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Summer Breeze 2010

Take off: 19.08.2010 - Review (6469 mal gelesen)

Summerbreeze 2010

Intro
Bands

Fazit

Stimmen, Interviews

Intro

So! Das Summer Breeze ist vorbei, die letzten Katerschwaden haben sich verzogen, und man ist inzwischen wieder heil im heimischen Wohnklo angekommen. Das erste was mir recht eindrucksvoll klar wird ist, dass Petrus wohl Metalfan sein muss. Vorher: 2 Wochen Dauerregen, Summer Breeze: 4 Tage super geiles Sommerwetter, nachher: wieder Regen. Ohne Frage das absolute Top des Festivals! Schattenseiten? Ja! zumindest wenn man den größtenteils mittwochs angereisten Metallern glauben darf. Bei der Einweisung in die Campingflächen wurde man wie Vieh in die Flächen gezwängt. Teils wohl auch in einem ziemlich harschen Tonfall, so dass man noch nicht einmal mit den Ordnern reden konnte. Auch deshalb komme ich zu dem Schluss, dass die Anreise donnerstags einige kaum zu übersehende Vorteile bietet. 1. KEIN Anfahrtsstau! (Noch nicht mal an der Schleuse) 2. Entspannte Ordner, die uns hinfahren ließen wo wir wollten. 3. Entlastung des Anreiseverkehrs mittwochs.
[Wulfgar]

Die Anfahrtstaus der letzten Jahre dürften wohl endgültig der Vergangenheit angehören. Mittwochs morgens gegen kurz nach zehn ging es zwar nur schleppend voran, doch meines Wissens nach musste niemand länger als zwei bis drei Stunden warten. Besonders erwähnenswert erscheint mir im Vergleich zum legendären Stau 2008 (ich stand damals 13 Stunden!) die Tatsache, dass die Ampeln aus waren und der Verkehr seitens Feuerwehr und Polizei an den entscheidenden Knotenpunkten geregelt wurde. An den Schleusen wurde man von meist freundlichen Ordnern erwartet und auf Wunsch bekam man auch ein Summer Breeze-Paket mit Mülltüte und Ohrstöpseln mehr als man brauchte. Die Berichte über die Einweisung auf dem Campground fallen dann schon negativer aus. Allein beim Laufen über den Zeltplatz fiel auf, dass besonders auf A,B und C die Leute standen wie die Ölsardinen - auch wenn man nicht frei halten möchte, benötigt man Platz für das Abspannen der Schnüre! Immerhin, das Schleusensystem funktionierte in diesem Jahr vorangegangener Regengüsse zum Trotz, hier hat das Team ganze Arbeit geleistet - das Summer Breeze mit seinen 30.000 Besuchern konnte beginnen!
[Kex]

Bands

MITTWOCH

Rage

Nach dem traditionellen Festival Angrillen inklusive ein paar lecker Kölsch vom Fass ging es spontan zu RAGE, obwohl ich mittwochs eigentlich nur die danach spielenden UNLEASHED sehen wollte. Abgesehen davon, dass das Zelt für eine Band dieser Größenordnung etwas zu klein gewesen ist und ich deswegen fast nix gesehen habe, muss ich doch sagen, dass es überraschend gut war. Der Sound war in Ordnung und obwohl ich solche Musik das letzte Mal vor 10 Jahren gehört habe, hat es mir gut gefallen. Amüsante Ablenkung während des Auftrittes waren die Jungs, die sich auf den blanken Arsch geschlagen haben. Da konnte ich dann auch über das in meinen Augen etwas zu viele Gerede von Peavy hinwegsehen. Ich hatte fast das Gefühl, dass er sich Joey deMaio als Vorbild genommen hatte.
[Mörser]

Was erwartet einen bei der Nuclearblast-Labelnacht? Genau, ein absolut überfülltes Zelt, bei dem bereits weit vor dem Soundcheck lediglich Plätze außerhalb der Außenwand des Partyzeltes zu bekommen waren. Die Stimmung als bombig zu bezeichnen ist sicherlich nicht untertrieben. Zwar habe ich die Herren schon mehrfach gesehen und habe mich auf einen soliden Standardgig eingestellt, doch erwartet habe ich das dann nicht: Das Orchester aus der Dose fällt aus und der Schaden lässt sich nicht beheben. Grandios Freunde! Die Setlist musste spontan umgeschmissen werden, doch genau hier zeigt sich die Größe von Peavy und seinen Mannen. RAGE rockten das Zelt mit einigen Gassenhauern wie 'War of Worlds' und 'Carved in Stone' und trotz Verzögerungen wegen ungeplanter Absprachen auf der Bühne, was man denn jetzt spiele, ließ die gute Stimmung nicht nach. 'Higher Than The Sky' hätte nicht unbedingt auf zehn Minuten ausgedehnt werden müssen, aber was soll's. Das Publikum hatte Spaß, ich auch und so viel Souveränität muss trotz hoffnungslosem Gequetsche belohnt werden.
[Kex]

Unleashed

Danach kamen dann die von mir heiß erwarteten UNLESHED. Das Zelt leerte sich merklich und voller Vorfreude harrte ich der Dinge. Und dann die Enttäuschung. Der anscheinend taube Soundmann bekam nur ein Bassgedröhne hin, dass fast den Drone-Göttern von SUNN O))) zu Ehren gereicht hätte. Dazu kam dann noch die viel zu laute Mucke von der Camel-Stage und ein ansonsten gutes Konzert war damit für mich ruiniert.
[Mörser]

Equilibrium

Da eine Freundin unbedingt EQUILIBRIUM sehen wollte, tat ich mir dann die Bayern an. Und wie erwartet wurde das Konzert für mich zur Qual. Für mich ist diese Gute-Laune-Musik kein Metal. Für mich ist Pagan/Viking Metal eher so was wie MITHOTYN, ENSLAVED oder auch die vorher aufspielenden UNLEASHED. Den Anderen schien es aber zu gefallen. Wie schon bei RAGE war das Zelt zu klein, aber die Massen gingen gut mit und kamen nach dem Konzert zumeist mit einem fröhlichen Gesicht aus dem Zelt heraus. Für die Zielgruppe also ein rundum gelungenes Konzert, für mich aber nicht.
[Mörser]

Anotations of an Autopsy

Nach EQUILIBRIUM leerte sich das Zelt dann ziemlich radikal. Brutaler Death-Core/-Metal ist anscheinend nicht ganz so beliebt, obwohl Death-Core genauso wie Pagan Metal doch im Trend liegt. Aber von der ersten Sekunde an zeigte sich, dass es keine ganz so schlechte Idee war das Zelt zu verlassen. Der Lautstärkeregler wurde bis auf Anschlag geschoben und pustete mich quasi direkt aus dem Zelt. Das an sich durchaus nicht anspruchlose Gekloppe hörte sich bei dieser unmenschlichen Lautstärke nur noch absolut eintönig an und der Gesang tat mir in den Ohren weh. Fast so schlimm wie Dani Filth's Live-Gekreische.
[Mörser]

Milking the Goat Machine

Und wenn man dann schon mal da ist, kann man sich auch noch die Ziegen vom Planeten GoatEborg ansehen. Abgesehen von ihren Ziegenmasken und ihrem singenden Drummer boten sie netten Grind, der aber leider noch nicht mit Größen wie NASUM oder ROTTEN SOUND mithalten kann. Also hieß es für nach drei Songs ab ins Zelt um wenigstens ein bisschen schlafen zu können.
[Mörser]

DONNERSTAG

New Blood Award

Hmja, was ist das denn? Groß angekündigt als die Zeremonie mit der die Sieger des Bandcontests vom Vortag geehrt werden und dann so was. Lag es an der frühen Uhrzeit oder doch mehr daran, dass die Ausrichtenden diesem Preis weniger Bedeutung beimessen als angekündigt? Liebe Leute, wenn das DER Newcomer-Award schlechthin werden soll, müsst ihr euch etwas mehr ins Zeug legen. Zehn Minuten waren offiziell für die Verleihung anberaumt, genutzt wurde davon knapp die Hälfte der Zeit. Die Gewinner der 6 Bands, die es nach Vorauswahl zum Wettbewerb ins Partyzelt schafften, waren BLEEDING RED. Passend zu der Zeremonie verschwanden die Jungs genauso schnell von der Bühne, wie sie auf selbige kamen, dabei wurde mit den Bierdosen in der Hand mehr posiert als mit dem eigentlichen Preis. Äh ja, und das war's dann auch. Ca. 200 Interessierte waren da und hielten wohl auch den Auftritt danach aus - mir war es das nicht wert, die belanglosen Klänge, die mich in Richtung Zelt begleiteten bestätigten die Richtigkeit meiner Entscheidung. Fazit: Kann man sich schenken. .
[Kex]

Feuerschwanz

War das Partyzelt zu Beginn des Auftritts noch etwa halb voll, änderte sich das während des Auftritts von FEUERSCHWANZ recht fix. Es waren sicherlich nicht nur die optisch nicht zu verachtenden Miezen auf der Bühne, die Neugierige von außen anlockten, sondern auch Humor und Spaß, der dem Programm der Mittelalterkomödianten entspringt. Dazu gehören auch Mitmachelemente, wie etwa das Mitleid, welches vom Publikum durch "Oh" wie auch der Brechreiz (Würgegeräusche zu verschriftlichen fällt mir schwer) dargestellt wurde. In Anlehnung an SUBWAY TO SALLYs "Und der Schrei..." durfte auch der Tinitus nicht fehlen - die Ohren brennen hier eindeutig mehr als bei jedem Konzert der aufs Korn genommenen Kollegen. Auch eingefleischte JBO-Fans konnten es sich nicht nehmen lassen bei der zugegebenermaßen etwas platten Coverversion ' Verteidiger Des Wahren Mets' mitzusingen und auch den Kniefall zu Ehren des Prinz Hodenherz, Meister der elektrischen Laute, zelebrierte doch fast das gesamte Zelt. Cooler Auftritt, der nicht zuletzt in einer Riesenpolonaise des 'Lindwurm' Ausdruck der guten Stimmung des Publikums fand. Ein Riesenspaß, den sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten, doch auch eingefleischte Grinder haben sich eines Lächelns nicht erwehren können.
[Kex]

Ill Nino

Aus dem düsteren des Partyzeltes trieb es mich gen Painstage um in voller Sonne ILL NINO zu frönen. 50 Minuten feinster Nu-Metal war die Bilanz des Auftritts der US-Amerikaner. Zwar war der Andrang nur mäßig, doch die vorhandenen Zuhörer hatten ihren Spaß. Besonderes Schmankerl auf der Bühne: Neben dem Standard-Drumset brachten ILL NINO noch ein zweites bestehend aus lauter Kongas mit, was sich, ich mochte es kaum glauben, doch tatsächlich positiv im Sound niederschlug. Ein schönes Beispiel, dass viele Instrumente auf der Bühne gut abgemischt werden können, besonders angetan hatte es mir persönlich ja der Bass, der fett, aber nicht alles überlappend, aus den Boxen dröhnte. Auch der Einstieg mit 'If You Stil Hate Me', einem Song aus den Anfängen gefiel, wie auch der Cleane Gesang live locker mit dem auf CD mithalten konnte. Dieser Auftritt konnte was!
[Kex]

