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Interview mit Morgan von Marduk

Ein Interview von T.Roxx vom 31.12.2018 (2378 mal gelesen)
Es war ein nasskalter Abend am 13.12.2018, als ich Morgan (Gitarre) von MARDUK im Band-Nightliner traf, um mit ihm über alles Mögliche zu sprechen.

Nachdem Morgan feststellte, dass ich aus Köln komme, haben wir zuerst über die Unsitte philosophiert, Städtenamen auf Englisch ausdrücken zu müssen (Köln vs. Cologne; Skandinavier können mit "Köln" mehr anfangen als mit dem englischen Namen) und gleich darauf Erinnerungen über den ersten MARDUK-Auftritt in Köln ausgetauscht, der auch gleichzeitig mein erstes Black Metal-Konzert war. Dementsprechend herrschte von Beginn an gleich eine entspannte Gesprächsatmosphäre für meine Fragen. Das folgende Interview entwickelte sich auch mehr zu einem Gespräch, als zu einem bloßen abarbeiten von Fragen.

Der Abschluss eines für MARDUK sehr erfolgreichen Jahres steht bevor. Welchen Stellenwert hat 2018 in der 28-jährigen Bandgeschichte?

Morgan: Ich denke, dass es ein sehr wichtiges Jahr ist. Wir gehen jetzt ins 29. Jahr und ich bin sehr stolz auf unsere Geschichte und alles was wir bisher erreicht haben. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Du niemals stärker als mit dem aktuellsten Album bist und genau das versuchen wir, zu leben. Ich meine, es ist zwischen den letzten Alben immer viel Zeit vergangen, weil wir sehr viel getourt sind und das ist auch das, was wir gerade aktuell machen. Wir haben das Album im März diesen Jahres vollendet, aber das Label brauchte noch etwas Zeit für die Veröffentlichung. Das Album kam dann im Juni raus, unsere Tour begann aber schon vorher: Anfang Mai diesen Jahres sind wir zu einer Europa-Tour aufgebrochen, dann haben wir eine Menge Sommer-Festivals gespielt, danach sind wir in Südamerika getourt. Danach ging es direkt nach Japan. Danach waren wir für zwei Tage zuhause und dann ging es wieder die aktuelle 3-wöchige Europatour, die wir mit einer Show in unserer Heimatstadt Nörköpping beenden werden - damit werden wir dann dieses Jahr beenden. Es ist ein großartiges Jahr, um unser 14. Studioalbum rauszubringen und raus in die Welt zu ziehen, um es zu promoten. Das ist das Beste, was Du tun kannst.

Ich sehe schon, ihr seid sehr beschäftigt ...

Morgan: Auf jeden Fall. Wir haben auch schon große Pläne für nächstes Jahr, die noch angekündigt werden: Unter anderem werden wir im März einige ausgewählte Gigs in Russland spielen.

Wart ihr schonmal in Russland?

Morgan: Ja, wir waren schon drei- oder viermal drüben - wir haben in so vielen verschiedenen Orten in Russland gespielt, in Sibirien, an der Grenze zu China ...

Das klingt ja, als wäre da die Welt zu Ende?

Morgan: (lacht) Das ist fantastisch, so großartig! Es ist irgendwie befriedigend, in solchen Regionen zu spielen, wo andere Bands nicht spielen. Das ist eine großartige Erfahrung, wenn Du eine Weltkarte an der Wand hast, in der Du einzeichnen kannst, wo Du schon überall warst. Für mich ist es immer eine Herausforderung, so viele Orte wie möglich mit dem zu erreichen, woran wir glauben.

Ihr habt aber auch in einigen Ländern einige Schwierigkeiten - zum Beispiel in Guatemala, richtig?

Morgan: Oh ja, wir haben religiös bedingte Probleme, die wir seit 1991 oder 1992 nicht mehr hatten. In Bogota zum Beuspiel mochte der Bürgermeister oder ein anderer ranghoher Politiker nicht, was wir machen und hat versucht, unsere Auftritte in Kolumbien zu verhindern. Am Ende waren wir jedoch siegreich und haben unsere Konzerte gespielt.

