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Interview mit Nicolas von Invictus

Ein Interview von des vom 04.02.2020 (1722 mal gelesen)
INVICTUS lassen mit "Eden" aufhorchen: Purer Metal, mal speedy, der Metal im Stile unserer Helden wie HELLOWEEN und GAMMA RAY so richtig traditionell abfeiert. Sänger Nicolas Peter stand uns bereitwillig Rede und Antwort zur Platte und der turbulenten Bandgeschichte

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Das neue Album "Eden" hat mich kalt erwischt, es gab sehr gute 8,5 Punkte, tolle Scheibe. Wie sind die Reaktionen auf das Album generell?

Nicolas: Freut uns, dass es dir gefallen hat! Die meisten Reaktionen sind bis jetzt so in diesem Bereich angesiedelt, was uns durchaus sehr stolz macht. Was uns natürlich von einigen Rezensenten vorgeworfen wird, ist fehlende Originalität. Ich kann den Punkt verstehen, aber es kann halt auch nicht jede Band das Rad neu erfinden, für uns ist das alles eher eine Hommage an unsere Helden.

Habt Ihr mit "Eden" ein Konzept verfolgt oder rockt ihr einfach drauf los?

Nicolas: Ein Konzeptalbum ist "Eden" nicht geworden, das Album ist ganz klassisch eine Kollektion von mehr oder weniger unzusammenhängenden Songs, allerdings hat uns das lyrische Konzept des Songs 'The Garden Of Eden' am besten gefallen, daher auch Titel und Cover. Wobei ein Konzeptalbum in ferner Zukunft durchaus möglich ist, einige in der Band wären da ziemlich motiviert!

Offensichtlich orientiert Ihr Euch am 80er Heavy(Speed)-Metal. Wie und wann kamst Du das erste Mal mit Heavy Metal in Kontakt?

Nicolas: Für mich war es damals mit 13 "Kill 'Em All" von METALLICA, das mich vollkommen umgehauem hat. Unser Bassist Fabi hat mir zwar von Anfang an HELLOWEEN und Konsorten empfohlen, da mich damals aber hauptsächlich Thrash interessierte, brauchte ich den Umweg von MAIDEN zu QUEENSRYCHE - "Operation Mindcrime" ist und bleibt das beste Metal-Konzeptalbum aller Zeiten! - dann BLIND GUARDIAN und dann bei HELLOWEEN, die ja mit den größten Einfluss auf den Sound von INVICTUS haben.

Wie kam es zur Bandgründung? Beziehungsweise was ist die Geschichte hinter INVICTUS?

Nicolas: Unser Bassist Fabi hat im zarten Alter von 13 im Jahre 2010 mit unserem Drummer Dave INVICTUS gegründet; die haben dann zusammen einen ganzen Haufen Musiker zusammen ausprobiert, bis 2012 dann meine Wenigkeit als Sänger und Gitarrist dazu stieß. Wir haben das dann ungefähr ein Jahr lang durchgezogen, uns dann aufgelöst. 2014 etwa haben Fabi und ich dann angefangen, wieder Demos zu machen und andere Drummer, Leadgitarristen und auch Sänger auszutesten, da ich mit meiner Doppelrolle unzufrieden war und auch wenig Vertrauen in mich als Sänger hatte. Aber auch da war dann Anfang 2016 die Luft einfach raus. Fabi und Dave haben dann mit unserem damaligen Sänger Larry und unserem jetzigen Gitarristen Fabio dann noch eine Band gemacht, die ungefähr ein Jahr bestand hatte, soweit ich weiß. Als die Band dann auch wieder in die Brüche ging, wollten wir die Band dann eigentlich nur für nen One-Off-Gig beim BDJ-Contest Augsburg zusammen mit ein paar Freunden reformieren. Der wurde dann allerdings abgesagt, da wir aber dann mit Fabio als neuem Gitarristen sehr viel Spaß hatten, wollten wir das diesmal einfach richtig angehen und auch regelmäßig auftreten. Nach unserem ersten Gig kam dann auch noch der Andi von AVATOR als zweiter Gitarrist dazu, der jetzt bis vor circa einem halben Jahr mit dabei war. Neuestes Mitglied ist jetzt der Alex an der Gitarre, der nach der Auflösung seiner Hauptband TOXIC WALTZ auf der Suche nach was Neuem war, und das hat dann einfach auf allen Ebenen gepasst mit ihm. Man muss dazu sagen, dass die heutigen Invictus recht wenig mit denen von 2010 zu tun haben. Außer der "Kernbesetzung" (Fabi/Dave/Nico) und zwei Songs ist aus der Frühphase recht wenig übriggeblieben.