Sideblast

Ich kenne SIDEBLAST immer noch nicht, aber ich kann zugeben, dass mich die leicht cybrige Modern-Mucke zumindest für ein paar Minuten ins Zelt gelockt hat. Was ich da sah, hat zumindest dazu geführt, dass ich mir mal ein paar Konserven der Band zu Gemüte führen möchte. Außergewöhnlich war nichts an dem Gig, aber Melodien und Arrangements haben mich kurz angepiekt. Alles in allem also akzeptabel. Und viel besser wurde es auch nicht mehr auf dem Festival...
[Tad]

Parkway Drive

Nachdem ich mal wieder viel zu früh wach wurde, konnte ich mich erst mal über meinen ersten katerfreien 2. Festivaltag überhaupt freuen. Dafür begann die Sonne den gestrigen Regen vergessen machen zu wollen, so dass ich mich dagegen entschied mir doch noch NAPALM DEATH zu geben. Also begann der Donnerstag wie geplant mit PARKWAY DRIVE. Die Australier hatte ich schon vor einer halben Ewigkeit auf dem Münsteraner Vainstream Festival gesehen, wo sie mir sehr gefallen hatten. Dementsprechend optimistisch stand ich vor der Bühne und wurde leider ein wenig enttäuscht. Irgendwie fand ich die Jungs einfach zu nett. Musikalisch wussten sie durchaus zu überzeugen, aber ein wenig fehlte mir da die Aggressivität. Ein paar Blastbeats zusätzlich könnten da vielleicht helfen. An AS I LAY DYING kommen sie auf jeden Fall noch nicht ran, egal was im schmucken Infoheft des Summer Breeze steht.
[Mörser]

The 69 Eyes

Es scheint so etwas zu geben, dass ich als "Klassikerphänomen" bezeichnen möchte. Schon letztes Jahr bei VOIVOD war kaum jemand da und auch in diesem Jahr fanden sich bei einigen Bands, die schon länger im Geschäft sind, nur wenige Zuhörer ein. So auch bei THE 69 EYES, die zugegebenermaßen mit einem Spielplatz im Hellen eher bestraft wurden. So fällt das Urteil denn auch aus: Schöner Auftritt, doch für den eher am achtziger Pop angelehnten, düster-melodischen Gothic Rock war es einfach zu früh. Auch seitens der Band sprang der Funke nicht recht über und so präsentierten sich die Altrocker eher als Routiniers. 'Wasting The Dawn' war dann auch der älteste, der gespielten Songs. Trotz Schwermut im Sonnenschein ein angenehmer Auftritt.
[Kex]

Dew-Scented

Um die Zeit bis AGNOSTIC FRONT zu überbrücken, ging es danach erst mal ins Zelt um mich von DEW-SCENTED überraschen zu lassen. Von den Jungs kannte ich bis zu ihrem Auftritt kein einziges Lied. Aber die vielen Lobpreisungen, die ich über die Jungs gelesen habe, sind zu 100% gerechtfertigt. Was die Ruhrpottler da abgezogen haben, war einfach großartig. Wer braucht bei solchen Thrashhits noch SLAYER, METALLICA und Co. Besser hätte ich die halbe Stunde nicht verbringen können. Mein erstes Highlight auf dem Summer Breeze.
[Mörser]

Die Apokalyptischen Reiter

Für Reiter-Fans war dieser Auftritt sicherlich wieder eine Offenbarung! Ich bin nicht unbedingt Fan, finde aber den trotzig erzwungen Spaß bemerkenswert. Die APOKALYPTISCHEN REITER mühten sich auf der Hauptbühne redlich, so etwas wie positive Vibes rüberzubringen und für die Massen, die emotional Zugang zu Songmaterial und Image dieser Band haben, ging diese Rechnung auch auf. Bei mir jedoch blieb in Sachen Musik einfach nix hängen, und das obwohl ich einige Scheiben der Band mein Eigen nenne. Kann aber auch daran liegen, dass ich die Dinger nie wirklich angehört habe. Da gab's irgendwie immer andere Prioritäten. Immerhin schafften die REITER es, die ganzen hübschen Mädels des Festivals mal auf der Bühne zu präsentieren. Das Mädel, dass als erste die Bühne enterte, war jedoch zu gut aussehend, extrovertiert und ... nackt, wusste sich außerdem viel zu gut zu bewegen, als das ich annehmen würde, dass sie nicht irgendwie zur Band gehört oder sogar dafür bezahlt worden wäre. Wenn auch nur in Naturalien. Wer die vögelt, ist sich meiner Missgunst gewiss. Für mich war dieses Gör das einzig Erwähnenswerte bei diesem Gig. Nächstes Mal steh ich weiter vorne.
[Tad]

Als langjähriger Fan der APOKALYPTISCHEN REITER muss ich meinem Kollegen widersprechen. Kenne ich die Band noch als raue, teils unfertige Death-Metal-Spaß-Band ist mir selbiger bei diesem Auftritt irgendwie vergangen. Natürlich darf man nicht immer alten Zeiten hinterher trauern, doch ging mir das Herz bei 'Unter der Asche' gründlich auf - abgesehen davon spielten die REITER mit persönlich zu viel Schmodder vom "Licht"- Album, das in seiner Seichtheit mehr in Richtung Weißmetall geht - nicht mein Stil. Weit vorne hieß dann leider auch, einen Crowdsurfer nach dem anderen weiterreichen, die nach und nach in dem verzweifelt von der Jugend aufrecht zu erhalten versuchten Moshpit runter kamen. Mir war weder nach tanzen noch moshen zu Mute, eine Beobachtung, die ich bei den älteren Generationen um mich rum mehrfach machen konnte. Ein Gutes hatte das ganze dann doch: Ich kam zum ersten Mal ohne blaue Flecken aus einem REITER-Konzert, obwohl ich fast in der ersten Reihe stand. Grandios! Ganz ehrlich, wer eine viertel Stunde vor Schluss den letzten Song ankündigt, um sich die Massen warm zu halten, hat es nicht drauf. DIE APOKALYPTISCHEN REITER waren in diesem Jahr leider kein Garant für Spaß, selbst auf Dr. Pest war kein Verlass.
[Kex]

Tracedawn

Hab ich mir doch tatsächlich aufgrund der Tipps auf der Summer Breeze-Homepage gegeben und was ich dort hörte, fand ich relativ ansprechend. Leider war die Performance der Band so dermaßen aller Welt, dass mir keine einzige der an sich sehr catchien Melodien im Ohr blieb. Dazu kam noch, dass TRACEDAWN all zu oft die Grenze zum Kitsch überschreiten. Das hier ist höchstens ein Kann, kein Soll oder gar Muss. Was soll's auch.
[Tad]

Agnostic Front

Um halb acht war dann die Zeit für eine Legende gekommen. AGNOSTIC FRONT. NYHC at it's best! Vinnie Stigma rockt mit seinen 55 Jahren mehr als es die meisten jemals in ihrem Leben könnten. Dazu haben AGNOSTIC FRONT noch mit Roger Miret einen begnadeten "Sänger". Die 50 Minuten reichten beileibe nicht um auch nur annähernd alle Hits der Hardcore-Götter zu spielen. Nach AGNOSTIC FRONT waren meine Stimmbänder dementsprechend schon heftig in Mitleidenschaft gezogen.
[Mörser]

Ah, klassische Dicke-Hose-Gorilla-Mucke! Auch hier wieder das Übliche: was auf Konserve weich, seicht, beinahe lächerlich rüberkommt, bedeutet life einfach fette Gewalt. Ich bin nicht wirklich Hardcorefan, aber AGNOSTIC FRONT sind eine Legende, die man einfach mal gesehen haben muss. Was soll ich sagen? Der Gig war im positiven Sinne zum Lachen, was vor allem am Stageacting lag. Man fühlte sich durch das Gepose an die 80ger Jahre erinnert. Ich konnte damals schon nix damit anfangen, heute wirkt das schlicht anachronistisch. Anyway, AGNOSTIC FRONT machten mir ganz gut Spaß mit ihrem Gig, auch wenn kaum ein Song wirklich hängen blieb. Aber das ist eben Hardcore. Alles das Gleiche. Daher eher was für die Jugend, die das so noch nicht kennt.
[Tad]

Obituary

OBITUARY können sich die Goldene Himbeere für das langweiligste, ödeste, bescheuertste Intro des gesamten Festivals ans Revers heften. Selbst Leute, die das Ding von der betreffenden CD her kannten, schauten sich da nur konsterniert an. Mit einem Fragezeichen im Gesicht, warum dafür Zeit verschwendet wurde. Egal. Davon abgesehen boten OBITUARY eine routinierte und gut-klassige Show mit einer ganzen Latte Klassiker, selbst aus den Anfangstagen der Band. Ich denke diesen Mut, auch die ganz alten Sachen zu spielen, ist etwas, was man bei vielen Bands erst nach deren Reunion gefunden hat. Diese Reunionwelle hat damit durchaus ihren Vorteil. Routiniert sagt aber bereits alles aus. OBITUARY wurden ihrem eigenen Anspruch sicher gerecht. Das war ein eingespieltes Team, bei dessen Performance jeder Ton saß, auch wenn hier wieder der Sound arg matschig war. Aber das war er dieses Jahr ohnehin immer. Dienst nach Vorschrift also. Das muss heute zutage reichen.
[Tad]

Swallow the Sun

Es hieß gemütlich zum Zelt zu wandern, um den nächsten Höhepunkt zu erleben: SWALLOW THE SUN. Auch wenn die Finnen nicht in die depressiven, Suizidfantasien auslösenden Tiefen á la MY DYING BRIDE vordringen, wissen sie mit ihrem Death-Doom dennoch zu überzeugen. Es ist eine wahre Freude sich von SWALLOW THE SUN auf eine Reise voller Trauer und Melancholie schicken zu lassen. Nach der 3/4-Stunde fühlt es sich an, als ob man aus einem Traum erwacht und jegliche Last von der Schulter genommen wäre. Einfach nur schön.
[Mörser]

Dark Tranquillity

Nach dem genialen Auftritt 2007 konnte ich die DARK TRANQUILLITY in diesem Jahr kaum erwarten. Damals bewiesen die Jungs, dass melodischer Metal auch im Hellen grandios sein kann. Dieses Mal gab es einen Spielplatz im Dunkeln - was soll ich sagen, großartig! Nicht nur mit Klassikern wie 'The Wonders At Your Feet' oder 'The Final Resistance' wussten die Mannen zu begeistern, auch die Lightshow tat dieses Mal ihr Übriges. Die Aufforderung zum Kauf des neuen Albums wurde vom Publikum eher mit mäßiger Begeisterung aufgenommen, doch im Allgemeinen war die Stimmung ziemlich gut. Auch der Opener 'At The Point Of Ignition' von der diesjährigen "Into the Void" Scheibe kam recht gut an. War 'Terminus (Where Death Is Most Alive)' 2007 noch der Einstiegssong, schlossen die Schweden damit Souverän ab - guter Gig, gute Bewertung!
[Kex]