"Siegreich" ist ein schönes Stichwort: Bist Du zufrieden mit "Viktoria" und den Reaktionen von Presse und Fans darauf?

Morgan: Ja, ich glaube, die Reaktionen waren im Großen und Ganzen sehr positiv. Natürlich schreibst Du ein Album in erster Linie, um Dich selbst zufriedenzustellen. Aber darüber hinaus ist es natürlich wichtig, was die Fans davon halten. Natürlich sind auch die Reaktionen der Medien interessant, aber viel wichtiger sind die Reaktionen der Menschen in aller Welt, die wir mit unseren Alben erreichen wollen.

Wie ist das aktuelle Album entstanden? Waren schon alle Songs fertig komponiert, als ihr ins Studio gegangen seid? Wie lief der Songwriting-Prozess ab?

Morgan: Mehr oder weniger. Ich meine, wir touren sehr viel. Nach so einer Tour kommen wir irgendwann wieder mit den Ideen zusammen, die wir haben: Dies können komplette Songs ein, ein paar Ideen zu einem Riff, usw. Wir nehmen uns die Zeit, alle Ideen passend zu Songs weiterzuentwickeln und in Verbindung mit den Lyrics zu bringen. Ich bin der Meinung, ein Song ist nicht nur die Musik; ich kenne Bands, die erstmal die Musik für ein komplettes Album aufnehmen, dann ein paar Texte dazu schreiben und diese dann auf die Songs des Albums zu singen. Wir arbeiten hart daran, die richtigen Lyrics zu dem richtigen Song zu schreiben, um damit Dynamik zu erschaffen. Die Texte sollen den Spirit der Musik reflektieren die Texte sollen einfach eine hart zuschlagende Macht sein, egal wovon sie handeln.

Das führt mich zur nächsten Frage: Ich denke, die Songs auf "Viktoria" sind sehr dynamisch - seit "Frontschwein" hat euer Sound eine Art Evolution durchgemacht, "Viktoria" enthält nicht nur schnelle Songs ...

Morgan: Ja, meine persönliche Meinung ist, dass "Viktoria" ein sehr einfaches Album ist, sehr basisch: nur Schlagzeug, Gitarre, Bass und Vocals - die Songs gehen direkt nach vorn, voll auf die Zwölf! Sehr einfache Songs, die Dir ohne viel Firlefanz direkt ins Gesicht schlagen! Manchmal werden Dinge komplizierter gemacht, als sie sein müssen. Vielleicht machen wir in Zukunft mal wieder technischere Songs, aber es ist nicht wichtig für mich, technischer zu sein oder 20 Riffs in einem Song zu haben. Mir ist wichtiger, eine Vision zu erschaffen. Wenn ich Musik höre, dann mag ich Sachen, die mich gefangen nehmen, die eine vollkommene Vision in meinem Verstand erschaffen - so, dass Du fühlst, dass die Leute, die die diese Musik erschaffen haben, wirklich dahinter stehen. Verstehst Du, was ich meine? Der eine kann Sachen mit zwei Riffs ausdrücken und der andere mit 24 Riffs, das spielt überhaupt keine Rolle. Du musst nur auf Deine Art etwas Einzigartiges kreieren.

"Viktoria" enthält einen ziemlichen Groove und catchy Riffs und Melodien, die sich im Ohr festsetzen.

Morgan: Ja, der erste Song, den wir aus dem Album veröffentlichten war "Werwolf". Da sagten viele, dass wir unseren Sound verändert haben! Das ist der Song, der sich am meisten vom Rest des Albums unterscheidet, er hat so ein Punk-Feeling und wir fanden es sehr interessant, diesen Song als ersten Song zu veröffentlichen - einfach, um die Leute ein bisschen zu schocken.

Ja, mir erging es ähnlich, als ich die Promo von Century Media das erste Mal gehört habe: 'Werwolf' hat mich komplett überrascht!

Morgan: Ja, genauso war es beabsichtigt. Allerdings repräsentiert der Song nicht das komplette Album - allerdings ist er der Song, der sich am meisten vom Rest unterscheidet.

"Viktoria" setzt das Konzept von "Frontschwein" sowohl lyrisch als auch musikalisch fort ...