Ich kann mir vorstellen, dass bei fünf Bandmitgliedern schon mal Geschmacksdiskussionen aufkommen. Wie bringt man fünf Charaktere unter einen künstlerischen Hut? Wer setzt sich durch?

Nicolas: Klar, vor allem da wir doch nicht alle aus der selben Ecke kommen. Von Thrash/Death bis modernem Melodic Rock ist so ziemlich alles vertreten, dennoch ist uns allen eigentlich die Stoßrichtung klar. Wir diskutieren über jeden Vorschlag und entscheiden dann, ob er zur Band passt oder nicht. Das ist manchmal schmerzhaft, aber wohl auch der beste Weg für die Band.

Was ist Dein Lieblingssong auf "Eden" und wieso? Meiner ist 'The Hammer' oder doch 'Through The Storm'....Hast Du lieber speedy Nummern oder Midtempo-Stampfer?

Nicolas: Also bei 'Inside Your Head' und 'Burning Empire' bin ich persönlich recht stolz, es geschafft zu haben aus zwei Refrains, die mir seit Monaten im Kopf rumgespukt sind, anständige Songs zu basteln. Einen wirklichen Lieblingssong hab ich allerdings nicht, um da was sagen zu können, brauche ich erst mal noch ein paar Monate Abstand.

Wie habt Ihr diesen tollen puristischen und doch fetten Sound hinbekommen?

Nicolas: Sergej und Consti von den Walzwerkstudios haben uns dabei extrem geholfen. Die haben eine ähnliche Philosophie verfolgt wie wir, so wenig digitale Manipulation wie möglich - sprich Autotune, Drum Editing und so weiter - echte Amps, echte Drumsounds et cetera. Ganz ohne sind wir aufgrund der Kürze der Zeit leider nicht ausgekommen, aber 95 % des Albums sind doch "echt".

Der einzige Song, der mir nicht so gut gefällt, ist das behäbigere 'Burning Empire'. Was war die Intention dahinter?

Nicolas: Wie gesagt, ein Refrain, der mir seit Ewigkeiten im Kopf rumspukt, im Endeffekt war das mein Versuch eines QUEENSRYCHE-Tributes. Aufgefallen ist das bisher zwar niemandem, aber ich verstehe schon, dass der Song – besonders im Vergleich zu dem sonst recht schnellen und kurzen Material auf dem Rest der Platte – schwerfällig und unzugänglich erscheint. Trotzdem meiner Meinung nach ein guter Song!

Wird die Welt noch lange stehen?

Nicolas: Beunruhigt ist man beim Blick in den Fernseher schon etwas, aber ändern kann man daran eh wenig, also macht es meiner Meinung auch wenig Sinn, sich deswegen verrückt zu machen. ,

Was ist Dir lieber, Konzert oder Studio?

Nicolas: Beides hat seine tollen Seiten. Im Studio kann man ungehemmt kreativ sein, ohne sich Gedanken um die Live-Umsetzbarkeit machen zu müssen. Ekelig wird es dann nur, wenn man unter Zeitdruck steht, da macht das nicht mehr so viel Spaß. Live haben wir eine ähnliche Dichotomie, zwar steht man da immer unter Druck, just in diesem Moment abliefern zu müssen, dafür besteht da auch ein ganz anderes Maß an Energie und Interaktion.

Danke für das Interview und viel Erfolg mit "Eden". Die letzten Worte gehören Dir:

Nicolas: Ich möchte mich bim Namen der Band bei allen bedanken, die uns bisher unterstützt haben und auch in Zukunft unterstützen werden, die letzten drei Jahre mit Invictus haben einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht!

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