Von den Mitbegründern des Melodic-Deaths kenne ich nur die etwas aus dem Rahmen fallende "Projector". Erwartet habe ich also nicht viel und geboten wurde in meinen Augen auch nicht viel. Ein solider, routinierter Gig ohne großartige Höhen oder Tiefen.
[Mörser]

Tryptikon

Die CELTIC FROST- Nachfolgeband war mit ihrem Debüt sogar in den deutschen Charts. Das überrascht mich schon. Denn die Mucke ist doch alles andere als leicht verdaulich. Anyway, TRYPTIKON waren einer der wenigen Lichtblicke auf dem diesjährigen Festival. Das hing weniger an der doch arg simpel strukturierten Mucke sondern eben an der der typischen CELTIC FROST-Atmosphäre, die hier doch ausreichend rüber kam. Natürlich wurden einige Kelten-Klassiker abgenudelt und der Sound war auch ganz leidlich. Die Mucke gibt aber irgendwie nicht mehr genug her, heutzutage gibt es beeindruckenderes, düstereres und ausgefeilteres Material en masse. Außerdem habe ich das 'Myopic Empire' vermisst. Dennoch, ein trüber Lichtblick ist den Mannen um den Muster-Psycho Gabriel gelungen. Immerhin.
[Tad]

Subway To Sally

Ach ja, das ewige Leid der Frau Schmidt. Es muss doch recht frustrierend, dass sie sich all die Jahre einen abfiedelt, während alle Welt nur ihren Kollegen Eric Hecht beachtet und sie trotz all der Anstrengungen nicht zu hören ist. In diesem Jahr ging das einigermaßen, doch trat sie dies Mal hinter dem widerlichen Gitarrenbrei, den der Mischturm die Boxen ausspucken ließ, zurück. Ein bisschen leiser hätte es auch getan und weshalb auch die alten Songs mit Elektro-Klampfe auf Teufel komm raus unterlegt werden müssen, erschließt sich mir nicht. Immerhin, es wurde so mancher Song des Albums "Hochzeit" gespielt, ein Genuss, der den Festivalgängern der letzten Jahre eher selten zu Teil wurde. Mit 'Des Henkers Braut' stampften sich SUBWAY TO SALLY ihren Weg in eine für ihre Verhältnisse recht ausgewogene Songauswahl aus alt und neu. Auch das 'Kleid aus Rosen' fand mal wieder einen Platz in der Setlist, wenngleich dieses in der Akustikversion um Längen besser klingt. Die Feuershow ist im Gegensatz zu dem, was die Kollegen von IN EXTREMO die letzten Jahre über gezaubert haben, eher nicht erwähnenswert, dafür traf Eric Hecht bei 'Maria' wenigstens alle Töne - dementsprechend eine schöne, entspannende Ballade. Beim 'Veitstanz' ging es dann wieder gut ab im Publikum und wir wollen mal freundlich unterschlagen, dass die Zugabe schon zwölf Minuten vor Schluss eingefordert werden mussten und 'Julia und die Räuber' bis zum Erbrechen in die Länge gezogen wurde. Für Fans der letzten vier Alben sicherlich ein großartiger Auftritt, für mich besserer Durchschnitt.
[Kex]

Macabre

Argh! MACABRE sind eigentlich nichts anderes als eine makabre, kranke Spaßband. Sowohl Mucke als auch Performance sind nur darauf ausgelegt, auch wenn den Jungs ab und zu mal ein schönes Death-Metal-Riffing oder ein schöner Blast gelingt. Rein musikalisch sind die Jungs zwar einzigartig, das liegt aber vor allem daran, dass diese Art Death-Metal-Kinderlied kaum jemand wirklich attraktiv findet. Solange MACABRE allerdings, wie die bisherigen 25 Jahre, die alleinigen Protagonisten des von ihnen geschaffenen Genres Murder Metal sind, kann das ganze noch angehen. Es macht also durchaus Spaß, sich einen Gig der Jungs alle paar Jahre mal an zu sehen. Die Konserven sind aber nur im Vollrausch beim Saufgelage mit Kumpels erträglich. Gut und schön, die Wildheit und die Mimik war dieses Mal aber auch nicht so beeindruckend wie damals in Abtsgmünd. Auch hier also mehrheitlich Enttäuschung. Dennoch, auch MACABRE machten wenigsten ein bisschen Spaß...
[Tad]

Ein höchst selten zu bewundernder Akt bildete für mich den Auftakt des grandiosesten Festivals jenseits eines nicht näher genannten, norddeutschen Kuhkaffs. MACABRE zelebrierten mit ihren blutigen Reigen mit viel derb-schwarzem Humor ein paar der geilsten Deathmetal Riffs, die ich bis jetzt live bewundern durfte. Mal ganz allgemein: Eine Band die seit 1989 ganze 4 Alben (in Originalbesetzung!) veröffentlicht und die trotzdem noch im Geschäft ist, muss einfach genial sein. Und in der Tat, das ist sie. Das herrlich morbide Spektakel findet seinen Höhepunkt als Corporate Death (Sänger/Gitarrenjockey Lance Lencioni) ankündigt, dass es endlich einen Nachfolger für das 2003er Album "Murder Metal" geben wird. Und wartete gleich darauf mit einem neuen Song auf, der von den zahlreichen Fans frenetisch bejubelt und dementsprechend hart gefeiert wurde. Alles in allem ein grandioser Gig, der seines gleichen wohl noch einige Zeit suchen wird.
[Wulfgar]

Raised Fist

Nachdem sich bei SUBWAY TO SALLY die Kombination aus Schlafmangel, tierisch viel Sonne und Alkohol bemerkbar gemacht hatte und ich bis auf ein Lied den kompletten Auftritt verschlafen hatte, kam endlich der Hauptgrund meines Summer Breeze Besuches. Obwohl mich die aktuelle Scheibe von RAISED FIST etwas enttäuscht hatte, war ich gespannt wie ein Flitzebogen, was denn da so kommen möge. RAISED FIST sollen ja eine der besten Livecombos vor dem Herrn sein. Vielleicht hätte ich meine Erwartungen nicht so hoch schrauben sollen, denn nach den göttlichen Auftritten von AGNOSTIC FRONT und SWALLOW THE SUN konnten RAISED FIST eigentlich nur verlieren. Und so kam es dann auch. Der Auftritt war bei weitem nicht schlecht, meine Stimmbänder konnte ich danach komplett in die Tonne kloppen, aber irgendwie hatte ich doch was noch Geileres erwartet. So waren RAISED FIST besser als die meisten Bands jemals sein werden und die Hitdichte war wie bei DEW-SCENTED und AGNOSTIC FRONT unglaublich, aber der Funke sprang bei mir nicht über.
[Mörser]

Endstille

Geil, endlich mal schnelles Schwarzgeblaste! Moment, Geblaste? Wo war die Snare? Ich habe mal wieder nur rosa Rauschen gehört... dennoch: Das Intro - ein vor einem Altar stehender Sänger, in einem dicken Buche hin- und herblätternd, dabei irgendwelche arg bösen Tiraden flüsternd - hatte schon was. Ganz kurz zumindest. Als nach Song Nummer 1 dann einfach nur die Ansage kam: 'Ihr wisst, was das ist! Das ist der Krieg!' war ich kurz sogar hin und weg! Aber zu gleichförmig und zu langsam werdend, auch gleichzeitig zu langweilig war alles das, was da von der Bühne runterlärmte. Hab ich schon den Sound erwähnt? Dann nur noch mal das kurze Fazit: Blasten ohne ordentlichen Snaresound brauch ich nicht. Black Metal ohne hörbaren Blast brauch ich auch nicht. Wozu brauch ich dann also eine solche Performance? Ja, ich weiß, ENDSTILLE können da nix für. Aber Leute, kann ein ordentlicher Sound wirklich so schwer sein? Ich kann das einfach nicht mehr glauben... und ich hab keine Lust mehr, für undifferenzierten Lärm zu bezahlen.
[Tad]

The Devil's Blood

Das Nächten im Zelt erwartet die unschuldige Zuschauerin so mancher Gräuel, in diesem Fall verkörpert durch THE DEVIL'S BLOOD. Nicht nur, dass die Herren und die Dame viel zu spät loslegten, nein, Fronterin Farida Lemouchi muss in alle vier Himmelsrichtungen für die nächsten sechs Minuten ihre Lippen bewegen - mal ehrlich, gehört hat die keiner, auch ich im Fotograben nicht, die hat doch nichts gesagt. Abgesehen davon, dass die Band sich mit Blut übergossen hat, ist dann auch nichts weiter passiert. Die Musik war so belanglos wie der Gesang - Female fronted Metal ist eine tolle Sache, aber wer in den operesken Bereich geht, sollte erst testen, ob das Stimmvolumen dafür ausreicht. 'The Heavens Cry For Devil's Blood' - na meinetwegen, soll der Himmel sich drum reißen, mich trieben das dünne Stimmchen wie auch das Orchester aus der Dose recht bald aus dem zu zwei Dritteln gefüllten Zelt. Mal ehrlich, Stimmung ist anders und Bühnenpräsenz will gelernt sein!
[Kex]

Ahab

Ziemlich übermüdet gab es dann zum Abschluss des Abends sedierenden Doom. Ein Takt, ein Ton, das war genau das, was ich um die Uhrzeit brauchte. Das Partyzelt war nicht einmal zur Hälfte voll, umso besser, mehr Platz zum lethargischen Hin- und Herwanken. AHAB belasteten bleischwer die Ohren des Publikums mit ihren ewig gleich tönenden, nie enden wollenden Kompositionen. Dabei ließ der Bass jede Zelle meines Körpers einzeln vibrieren, feine Sache. Sonst langweilt mich Doom-Metal eigentlich, nichts desto trotz haben mir AHAB nicht zuletzt mit 'Redemption Lost' den Weg ins Bett versüßt.
[Kex]

Die extrem langweiligen THE DEVIL'S BLOOD brauchte keiner. Dafür aber die danach aufspielenden AHAB umso mehr. Ich weiß nicht wie man diesen Funeral Doom als eintönig und langweilig empfinden kann. Die nautisch inspirierten Texte finden ihren perfekten Widerpart in dieser einfach nur schön zu nennenden Musik. Wie schon SWALLOW THE SUN lassen AHAB einem die Gedanken und mich ab und an in den Schlaf treiben, was hier keinesfalls negativ zu verstehen sein soll. Großartiger Auftritt.
[Mörser]

Freitag

Mono Inc.