Morgan: Ja, in gewisser Weise schon. Ich meine, klar, auch auf "Frontschwein" wird das Thema des 2. Weltkrieges behandelt. Wir hatten für "Viktoria" mehrere Themen zur Auswahl: ein anderes historisches Thema, ein religiöses Thema - was mehr in die Black Metal-Richtung geht und eben die Fortsetzung des Weltkriegs-Themas. Wir hatten nach "Frontschwein" noch so viele Ideen übrig, die wir nicht verwendet haben. Da hat es sich einfach natürlich angefühlt, diese Ideen jetzt umzusetzen, bevor wir uns erst einem anderen Thema widmen. Von daher sind beide Alben thematisch aus dem gleichen Holz geschnitzt. Musikalisch ist "Viktoria" schon ein bisschen anders aber unter dem Strich ist da schon eine Ähnlichkeit.

Wird das Konzept auch auf dem nächsten Album fortgesetzt?

Morgan: Nein, wir haben diesbezüglich jetzt viel gemacht - auf zwei Alben in Folge. Möglicherweise werden wir das Thema in Zukunft nochmal aufgreifen. Das nächste Album wird sich mit einem anderen Thema beschäftigen. Allerdings müssen wir ja erstmal noch weiter für dieses Album touren, wir haben da noch einiges auf dem Zettel.

"Touring" ist ein weiteres Stichwort: MARDUK ist auch für lange Tourneen bekannt. Was war die längste Tour, die Du jemals gemacht hast?

Morgan: Ich habe keine Ahnung; wir haben ja auch zwischen den einzelnen Legs einer Tour immer ein bisschen Pause - es ist also nicht so, als wenn wir jeden Tag ohne Unterlass unterwegs wären. Es ist also nicht so stressig, wie es sich vielleicht anhört.

Denkst Du, dass diese Tour vielleicht zur längsten Tour werden könnte?

Morgan: Ich weiß es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, weil ich das Ende noch nicht sehen kann. Wir haben Europa gespielt, dann kamen die Sommerfestivals, dann Südamerika, dann Japan, jetzt sind wir nochmal in Europa, dann in unsere Heimatstadt. Nächsten Frühling geht es nach Russland und dann werden wir nochmal im April/Mai nach Europa zurückkommen - nach Mittel- und Osteuropa. Danach kommt der iberische Part der Tour: Portugal, Spanien und so weiter. Enden wird das Ganze in Holland und dann stehen schon wieder Sommerfestivals an; wir sind auch nächstes Jahr auf ein paar Sommerfestivals gebucht. Und im Herbst 2019 werden wir entweder in die USA oder nach Asien gehen - das weiß ich aber noch nicht genau.

Ihr solltet euch auch mal Ferien gönnen ...

Morgan: (lacht) Ja, Ferien sind für mich, wenn ich zuhause bin.

Ist euch auf Tour schonmal Equipment gestohlen worden und wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen?

Morgan: Zum Glück ist das bisher nicht passiert. Ich habe schon einige persönliche Kleidungsstücke verloren, was aber vermutlich meine eigene Schuld gewesen ist. Weißt Du, wenn Du so lange unterwegs bist, dann hast Du so etwas wie eine "magische" Verbindung zu persönlichen Gegenständen: sei es ein spezielles Shirt, ein spezieller Gürtel oder sonst was. Ah, Moment: Im Jahr 1996 wurde mir in der Schweiz eine Gitarre gestohlen. Das Schlimmste daran war für mich nicht, dass die Gitarre gestohlen wurde - obwohl die Gitarre schon teuer war, sondern, dass an der Gitarre auch der Gitarrengurt befestigt war, den ich bereits seit 1991 besaß; als hatte ich ihn quasi schon, als MARDUK starteten. Dementsprechend sind mit diesem Gurt viele Erinnerungen verbunden und ich vermisse ihn immer noch sehr, er bedeutet mir sehr viel. Diese Erinnerungen bedeuten mir mehr als eine teure Gitarre.

Du hast auf vielen großen Festivals überall auf der Welt gespielt. Hast Du persönlich ein Lieblings-Festival und wenn ja, welches ist es?

