Dorst: Daniel, danke für deine netten Worte und abwechslungsreichen Fragen. Ich hoffe, dass alle, die ein Ticket für unsere Tour gekauft haben, uns bei den Nachholterminen sehen können. Das wäre verdammt cool.

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