Nach der gestrigen Erfahrung mit der Kombi aus zu wenig Schlaf, zu viel Sonne und Alkohol hieß es für mich mal aufs Bier zu verzichten. Zu wenig Schlaf und zu viel Sonne reichen schon. Da MONO INC. in der einschlägigen Presse so hoch gelobt werden, dachte ich mir selbst ein Bild zu machen. Wie damals bei den unsäglichen UNHEILIG erschließt sich bei mir auf musikalischer Ebene nicht, wieso diese Band so einen Erfolg hat. Moderner stumpfer 08/15 Grufti-Rock, der normalerweise keine Sau hinterm Ofen hervorlocken sollte. Ich muss jedoch zugeben, dass der Auftritt dennoch seinen Charme hatte und die Band für Kurzweil und eine gewisse Party-Stimmung sorgte. Die hübsche Schlagzeugerin ist dabei natürlich auch kein Nachteil gewesen. Die kleine Soloeinlage von ihr hat zu gefallen gewusst.
[Mörser]

Letzte Instanz

Seit nunmehr fünf Jahren heizt Fronter Holly D. für die LETZTE INSTANZ die Massen ein und auch in diesem Jahr bewiesen die Herren, dass sie das Publikum ordentlich rocken können. Die ersten drei Songs entsprangen dem letzten Werk "Schuldig" während mit 'Rapunzel' ein echter Klassiker das Konzert beschloss. Folkrock, der zusätzlich zur brennenden Sonne ordentlich einheizte, begeisterte gut abgemischt dann die für die Uhrzeit doch recht zahlreich erschienen Fans. Thomas Pätsch, neu an den Drums, tat hier sein Übriges und bewies direkt, dass er sich nahtlos in die Band einfügt. Obendrauf gab es noch einen Vorgeschmack zum neuen Album "Heilig" - 'Dein Gott' schien gut anzukommen. Auch 'Das Stimmlein' durfte bei diesem Auftritt nicht fehlen und gegen Ende stürzte sich Cellist Benni dann Crowdsurfend ins Publikum. Toller Gig, gerne wieder!
[Kex]

Danach kam für mich die Enttäuschung des Festivals. Die LETZTE INSTANZ war mit Robin als Sänger eine meiner absoluten Lieblingsbands. Seit Holly D. Sänger ist, geht es mit ihnen stetig bergab. Das zeigte sich auch daran, dass ihr neues Lied vom kommenden Album in meinen Augen nur noch stumpfer Deutschrock ist. Den Fans schien er allerdings zu gefallen genauso wie der gesamte Auftritt. Um das Konzert für mich endgültig zu verhageln spielten sie auch noch meine beiden Hasslieder 'Das Stimmlein' und 'Rapunzel'. Und Holly D. hat immer noch nicht gelernt mit Volumen zu singen.
[Mörser]

Fiddler's Green

Wie kann man schnell und ökonomisch als Musiker zu Geld kommen? Man nehme ein paar Klassiker der irischen Folklore, covere diese, mische ein paar eigene Songs bei und: tada! Die Massen tanzen. Dieses Erfolgsrezept bringt die unterschiedlichsten Generationen bei FIDDLER'S GREEN zusammen, doch muss ich sagen, der Funke, der sonst Spaß und Muskelzucken bei mir hervorruft, ist dieses Mal nicht über gesprungen. Auch die Idee Circle Pits und eine Wall of Death nach der anderen zu 'The Rocky Road To Dublin' zu veranstalten kam bei mir jetzt nicht so wirklich an - dem Publikum gefiel es, das ist die Hauptsache. Stimmung kam vor allem zum Abschluss bei 'Bugger Off' auf, bei dem die Menge enthusiastisch ein "Fuck you!" nach dem anderen in Richtung Bühne schleuderte. So ist es denn auch verzeihlich, dass zu Anfang der Gitarrensound kurzfristig wegbrach, immerhin war der Rest des Auftritts ordentlich abgemischt, was man von der Mainstage im Allgemeinen nur selten behaupten konnte. Nett, aber nicht mitreißend.
[Kex]

Danach ging es ruckzuck weiter mit den Erlangern Speed-Folkern von FIDDLER'S GREEN. Auch wenn ich weiß, dass nett der kleine Bruder von Scheiße ist, muss ich sagen, dass der Auftritt nett war. Mit der "Wall of Folk" zeigten sie, dass man auch mit Folk-Rock die Todeswand zelebrieren kann. Mir fehlt bei den Jungs die Härte des HC wie es z.B. die DROPKICK MURPHYS zeigen oder die Ecken und Kanten von Truppen wie FLOGGING MOLLY und ACROSS THE BORDER.
[Mörser]

The Black Dahlia Murder

THE BLACK DAHLIA MURDER haben bekanntlich dicken Spaß inne Backen und fegten von der ersten Sekunde wie ein Wirbelwind über die Bühne. Dank eines gut aufgelegten Mischers konnte man den Killermelodien der Death Metal-Helden aus Amiland wunderbar folgen. So einen bunten Strauss aus feinsten Melodien bekommen nicht viele Bands hin. Was für ein herrliches Inferno.
[Mörser]

Ensiferum

Hoch den Thorshammer und die Trinkhörner, EINSIFERUM ist im Haus! In laaaangsam abschwellender Tageshitze feierte eine riesige Masse an Zuschauern mit den Finnen auf der Bühne eine Metalparty par excellence. Wie schon Anno 2008 wundert mich, dass die spielfreudigen Nordmannen (ja ja, und eine Nordfrau) keinen Headlinerplatz besetzen, da sie die entsprechenden Menschenmassen auch in praller Nachmittagssonne vor die Bühne bekommen. (Bei DARK TRANQUILLITY war ohne Sonne weniger los). Naja egal, ENSIFERUM zockten trotzdem einen herrlichen Gig und ließen keine Hits aus. Weder 'Token of Time' noch der obligatorische Nachbrenner 'Iron' fehlten. Auch von ihrem Letzten Werk "From Afar" waren ein paar Reißer dabei, so dass alt gediente Fans und auch Jungspunde voll auf ihre Kosten kamen. Nach einer Stunde schweißtreibender Sause war das Spektakel leider schon vorbei und man war um einen gewohnt guten Gig der Finnen reicher.
[Wulfgar]

Anathema

spielten ANATHEMA einen Wahnsinnsgig zum Abschluss des Summer Breeze, im Dunklen bei Mondfinsternis gab es sogar noch eine viertel Stunde drauf. Die Setlist in diesem Jahr war recht ähnlich - sehr "Hindsight"-lastig. An sich gut, um auch auf einem Metalfestival mal runter zu kommen und das Leben zu genießen, doch bei grellem Sonnenschein wirkt das ganze irgendwie deplaziert. Gerade 'A Natural Desaster' konnte bei diesem Wetter nicht punkten, auch wenn gesanglich gerade dieser Song ein echter Leckerbissen war. So war entsprechend wenig los vor der Bühne und trotz des Versuches mit 'Empty' und 'Sleepless' das Publikum ein wenig zum Kochen zu bringen, blieb vor allem ein melancholischer Nachgeschmack. Solide aber irgendwie unpassend.
[Kex]

Bevor es für mich ins Zelt zu wechseln hieß, gab ich mir noch den halben ANATHEMA-Auftritt. Schönen Platz im Schatten gesucht und den Klängen der Cavanagh-Brüder gelauscht. Es ist immer wieder schade, dass sie nicht mehr den genialen Death Doom ihrer Anfangstage spielen. Dennoch waren sie als Ruhepol zwischen THE BLACK DAHLIA MURDER und WAR FROM A HARLOTS MOUTH durchaus gut anzuhören.
[Mörser]

War From A Harlots Mouth

Meine Güte! Was die Jungs von WAR FROM A HARLOTS MOUTH (WAFHM) auf der Bühne abfackeln ist unglaublich. Auch wenn das Gitarristen-Posing teilweise stark von DILLINGER ESCAPE PLAN (DEP) inspiriert aussieht, waren WFHAM einfach Wahnsinn. Mathcore vom aller-, allerfeinsten. Genauso wie bei DEP fragt man sich, wie man solch komplexe Musik bei dem Rumgehüpfe und Gerenne noch halbwegs sauber gespielt bekommt. Dass die Jungs und Mädels sich nach den 35 Minuten im Moshpit noch auf den Beinen halten konnten, spricht für deren Fitness. Ganz normal können Fans wie Musiker bei dem Sound niemals sein.
[Mörser]

WAFHM waren ein weiterer Hoffnungsträger und die einzige Band, die ich mir am Fri absichtlich gegeben habe. Was soll ich sagen: auf Konserve sind die Jungs mittlerweile etwas zugänglicher, aber eben auch nicht mehr so harsch wie noch auf dem Debüt. Life hinterließen sie bei mir schlicht keinen Eindruck. Ich stand vor der Bühne und bekam irgendwie nix mit. Es kam nix an, obwohl die Band sich redlich mühte. Erst als das schöne Blastgeballer, unterlegt mit dem rhythmischen Maschinengewehrfeuer aufbrandete, war ich kurz mal wach. Aber ich fand an diesem Tage einfach keinen Faden, keinen Zugang zu WFAHM. Kann aber auch an mir liegen.
[Tad]

Cannibal Corpse

Schon besser. CANNIBAL CORPSE und OBITUARY waren schon etwas attraktiver und besser drauf als der große Rest dessen, was ich mir zu ertragen auferlegt hatte. Der schöne, rhythmische Stakkato-Death-Metal der Band kam soweit ganz gut rüber, auch wenn ich dabei die ganze Zeit die Youtube-Spottvideos vor dem inneren Auge hatte. Kann die Band aber nix für. Sound war bestenfalls leidlich, Publikumsreaktionen ebenso und die Band wirkte auf der Riesenbühne schlicht verloren. Mehr gab's nicht zu berichten.
[Tad]

Disbelief

Nach dem Bummel über die Händlermeile war es Zeit für DISBELIEF. Wieder mal eine Band, von der ich nur Lieder von Zeitschriften-CDs kenne. Waren bei diesen Liedern durchaus ein zwei gefällige Stücke dabei, muss ich sagen, dass auf Konzertlänge betrachtet die Musik von DISBELIEF nicht der Death Metal ist, den ich mag. Jagger hat unbestritten ein Bombenorgan, aber die Musik berührt mich Null. Wo ich bei EQUILIBRIUM genervt war oder bei der LETZTEN INSTANZ einfach nur enttäuscht, geht DISBELIEFs Mucke ins linke Ohr rein und zum rechten wieder direkt hinaus.
[Mörser]

Hypocrisy

Nach langer Abwesenheit findet sich Peter Tägtgren auch mit HYPOCRISY mal wieder auf dem Summer Breeze ein. Nachdem sich die Truppe das letzte Mal 2004 die Ehre gab, war das Konzert entsprechend gut besucht und ich muss ehrlich sagen, ich war echt dankbar in diesem Moment einen zweiten Wellenbrecher vor der Bühne zu wissen. Zwar gab es zwischen den Mischtürmen ausreichend Bewegungsfreiheit, von dort weg zu kommen gestaltete sich allerdings schier unmöglich - aber mal ehrlich, wer wollte das auch während dieses Auftritts ernsthaft? Gut, von Peter Tägtgren zum Wassertrinken aufgefordert zu werden, war doch etwas ungewohnt oder haben wir uns da einfach nur verhört? Nichts desto trotz schwang so mancher Schädel fröhlich zu 'Let The Knife Do The Talking' und bis zu 'Roswell 47' folgte ein Nackenbrecher dem anderen. Wahnsinnsauftritt in der Dämmerung, für mich persönlich eines der der diesjährigen Highlights!
[Kex]