Morgan: Es gibt viele Festivals, die ich großartig finde und einige, die ich nicht so gern mag. Das Festival, was ich wirklich gern mag, weil dort eigentlich meistens alles - angefangen von den Bands, über Organisation, Fans und Größe - passt, ist das Party. San Open Air in Schlotheim. Es hat die perfekte Größe mit ca. 8.000 Zuschauern. Das Festival verfügt über ein großartiges Areal und Leute, die wirklich hinter dem stehen, was sie da tun. Ja, ich glaube, das ist mein Lieblingsfestival. Wir haben da glaube ich insgesamt vier Mal gespielt und es ist uns immer ein Vergnügen, dort zu spielen.

Ich denke auch, dass das Party.San ziemlich perfekt ist. Die Karten sind nicht zu teuer, die Essensauswahl auf dem Gelände stimmt und die Verpflegung ist einigermaßen preiswert.

Morgan: Ja, da sind von den Organisatoren bis hin zu den Fans nur Leute, die auf diese Art von Musik stehen. Größere Festivals sind meist schon ausverkauft, bevor irgendwelche Bands bekanntgegeben wurden - das ist dann schon mehr zu so einer Art Happening für Leute geworden, die dahingehen, um dort zu sein - egal, wer da spielt. Auf dem Party.San ist das anders. Das ist das ultimative Festival für mich.

Einige andere Black Metal Bands schreiben und performen die Lyrics in ihrer Muttersprache. Habe ihr mit MARDUK auch mal überlegt, ein Album mit schwedischen Lyrics zu veröffentlichen?

Morgan: Nicht wirklich. Wir hatten Lyrics für eine bisher unveröffentlichte EP, die waren in Schwedisch. Wir haben das Outro unseres ersten Albums auf Schwedisch gemacht. Ich weiß nicht, wir verwenden unterschiedliche Titel und Themen, von lateinischen bis hin zu deutschen Titeln. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, etwas in Schwedisch zu verfassen. Man weiß nie, was die Zukunft bringt, aber bisher ist da nichts geplant. Ich glaube auch, dass sowas im Moment einfach zu oft gemacht wird. Es fühlt sich so an, als würde jeder mittlerweile Lyrics in seiner Muttersprache schreiben. Das erste Mal, als ich sowas hörte und es cool fand, da kam es aus der Tschechischen Republik von einer Band namens MASTERS HAMMER. Die sangen auf tschechisch und das hörte sich für mich so verrückt an - ich habe damals deren Demotape von MAYHEMs Dead bekommen. Damals war das noch was wirklich Spezielles, was Besonderes.

Lass uns mal kurz zurück ins Jahr 1998 gehen. Da habt ihr für ein BATHORY-Tribute-Album den Song 'In Conspiracy With Satan' gecovert. Inwiefern hat die Musik von BATHORY die Entwicklung von MARDUK beeinflusst und hast Du Quorthon je persönlich getroffen?

Morgan: Nein, ich habe Quorthon niemals persönlich getroffen. Aber das wollte ich auch nicht, denn wenn Du jemanden triffst, den Du verehrst, dann kann es das ganze Bild ruinieren, dass Du von dieser Person hast - sofern er sich als kompletter Idiot entpuppt. Deshalb bevorzuge ich es, keine Personen kennenzulernen, die ich verehre. Andreseits hatte ich Glück, dass ich großartige Personen wie zum Beispiel Tom G. Warrior oder Glenn Danzig getroffen habe - wenn sie sich als Arschlöcher entpuppt hätten, hätten sie mein Bild von der jeweiligen Band zerstört. Ich liebe Leute, die dafür einstehen, was sie verkörpern und richtige Künstler sind. Aber natürlich hatten BATHORY einen großen Einfluss auf MARDUK. Wir hatten Album-Titel und Song-Titel, die mit BATHORY in Verbindung standen; in vielen unserer Kompositionen sind kleine, versteckte Hinweise auf BATHORY. Weißt Du, beide Bands kommen aus Schweden und die Macht von BATHORY; sie waren die erste richtige extreme Band. Ich weiß, die Leute sagen: Da waren vorher noch VENOM. Aber BATHORY verhalfen dem Black Metal auf eine andere Ebene - sie erschafften meiner Meinung nach den wirklichen Black Metal. Klar, die Leute können und werden immer darüber diskutieren. BATHORY war natürlich von VENOM inspiriert, aber sie haben das Genre soviel weitergebracht und so viele Musiker inspiriert, diesem Weg zu folgen. Auch waren BATHORY meines Wissens nach die ersten, die dieses Wikinger-Ding gemacht haben. Somit waren BATHORY die Urväter von so vielen Dingen.