Origin

Nach RAISED FIST waren ORIGIN die Band, die ich mit größter Vorfreude erwartete. Dank dem mal wieder unfähigen Mischer, dem die Lautstärke wichtiger war als ein klarer Sound, war der Auftritt gegessen. Dass ich 'The Aftermath' erkannt habe, ist ein pures Wunder. So konnte man nur sehen und nicht hören, welch unglaubliche Musiker ORIGIN sind. Auf CD schaffen sie es nämlich hochkomplexe Musik mit nachvollziehbaren Strukturen in Vollendung zu spielen.
[Mörser]

Despised Icon

Da DESPISED ICON sich zum Ende des Jahres auflösen werden, wollte ich mir die letzte Möglichkeit sie live zu erleben nicht entgehen lassen. Auf CD gepresst weiß die Musik der Kanadier nämlich durchaus zu überzeugen. Nur konnte ich im Zelt nicht so viel mit ihnen anfangen. Die Fans schienen ihren Spaß zu haben, aber wie schon bei RAISED FIST sprang der Funke bei mir nicht über. Ich hatte das Gefühl, dass anstatt noch mal einen raus zu hauen einfach der Stiefel runtergespielt wurde.
[Mörser]

Heaven Shall Burn

HEAVEN SHALL BURN! Ihr letzter Summer Breeze Auftritt ist mittlerweile legendär. Die Frage war jetzt, ob sie diesen genialen Gig würden toppen können. Und die Antwort lautet klar und deutlich: NEIN! Zwar haben sie diesmal bühnentechnisch noch einen draufgesetzt mit einer riesigen Leinwand, aber die Intensität konnten sie nicht toppen. Das liegt unter anderem daran, dass das neue Material erstmals nicht ganz das sonstige Niveau erreicht. Dazu kommt noch eine absolut dämliche Ansage von Sänger Marcus Bischoff, in der er meinte, dass ein verletzter Metaller auf dem Breeze schlimmer wäre, als die Toten auf der Love Parade. Sorry, das geht mal gar nicht. Die Highlights der Bilder auf der Leinwand, waren zum einen ein Scheißhaufen, der von Pacman gefuttert wurde, hinter dem sich ein Bild von Westerwelle vergab, was ein paar homophobe Idioten neben mir dazu veranlasste schwulenfeindliche Kommentare abzugeben. Aber die schönsten Szenen waren die süßen kleinen Küken auf den Fließbändern auf dem Weg in den Tod, während Marcus schön "DIE!" schrie.
[Mörser]

GWAR

Blut und schwarzes Ejakulat spritzt in die Menge, vor der Bühne stehen tatsächlich Menschen die es super finden, dass sie damit besprüht werden und dazu dröhnt sehr punklastiger Metal von der Bühne. Das kann nur bedeuten, dass GWAR ihr Raumschiff in Dinkelsbühl geparkt haben. Wer noch nie einen Gig der extraterrestrischen Amis miterlebt hat, sollte das nachholen (wenn auch nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe zur Bühne). Nicht nur die Wesen aus denen GWAR besteht, waren auf der Bühne zu sehen sondern auch ein bemitleidenswerter Polizist und Jesus/Hitler (auch Jitler genannt) der heftig in die Menge onanierte. Über Sinn und Unsinn solcher Aktionen wurde schon viel diskutiert, wobei die Gesellschaftskritik die GWAR damit üben, häufig in den Hintergrund gerät. Die Menge hatte aber trotzdem einen Heidenspaß. Wohl auch aus Schadenfreude über die armen Schweine die vorne standen und hinterher aussahen wie Opfer eines Kettensägenmassakers.
[Wulfgar]

Dying Fetus

Nach HEAVEN SHALL BURN ging es dann wieder ins Zelt. Ich war gespannt, ob heute wenigstens eine Death-Kapelle im Zelt zu überzeugen wusste. Und oh Wunder! Der Mischer hatte sich die Ohren gewaschen und schaffte es, den Kloppern von DYING FETUS einen vernünftigen Sound zu zimmern ohne die Regler bis zum Maximum aufzureißen. Als Bonus oben drauf gab es dann diverse feinste Lieder aus dem großen Repertoire der Jungs aus Maryland. So laufen DYING FETUS ihren Genrekollegen am Samstag den Rang ab.
[Mörser]

Hail Of Bullets

Als Überbrückung durften dann HAIL OF BULLETS dienen, um die lange Wartezeit bis ORPHANED LAND und LONG DISTANCE CALLING zu verkürzen. Nach den ganzen Lobhudeleien auf diese All Star Band muss ich sagen, dass ich durchaus ein wenig enttäuscht war. Musikalisch haute mich das nämlich nicht sonderlich von der Socke. Ordentliche Death-Metal-Walzen, die sauber rüber kamen und mehr nicht. Heraus gezogen aus dem Sumpf des Durchschnitts hat den Auftritt der überaus sympathische Scharmbolzen Martin van Drunen. Von denen gibt es viel zu wenige im weiten Metalllande.
[Mörser]

Orphaned Land

OPRHANED LAND! Was soll man da noch sagen. Geil! Geil! Geil! Auch wenn es jedes Mal schade ist, dass die Jungs nicht mit kompletter Studiobesetzung auftreten und deswegen vieles aus der Konserve kommen muss, bin ich immer wieder überwältigt wie genial diese Band gerade auch live ist. Ähnlich wie später noch Aaron Stainthorpe von MY DYING BRIDE (wenn auch nicht ganz so göttlich) geht Kobi Farhi in seiner Musik auf und weiß die gute Stimmung ins Publikum zu tragen. Einziger Wermutstropfen war für mich persönlich das fehlende Cover 'Estarabim'. Ansonsten ein fantastischer Auftritt.
[Mörser]

Long Distance Calling

Was danach kommt, konnte beim diesjährigen Summer Breeze nur noch durch MY DYING BRIDE getoppt werden. Wenn es eine Band verdient beim neuen Rookie-Gedöns des Breeze dabei zu sein, dann die Jungs aus Münster. Der Post-Metal/Rock dieser 5 Burschen lädt einfach nur zum Träumen ein. Gerade wenn man es sich wie ich im hinteren Zeltbereich auf einer Bank gemütlich macht, wird man einfach in eine andere Welt transportiert. Zu den bekannten Liedern der letzten Scheiben wurden glücklicherweise auch noch zwei neue Lieder präsentiert, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen ließen. Da erwartet uns wohl noch mal eine Steigerung zum bisherigen Schaffen von LONG DISTANCE CALLING. Als es um vier Uhr morgens vorbei ist, reibt man sich verwundert die Augen, wie schnell doch der Auftritt vorbei war und mit einem glückseligen Lächeln im Gesicht geht es gen Zeltplatz. So schön kann Musik sein.
[Mörser]

SAMSTAG

Undertow

Brüllende Mittagshitze, Kater vom Vortag und UNDERTOW müssen auf die Bühne. Es war schon vorher zu erwarten, dass nicht allzu viele Metaller sich dazu hinreißen lassen würden, sich freiwillig den Döz grillen zu lassen. Einige fanden sich aber doch vor der Painstage ein und lauschten/bangten zu der affengeilen Mucke der 3 Schwaben. Belohnt wurden sie durch die Grabenschlampen, die per Feuerwehrschlauch für Erfrischung sorgten und durch die witzigen Ansagen von Frontzwerg Joschi, der mit der Hitze genauso zu kämpfen hatte wie alle anderen auch. Nebenbei zockten UNDERTOW einige Hits ihrer Kultplatte "Milgram" und Material vom neuen Album "Don't Pray To The Ashes". Jedes Mal, wenn ich UNDERTOW bisher live erleben durfte, wurden sie mir sympathischer, so auch dieses Mal. Daumen hoch für diese Band.
[Wulfgar]

Van Canto

Die gleichen Bedingungen wie bei UNDERTOW (OK ich geb's ja zu, inzwischen wieder dezent nachgefüllter Alkoholpegel). Allerdings ein völlig unterschiedliches Konzept. Keine Gitarren, kein Bass auch kein Keyboard. Laut amtlicher Nachrechnung bleiben dann nur noch Gesang und Schlagzeug. Das reicht VAN CANTO aber vollkommen um die Metaller, die mittags schon im Stande waren die Bühne zu finden, auf Trab zu bringen. Die A cappella Versionen von 'The Bards Song', 'Fear Of The Dark' oder 'Rebellion (The clans are marching)' begeistern die An-/ bzw. Verwesenden vor der Bühne aufs Vortrefflichste. Man konnte den Stimmakrobaten aber auch deutlich anmerken, was sie für einen Spaß hatten endlich mal ein richtig großes Festival zu bespaßen, entsprechend geil war der Auftritt. Insbesondere das Gitarrensolo-Battle vollkommen ohne Gitarren war extrem witzig mit an zu horchen. Allen selbsternannten Szenewächtern sei noch gesagt, dass die Mucke richtig gut föhnt und die Szene nicht gefährdet sondern bereichert.
[Wulfgar]

Ich bin eigentlich ein Fan von a capella und oute mich als Freund von den COMEDIAN HARMONISTS wie auch von den WISEGUYS - aber a capella und Heavy Metal ist etwas, was in meiner Vorstellung nicht zusammen gehen wollte. Hörten sich die ersten Songs für mich schlichtweg langweilig an, mir dessen bewusst, dass es ein Riesenakt ist, Instrumente wie eine Gitarre stimmlich zu imitieren. Das möchte ich an dieser Stelle würdigen. Doch davon abgesehen waren gerade 'Master Of Pupets' wie auch 'Fear Of The Dark' Verbrechen an den Originalen. Kommt VAN CANTO Sänger Philipp "Sly" Schunke Hansi Kürsch in seiner Stimmfärbung doch recht nahe, klingen beide genannten Songs recht grotesk, vor allem dann, wenn plötzlich weiblicher Gesang dazwischen dudelt. Auch an der Hintergrundvertonung darf noch gearbeitet werden. Eine geübte a capella Truppe kann mehr als nur stumpfes dada und didi, da ist mehr an Variabilität möglich. Nun ja, vielleicht bessert sich das mit der Zeit. Aus reiner Neugierde werde ich mir das wohl noch mal antun, in der Hoffnung, dass Coversongs zukünftig auf BLIND GUARDIAN und AVANTASIA beschränkt bleiben.
[kex]

Eisbrecher

Leider sollte es nicht einmal ansatzweise so kalt werden, dass es irgendein Eis zu brechen gegeben hätte (außer vielleicht im Cocktail Glas). (Muhaha, ja der Joke musste sein). Nach einem sphärisch, elektronischem Intro enterten die Jungs um die beiden Bandköpfe Alex und Noel die Main Stage, vor der es geknüppelt voll war. Der Checker hatte die Menge von Anfang an in der Hand, so wie man es von der sympathischen Frontglatze kennt. Die EISBRECHER hauten einen Hit nach dem anderen aus der PA, wobei mir der Gedanke kam, wie die vorher alle meine Lieblingssongs rausgekriegt haben. Alleine schon 'Leider' und 'Phosphor' hört man schließlich nicht alle Tage. Aber auch die Ode an das Deutsch-Sein 'Schwarze Witwe' und 'Miststück' trieben die Meute auf und vor der Bühne zum ausgelassenen Feiern. Zwischendrin immer wieder garniert mit den gewollt übercoolen Ansprachen von Wesselsky und Co. feierten EISBRECHER einen einzigen Triumphzug. Alles in allem äußerst zufrieden stellend.
[Wulfgar]

Poisonblack

In der Mittagshitze unter Einsatz der Wasserschläuche fand sich doch eine beschauliche Menge zu den Gothic Metallern aus Finnland ein. War anfangs der Gesang noch kaum zu hören, änderte sich dies im Verlauf des Auftritts recht schnell, sodass auch POISONBLACK die treuen Fans mit gutem Sound entlohnten. Vor allem der Bass trieb an und das Publikum feierte die Band. Insgesamt sprang der Funke von Band zu den Anwesenden nicht recht über, es wirkte alles doch recht routiniert. Als Highlight des Auftritts mache ich persönlich 'Buried Alive' aus, Wahnsinn wie so wenig Menschen so viel Stimmung machen können.
[Kex]

Solstafir

Am Samstag heißt es erst mal entspannen und so geht es am späten Nachmittag mit den Isländern SOLSTAFIR los. Mal wieder eine Band, die ich vorher nicht wirklich kannte und die ihren Vorschusslorbeeren vollkommen gerecht wird. Der Auftritt wird für mich zu einem ähnlichen Aha-Erlebnis wie anno dazumal PRIMORDIAL. Die relaxte Mischung aus Post-Rock, Viking Metal und Doom kommt optimal rüber und entführt einen wie schon am Abend zuvor LONG DISTANCE CALLING, auch ohne Bank, in andere Sphären. Atmosphäre geht klar vor Gaudi-Metal á la KORPIKLANI und EQUILIBRIUM.
[Mörser]

Rebellion

Abends stand im Party Zelt REBELLION auf den Fahnen der, leider nicht ganz so zahlreich, erschienenen Fans. (Möglicherweise weil zeitgleich SEPULTURA auf der Hauptbühne zockten). Auch sonst schien der Auftritt nicht unter dem besten Stern zu stehen, Gitarrero Uwe Lulis musste, wohl aufgrund einer Fuß/Beinverletzung den Gig wie Humpty Dumpty auf seiner Box hockend verbringen. Trotz all dieser Widrigkeiten legten REBELLION einen richtig geilen Gig hin. Nicht zuletzt, weil Bassist Tomi Göttlich einfach viel zu gut drauf war und die restlich Band förmlich mitriss. Zumindest sah es von unten so aus. Aus allen 3 History of the Vikings Alben wurde das Beste rausgepickt, wie z.B. 'Bolverk' oder 'Kiev', und in die Menge geblasen. Dieselbe dankte es der Band mit bangen und wehenden Propellern. Cooler Gig trotz Hindernissen.
[Wulfgar]

Sepultura

Ich habe SEPULTURAS Weg seit Anbeginn der Existenz der Band verfolgt, legendär war das 1-Punkt-Review des über Shark Records veröffentlichten Quasi-Debüts 'Morbid Visions' im damaligen Metall-Hammer und dermaßen Kaufgrund! "Schizophrenia" und "Beneath the Remains" waren Klasse Alben, die richtig fett ins Ohr gingen und Spaß machten. Ab "Arise" wurde es dann unkreativ und langweilig und ich verlor die Band aus den Augen. In jüngerer Zeit wurde ich des SEPULTURA-Bashings aus allen Ecken und Enden gewahr, selbst die Cavalera-Brüder meinten, auf ihre eigene Band einschlagen zu müssen. Ich habe Cavalera-Musik und Cavalera-Life-Performances gesehen. Das ist nicht mehr lächerlich, nicht mehr peinlich sondern einfach nur noch ärgerlich. Ich weiß nicht, woher Max diesen Größenwahn nimmt, aber so sind sie halt, die Dritte-Welt-Rockstars! Mal ein bisschen West-Luft geschnuppert und schon meinen sie, alles zu wissen, alles verstanden zu haben und allen anderen erzählen zu können, was gut und richtig ist. Zum Gig kann ich nur sagen: Respekt! Ein sauberer Sound (imo der beste des Festivals!) mit knarzender, schwerer Gitarre, das Zusammenspiel tight, die Songauswahl retro. Was will der SEPULTURA-Fan mehr? Diese Band ist mir auch in der jetzigen Form und Besetzung hundertmal lieber als Pseudo-Weltmusik-Maxe mit seinem Mangeldurchblick und seiner scheißgroßen Klappe. Daumen hoch! Übrigens: die Fans auf dem Summer Breeze, die nicht grade mit dem Insignienkauf oder dem 'durch-die-Gegend-pissen' beschäftigt waren, sahen das wohl genauso. Das schließe ich aus dem Jubel, der SEPULTURA entgegen schallte!
[Tad]

Für die frühe Uhrzeit hat sich doch eine stattliche Menge vor der Mainstage eingefunden, die fast bis zur Painstage hinreichte. Ließen es SEPULTURA zunächst noch recht mäßig angehen, wurde zum Ende des Auftritts hin doch mehr aufgedreht. Hatte es vom Schlagwerk eine solide, aber eben doch langweilige Leistung gegeben, gab es zum Ende hin richtig Dampf. Geboten wurde weiter ein Tomb-Solo seitens des Sängers, das sich meinem Erachten nach dann irgendwann zu sehr in die Länge zog, der Menge schien es gefallen zu haben. 'Roots Bloody Roots' stimmte denn auch mich zum Abschluss gnädig. Allerdings hatten die Herren auf dem Metalfest Austria wesentlich mehr Pfeffer im Allerwertesten, so bleibt nur noch positiv die Zustimmung zur Bewertung des Sounds: Nicht nur für die Mainstage war das gut gemischt.
[Kex]

Korpiklaani

Oh weia, was war das denn. Der Auftritt hatte noch nicht mal angefangen und die Massen drängten so dicht, dass sogar direkt vor dem Wellenbrecher ein heilloses Gequetsche herrschte, noch schlimmer aber, zog sich das Gedrücke bis weit hinter den Mischturm hin, sodass ich in Richtung Mainstage floh. Wahnsinn! Tja, geboten wurde dann ein recht durchschnittlicher KORPIKLAANI-Auftritt, dessen Qualität mit "belanglos" sehr wohlwollend umschrieben ist. Ändern die eigentlich noch irgendwas an ihrer Playlist, abgesehen davon, dass mit jedem neuen Album ein neues Getränk besungen wird? Die Standardhits waren alle samt vertreten, während sich der Leinwand entnehmen ließ, dass weder Polonaisen noch Gepoge möglich war. Das Publikum, dicht gedrängt wie die Ölsardinen, war lediglich zu Gehüpfe fähig. Ich muss wohl zu alt sein für den Scheiß, die Jugend hatte offensichtlich Spaß.
[Kex]

Surprise Act Bülent Ceylan

Naja so wirklich überraschend war's dann doch nicht, wer da zur Tagesschaustunde die Bühne entern sollte. (Vielleicht weil es auf den Festival-Shirts stand?) Naja egal. Vor SICK OF IT ALL durfte also der Mannemer Türk auf die Bühne. Klar ersichtlich war auf jeden Fall das Herr CEYLAN in Dinkelsbül(ent) (Monstergag) genauso viel Spaß hatte wie die Metaller die sich eingefunden hatten. Zumindest schließe ich das aus den diversen " Oh Monn, isch des geil hier" Äußerungen, oder der Tatsache das er ausgiebig Crowd-surfte. (Sogar bäuchlings, das nenne ich hart im Nehmen!) Auch sein Alter Ego Mompfred (bitte mit so viel Spucke wie möglich aussprechen) Boggenauer hatte einiges über seine Anti-Rassismus Pillen zu erzählen, die hier und da ihren Dienst versagten. Der Türk schaffte es selbst dem fiesesten BM‘ler noch einen Lacher abzudrücken und allen anderen auch mehrere. Eine richtig geile Idee der Veranstalter, das lässt sich wohl einstimmig festhalten. Gerne wieder!
[Wulfgar]

Hihi, ich kann dem Kollegen nur zustimmen. Tränen lachte ich nicht nur zu den Ausführungen, welche Randgruppen hier in Deutschland lebten. Mühelos nahm CEYLAN die Beziehungen zu Ossis und Wessis, Ossis und Türken wie auch Deutschen und Ausländern im Allgemeinen aufs Korn. Großartig auch, wie er es immer wieder schafft, sich über seine eigenen Witze kaputt zu lachen, ohne dabei lachhaft zu wirken. Auch der Death-Metal vertonte Song zu ehren des Hausmeisterwesens begeisterte die Massen (wirklich, Massen!). Ach ja, der Auftritt war ein schöner Beweis dafür, dass es den Sound der Mainstage auch in sauber und vor allem leise und nichts desto trotz für jedermann verständlich geben kann! "Darf ich lachen oder kann ich noch?" - Ich kann's! Toll!
[Kex]

Agnostic Front

Nach AGNOSTIC FRONT am Donnerstag sind am Samstag nun die nächsten NYHC-Helden dran: SICK OF IT ALL. Im Vergleich zu den Jungs um Vinnie Stigma schien bei den Koller-Brüdern weniger Stimmung zu sein. Das wird wohl daran liegen, dass SICK OF IT ALL im Gegensatz zu AGNOSTIC FRONT kaum Metal-Elemente haben. Mir persönlich hat es dennoch sehr gut gefallen. Die Band war schön agil und spielte nur Klassiker, alte wie neue. Mein persönliches Highlight war dabei 'Injustice System' bei dem sich meine etwas erholten Stimmbänder wieder fast verabschiedeten.
[Mörser]

Ach ja, genau. SICK OF IT ALL hab ich auch noch hinter mich gebracht. Prollige, großmäulige Gorillas mit ihrer simplen, durchkommerzialisierten Hardcoremucke. Band, Stil, Inhalte, Attitüde - zur Gänze überholt. Performance wie bei AGNOSTIC FRONT: Gepose. Die Fans fanden es scheinbar geil. Damit kann man es zufrieden sein. Gott, hab ich mich gelangweilt...
[Tad]