Das sehe ich ganz genauso. Ich bin selbst ein totaler BATHORY-Nerd!

Morgan: Ich weiß genau, was Du meinst. Die letzten seiner Alben fand ich nicht so gut - ich habe versucht, sie mir anzuhören. Bis zum "Twilight..."-Album war alles super; die "Nordland"-Alben waren okay, aber nicht mehr der große Wurf. Das "Hammerheart"-Album hasste ich anfangs sogar, als es rauskam!

Wirklich?

Morgan: Ja, ich war so in dem anderen Zeug drin, was er vorher gemacht hat. So ca. ein Jahr lang hasste ich "Hammerheart" wirklich, doch dann begann das Album zu wachsen und ich begann, es zu lieben. Auch unser erstes Album "Dark Endless" hatte dann in einem Chorus eine kleine Verbindung zu BATHORYs "Hammerheart"-Album. Wir haben eigentlich auf jedem Album mal kleinere, mal größere Querverweise auf BATHORY, die die meisten Leute nicht ansatzweise entdeckt haben. Es ist so schwierig für mich, ein Lieblingsalbum von BATHORY zu benennen - sie sind so unterschiedlich und vor allem die ersten Alben haben alle ihre Stärken. Aber vermutlich ist "Under The Sign Of The Black Mark" mein liebstes BATHORY-Album. Ich verbinde damit viele großartige Erinnerungen!

Okay, letzte Frage: Mit dem Song 'Silent Night' enthält "Viktoria" nicht nur eine Art Ballade, sondern auch eine Art Anti-Weihnachtssong. Habt ihr darüber nachgedacht, den Song als Weihnachtssong zu veröffentlichen?

Morgan: (lacht) Nicht wirklich, aber es wäre vielleicht eine gute Idee gewesen, das mit diesem Song zu machen. Wir haben ein spezielles Shirtmotiv für diesen Song, was stark in die Richtung geht. Aber die Thematik des Songs dreht sich um die WW2-Thematik. Weißt Du, worum es in dem Song geht?

Äh, ja, so einigermaßen ...

Morgan: Es geht um die Offensive in den Ardennen im Dezember 1944. Speziell geht es darum, dass 800 Soldaten von ihrem Offizier dadurch dazu ermutigt wurden, ihren Weg zurück zu den eigenen Leuten zu kämpfen, in dem ihnen ein Weihnachtsbaum versprochen wurde - es war natürlich ein Himmelfahrtskommando. 'Silent Night' enthält eine beabsichtigte Ironie.

Genau diese Ironie hatte mich auf die Idee gebracht, dass es eine Art von Provokation wäre, das Lied als Weihnachtssong zu veröffentlichen. Macht es Dir Spaß, wenn die Leute sich durch MARDUK provoziert fühlen?

Morgan: Wir haben schon so oft provoziert, beabsichtigt und auch unbeabsichtigt. Mir ist es egal, was die Leute über uns denken. Mir ist es wichtig, mit unserer Kunst bestimmte Dinge darzustellen. Ich gebe einen Scheiß darauf, ob gewisse Leute ein Problem mit unserer Kunst haben, das ist okay für mich. Nicht jeder muss uns lieben, damit kann ich gut umgehen. Wir sind auch nicht hier für alle. Wir werden immer schreiben und singen, worüber wir wollen. Wenn wir über ein historisches Ereignis schreiben, das vielleicht nicht das schönste Ereignis der Geschichte ist, dann tun wir das. Uns geht es darum, historische Sachen so darzustellen, wie sie sich zugetragen haben. Es wird immer Leute geben, die aus irgendwas ein Problem machen wollen; es interessiert mich einfach nicht.

Danke für das Interview!

Morgan: Ich danke Dir - und viel Spaß gleich bei der Show!

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