Dark Funeral

Wie hab ich mich, basierend auf bisheriger Erfahrung, auf den vermeintlichen Höhepunkt des Festivals gefreut! Und was für ein Haufen Scheiße wurde mir präsentiert? Löst euch doch auf! Ja, die Performance war tight, ja der Sound war beschissen, aber besser als bei den meisten anderen Bands, ja, es war das Abschiedskonzert für den Frontkrächzer, aber soll das eine Rechfertigung sein? Eine Rechtfertigung dafür, dass eine Band, die ihre Existenzberechtigung nur und ausschließlich durch hochmelodiöse RASEREI erhält, fünfeinhalb von 8 Songs nur dröge langsam daherrumpelt? Meine Güte, ich wusste nicht mal das DARK FUNERAL so viele arschlangsame Songs haben! Und an diesem Tage spielen sie die alle und fast nix anderes? Keine einzige Blasthymne aus frühen Tagen? Nur träges Gedröhn? Und das kurze, schnelle Intermezzo dann auch noch, im Vergleich zu vergangenen Höchstleistungen, unsauber? Hallo? Wozu gibt es DARK FUNERAL dann noch? Ich sag's knallhart: in der Form brauche ich die Jungs nicht mehr. Besinnt euch auf eure Tugenden, eure 'Kernkompetenzen', für die die Fans euch lieben, oder löst euch auf und hechelt der neuesten Doom-Mode hinterher. Aber stehlt mir nicht mehr mit euren falschen Versprechungen meine Zeit! Adiosch!
[Tad]

Meine Freunde standen fassungslos vor der Bühne. Ich hingegen hatte ein dickes fettes Grinsen in der Fresse. Ich liebe diese Band einfach, auch wenn sich für mich fast jedes Lied gleich anhört. DARK FUNERAL haben etwas Kathartisches. Nach einer 3/4 Stunde des schwedischen Infernos fühle ich mich quasi runderneuert und erfrischt. Aber die Pandabären aus Stockholm kommen auf der Bühne so böse rüber wie ein Lappenclown zu Karneval.
[Mörser]

Children of Bodom

Ach ja, das war doch mal wieder ein schöner Auftritt. Auch hier der Sound viel zu laut auf der Mainstage, nichts desto trotz rockten die Finnen die Bühne. Gerade dieses Konzert war gespickt von "Follow The Reaper" - und "Hatebreeder"-Songs, großartig! 'Kissing The Shadows' live und dazu noch Performances von LADY GAGA, VAN HALEN und BON JOVI auf dem Keyboard. Klar, gehörte alles zur Show, aber die CHILDREN OF BODOM schienen mindestens genau so viel Spaß auf der Bühne, wie die Masse davor zu haben. Bis hinter die Mischtürme ging die Party (dort der unschlagbare Vorteil, sicher vor Crowrdsurfern zu sein) und zum Anspiel von 'Alejandro' sang die Menge doch recht Textsicher mit. Die Spielzeit wurde hier mal voll ausgereizt, was man auch nicht von jeder Band auf dem diesjährigen Breeze behaupten kann. CHILDREN OF BODOM, ein Garant für Spaß für alle die Keyboards im Metal mögen.
[Kex]

Not my cup of tea! Die in meinen Augen einzig beiden guten Sachen waren die Cover vom Keyboarder und die Schattenspiele eines Zuschauers auf der Leinwand. Selbst die Sachen von den ersten beiden Alben konnten mich nicht mehr begeistern. Die Leute neben mir waren aber dennoch glücklich.
[Mörser]

Asphyx

Der Tiefpunkt des Festivals und das lag nicht an der Mucke. Im Gegenteil, als ASPHYX begann, die ersten Takte des Debüts in die Menge zu pfeffern, bekam ich auch kurz eine Gänsehaut. Aber sorry, der Scheißsound trieb mich noch vor Ende des ersten Songs aus dem Zelt. Viel zu laut, matschige Kakophonie, sinnloser, undifferenzierter Lärm, einfach Scheiße. Kann man das wirklich und ehrlich abfeiern? Oder feiert ihr euch alle nur selbst?
[Tad]

My Dying Bride

Und um Mitternacht kommt dann mit MY DYING BRIDE das Beste zum Schluss! Die beste Band die zurzeit auf diesem Planeten wandelt. Und es war einfach nur GOTT!!!!! Und das trotz des zeitgleich beginnenden Abbaus der Hauptbühne. Die eine Stunde hätte den Kohl doch auch nicht fett gemacht. MY DYING BRIDE boten vom aktuellen Depressionsmonument 'My Body, A Funeral' bis zu alten Schinken wie dem flotten 'Vast Choirs' und 'Turn Loose The Swans' einen bunten Reigen an deprimierender Musik. Wäre ich während des Konzertes tot umgekippt, ich wäre glücklich gewesen. Wenn Aaron Stainthorpe wirklich dermaßen bei den Texten mit leidet wie es aussieht, kann man verstehen wieso MY DYING BRIDE so selten Konzerte spielen. So überträgt man statt guter Laune (s. ORPHANED LAND) die pure Dunkelheit. Och wat wor dat schön!!!!
[Mörser]

Eisregen

Zu später Stunde im Partyzelt grölte eine doch recht jung wirkende Menge lauthals "Jesus stinkt!" und auf die Bühne kamen im kühlgrauen Lichte: EISREGEN. Das war es dann aber auch schon an Erwähnenswertem, keine Show, keine Spezialeffekte wie Nietenkleidung, bösem Blut oder bösen Waffen. Nur ein Pseudoakzent, der wohl rumänisch wirken sollte, aber angesichts eines akzentfreien "Summer Breeze ihr seid gut!" dann wieder peinlich wirkte. Keine Frage, nur Unzensiertes spielen zu dürfen ist schon hart, vor allem, wenn das so ein Mist ist, wie '1000 tote Nutten' oder 'Elektro Hexe'. Statt auf die Tourankündigung für September zu reagieren brüllt die Menge nach Zugabe - ähm ja, ich muss das ja nicht verstehen. Ich möchte anmerken, das Zelt war so überfüllt, dass ich keine Chance hatte, dem Fotograben zu entfliehen. Wer einmal EISREGEN überlebt hat, hält musikalisch wohl viel aus. Peinlich und Gott sei Dank ging es dann mit THE CROWN anständig weiter!
[Kex]

The Crown

Reunion, Juhu! Ein neuer Sänger macht's möglich und Leute, der haut richtig geile Growls raus und performt das alte Material mühelos. THE CROWN bildeten für mich bei etwa zu einem Drittel gefülltem Partyzelt einen gelungenen Abschluss. Sicher, an seiner Bühnenpräsenz muss der noch etwas schüchtern wirkende Jonas Stålhammar noch arbeiten, aber wenn der Junge in seine Rolle als Frontmann rein wächst, blühen uns Deathmetalauftritte vom Feinsten. Na gut, einen Wehrmutstropfen gibt es: Nachdem sich bis 'Blitzkrieg Witchcraft' die Setlist kontinuierlich steigerte, wurde das Publikum mit einem neuen Song konfrontiert. 'Doomsday King' hieß das Stück und im Gegensatz zu den bisherigen Produktionen ist "belanglos" noch ein sehr wohlwollender Ausdruck. Hoffentlich ist das nicht der Kurs, den THE CROWN dauerhaft einschlagen werden. Davon abgesehen, war das ein toller Auftritt, die anwesenden bangten was die Köpfe hergaben und mit 'Crowned in Terror' und 'Total Satan' in Richtung Bett entlassen zu werden, war eine feine Sache. Wer nicht da war, hat etwas verpasst! Nach vier Tagen Musik und insgesamt fast 60 gesehenen Bands hätte dieser Auftritt das Summer Breeze nicht besser ausklingen lassen können.
[Kex]

Fazit

Eieiei, was war denn das jetzt? Ich weiß nicht, kann ja auch an mir liegen, aber ich war dieses Mal mehr als unzufrieden. Das fing beim Billing an, leitete über zu Spielzeitpunkten, Sound, Strukturierung des Geländes, Ständen und, last but not least, zum Publikum. Ja, ich hatte dieses Jahr ohnehin keinen Bock. Ja, ich war am Freitag halt im Jägermeisterrausch und hab nix weiter mitgekriegt. Ja, das, was ich dort beobachtet habe, gilt halt als normal bis cool. Und ja, ein Festival ist kein Kindergeburtstag. Aber ich frage mich, warum es stattdessen ein Catwalk durch den Schweinestall sein muss. Eins nach dem anderen:

Das Camping-Gelände:

Leute, könnte ihr mir mal bitte erklären, was ihr dort eigentlich tut? Das sieht dort schon am ersten Tag so aus, als ob hier 30 Müllaster explodiert wären! Wie kriegt ihr den ganzen Scheiß eigentlich auf's Gelände? Und warum glaubt ihr, die Verantwortung für die Entsorgung eures Mülls an andere abgeben zu dürfen? Man sieht hier sehr deutlich, wes Geistes Kind das Gro der Szene eigentlich ist: eine Horde gieriger Parasiten ohne Verantwortungsbewusstsein. Ich habe da nur noch einen Vorschlag: Aufteilung des Zeltplatzes in Parzellennummern mit 1000 Euro Kaution! Wollt ihr das? Dann macht nur so weiter! Ich SCHÄME mich mittlerweile, mich unter solchen Menschen zu bewegen.
[Tad]

Irgendwie erschloss sich mir in diesem Jahr das Packsystem nicht. Ein 3,5-Tonner steht auf A rum, obwohl die Leute unbedingt auf H wollten. Glücklicherweise hielt das Wetter, hätte nur zu gern gesehen, wie der Transporter da raus gezogen worden wäre. Matschig war es dann auch nur am Mittwoch in der Nähe viel befahrener Hauptwege und direkt auf dem Kippel - davon abgesehen gestaltete sich das Camping weitestgehend angenehm. Die Fluchtwege blieben mit Ausnahme einiger Nachzügler, die meinten von Freitag an auf A die Wege komplett zu parken zu müssen, weitestgehend frei. Das System mit Sprühfarbe die nutzbaren Flächen zu markieren funktionierte offensichtlich, das trotz Regen am Anreisetag. Ich schätze eingefleischte Wähler der Grünen wollen lieber nicht wissen, mit was für Zeug das Gras angesprüht wurde - nach zwei Tagen war es aber nicht mehr zu sehen. Negativ hingegen viel vor allem die enge Packung der Camper auf, noch mehr aber, dass es auf manchen Campgrounds (C und A) nur vier Dixies gab, zumindest am ersten Tag. Die sahen natürlich auch prompt aus wie Sau. Auf E gab es immerhin derer sechs und auf H wurde die Sauberkeit des stillen Behelfsörtchens sogar gelobt, was auf die generell gut funktionierende Leerungspolitik zurück zu führen sein dürfte. Im nächsten Jahr bitte zwei bis drei Dixies mehr pro Campground und die Leute dürften zufriedener sein.
[Kex].

Billing

Das Billing ist so langsam Standard. Wer das Summer Breeze die letzten Jahre besucht hat, wird mittlerweile gemerkt haben, dass hier letztlich in der Mehrzahl immer die gleichen Namen in verschiedener Reihenfolge auftauchen. Auch die stilistische Aufteilung, eines der Hauptpfunde, mit dem das Summer Breeze wuchern kann, ist mittlerweile Standard. Eine Band aus dem einen Bereich (zB Dudelsack), drei aus einem anderen, dann ein paar Fun-Bands á la JBO oder dieses Jahr die Musik-Überflüssler KORPIKLAANI und so weiter. Dieses Jahr als Alibi immerhin ein paar Minuten Bülent Ceylan, alles in allem aber Standard. Und Standard langweilt.

Die Reihenfolge des Billings: Was soll ich sagen, das ist sicherlich sehr subjektiv. Aber SUFFOCATION und RAGE am Mittwoch spielen zu lassen, eine Band wie die Israelis ORPHANED LAND Freitag nachts um nach 02:00 Uhr, dafür NAPALM DEATH irgendwann am frühen Nachmittag vor Rock-Rumplern wie den THE 69 EYES, da würde ich soweit gehen zu behaupten, dass das nicht grade von Sachverstand zeugt. Wer hat das so organisiert? Irgendein BWL- oder Eventmanagement-Student? Letztlich ist mir die Reihenfolge des Billings scheißegal, es gab dieses Jahr kein einziges Essential, das nicht mindestens schon einmal da gewesen wäre. Aber ORPHANED LAND unter 'ferner liefen' abzufrühstücken ist mehr als unangemessen.
[Tad]

Sound:

der Sound wird sicherlich nochmals bei den Bandberichten zur Sprache kommen. Alles in allem war er dieses Jahr im Gegensatz zu letztem Jahr nicht selten wieder hundsmiserabel. Alte und bekannte Fehler wurden wiederholt. Hauptsache laut. DAS Problem metallischer Life-Performances. Noch mal: das ist weder hart, noch toll, noch cool oder sonst wie zu rechtfertigen. Es ist einfach dumm. Vor lauter Lärm hört man die Musik nicht. Ach so, ich vergaß: darum geht es euch allen ja auch gar nicht, gell?
[Tad]

OLLI SCHULZ singt zwar voller Enthusiasmus "Wenn die Musik nicht so laut wär'/ dann wär' sie auch nur halb so schön!", doch ist der Mann erstens Liedermacher und spielt nur mit seiner Akustikgitarre und einem schnuckeligen Verstärker vor 500 Leuten. Dabei füllt er den Raum ohne Probleme über das Gequatsche der Leute mit Musik. Metalbands, wo vor habt ihr Angst? Frönen hier alle dem Grundsatz "Wer nicht schön singen kann, ja der singt halt laut"? Letztes Jahr bei VOLBEAT brummten mir die Ohren trotz Oropax gewaltig, dieses Jahr konnte ich auf dem Campground, wie auch unsere Nachbarn auf B eins A den Konzerten von FREI.WILD lauschen und hätte eine Kritik schreiben können, ohne vor Ort gewesen zu sein. So astrein, wie deren Sound unsere Gespräche am Grill um ein paar Dezibel in die Höhe zwang, muss das dort unten die Hölle gewesen sein. Der Auftritt von SUBWAY TO SALLY auf der Mainstage wäre sicherlich erträglicher gewesen, wäre den E-Gitarren der Saft abgedreht worden. Der so entstandene Brei, hätte bei ein paar Dezibel leiser wohl auch die Unterscheidung einzelner Akkorde möglich gemacht. An meinen Stöpseln lag das sicherlich nicht, denn so manche Band klang mit Stopfen im Ohr direkt grandios. Bitte liebes Summer Breeze Team, fahrt die Anlage ein wenig Runter, es sind keine sechzigtausend Menschen bei euren Konzerten!
[Kex]

Merchandise

Was mich zum Thema Verkaufsstände führt: Die Anzahl an Ständen, die noch das verkaufen, was die Metalszene eigentlich ausmacht: nämlich Datenträger mit Musik drauf, befinden sich in einer Viertel-Minderheit. Stattdessen Massen an Klamottenläden, von denen der Großteil nicht mal mehr simple Metal-Shirts vertickt, sondern halt einfach nur noch willkürlich Klamotten, Stiefel, Schmuck mit 'böse'- Design und sonstige Insignien der Balz oder der Angeberei. Während an den CD - Ständen ein weiteres Mal Flaute herrscht, werden die Klamottenläden frequentiert, als befände man sich an einem verkaufsoffenen Sonntag auf der Stuttgarter Königsstraße. Massen an konsumgeilen Weibern, die sich einen Scheiss dafür interessieren, was da auf den Bühnen abgeht und wie auf Mallorca durch die Klamottenläden flanieren um zu 'shoppen'. Vor den Bühnen sind 99% der Fans männlich, in den Klamottenständen 75% weiblich. Wie kommt's? Soll'n wir da mal drüber reden? Über die zunehmende Verweiblichung einer Szene und wie dieses hedonistische, selbstgefällige, gierige und niederträchtige Geschlecht durch sein perverses Konsumverhalten und Musikverständnis der Unterminierung der Existenz der gesamten Szene oder wenigstens des ernstnehmbaren, des KREATIVEN Teils massiv Vorschub leistet? Nein, besser nicht. Ist ja alles gar nicht so, man darf das nicht pauschalisieren, nicht alle über einen Kamm scheren. Sorry. Kann und darf man nicht nur. MUSS man! Mädels! Nächstes Mal bleibt zu Hause oder geht woanders hin shoppen! Das Festival wird dadurch vielleicht kleiner aber ich bin sicher, dass man sich dann wieder auf das Wesentliche wird besinnen können. Gute Musik bei gutem Sound, eine angenehme, entspannte Atmosphäre, eine gewisse Weitläufigkeit und Verkaufsstände, deren Betreiber einer Passion nachgehen und nicht nur Kohle abziehen wollen. Ich kann mich noch gut an die Mitt-80ger-Anti-Kommerzhaltung der Szene erinnern und habe diese immer verspottet. Jetzt weiß ich, warum das damals die bessere Geisteshaltung war!
[Tad]

Abgesehen davon, dass ich auch als Frau auf die dortigen Bekleidungsstände verzichten könnte, ist mir in diesem Jahr vor allem aufgefallen, dass manche der Stände, ähnlich wie auf dem Wacken Open Air, schlichtweg identisch wirkten, weil die T-Shirts mit den gleichen Motiven draußen hingen. Eine gute Idee war jedoch ein Stand des Veranstalters, der Restbestände von Merchandise-Textilien der letzten Jahre anbot, wie auch einige Bandshirts zu Spottpreisen raus gehauen hat. Gewundert habe ich mich allerdings doch sehr, als ich bei einigen Summer Breeze Merchandise Ständen tatsächlich eine riesige Wackenflagge für 5 Euro hängen sah. Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch das Bild dazu an! Immerhin, ab Donnerstagnachmittag war diese Flagge dann auch nicht mehr zu sehen. Die Merchandisemeile auf dem Festivalgelände darf definitiv kürzer sein und in der Qualität gerne steigen, dafür könnte am Info- und Beschwerdecontainer noch zusätzlich die Möglichkeit geboten werden, an Müllsäcke zu kommen, das ist zentraler als die Fußgängerschleuse.
[Kex]

Festivalgelände

An dem Thema hängen dann die beiden nächsten Punkte. Die Strukturierung des Geländes und das restliche 'Publikum'. Wer hatte denn den Grad geistiger Umnachtung, der notwendig ist, um zwei Reihen Dixies direkt neben das Partyzelt zu stellen? War demjenigen nicht klar, dass das unfassbar coole, männliche Publikum lieber ZWISCHEN die Dixies pissen würde statt IN die Dixies? Und kann mir mal einer erklären, WARUM dieses männliche Publikum überall quer durch den Garten pissen muss, wenn die Zahl der Dixies selbst mehr als ausreichend war? Was geht in den Köpfen dieser Leute vor sich? Das Festival ist doch schließlich kein Kindergeburtstag, nicht wahr? Da muss man den Gestank in den Dixies eben aushalten. Oder halt weniger saufen, dann muss man auch nicht auf die Dixies. Aber nein, stattdessen mutet man lieber dem gesamten Festivalpublikum den eigenen Eau de Piss zu, schön vergoren und konzentriert in dreitägiger Hitze. Es ist mir unmöglich, in Worte zu fassen, was ich gegenüber diesen Leuten empfinde.

Vor den Bühnen: all möglicher Scheiß fliegt da Richtung Bühne. Volle Klorollen natürlich auch. Ich schwöre euch, wenn ich jemals jemanden erwischen sollte, der eine volle Klorolle aus dem Dixie klaut, um sie dann in als kindlichen Übermut getarnter Dummheit über das Festivalgelände zu pfeffern, den lasse ich fürderhin in einem der Dixies den Leuten die Schei?e vom Arsch lutschen! Das nächste sind die halb- oder ganz vollen Bierbecher. Klasse Sache! Auf die Weise kann man dann den daheim gebliebenen Kumpels erzählen: 'Boah, isch hab 40 Bier gesoffen an einem Tag!' Einen Scheiß hast du! Vielleicht hast du 40 Bier geKAUFT, gesoffen hat sie aber der Ackerboden. Wie hoch muss der Becherpfand werden? Wie viel muss das Bier darin kosten, damit ich mich keiner unfreiwilligen Bierdusche mehr ausgesetzt sehen muss? Das Wort 'Dummheit' wird diesem Publikum in Mehrheit nicht mehr gerecht.
[Tad]

Essen

Wer jetzt wissen will, wie das Essen war, den muss ich enttäuschen. Es gab keinen Ochs am Spieß, sondern das Gleiche wie jedes Jahr. Ich hab so gut wie nichts gegessen. Und vor allem nichts, das eine Erwähnung wert wäre.
[Tad]

Lobend hervorheben möchte ich an dieser Stelle das Auto mit dem Vegiefutter. Dort gab es leckere Vegie-Burger und Vegie-Döner zum annehmbaren Preis und das Zeug schmeckte auch noch echt gut. Nicht umsonst war die Schlange echt lang. Wer übergroßen Hunger hatte, konnte sich mit Flammkuchen in vier Geschmackssorten für drei bis vier Euro überfressen. Der Ochs am Spieß hat allerdings wirklich gefehlt, das konnte auch das Dresdener Handbrot nicht wettmachen. Negativ vor allem die Asiatischen Gerichte in diesem Jahr: Boa war das pappig, geschmacklos, kalt und ekelhaft das Essen. Ich habe mal gelernt, nichts wegzuschmeißen, in dem Fall habe ich meine Erziehung gekonnt ignoriert und den Fraß in die Tonne geklopft. Die Auswahl war groß, aber eben größtenteils belanglos.
[Kex]

Zusammengefasst:

Was die Organisation des Festivals selbst angeht, habe ich allerdings explizit nichts zu meckern. Das Wie war hier kein Problem, nur das Was.

Fazit: die Veranstalter können eventuell nicht für alles was. Ich kann nur empfehlen, sich Gedanken zu machen über die Art des Publikums, das man anlocken will, die Qualität der Performances und des Sounds der Bands sowie des Billings selbst. Besinnt euch wieder etwas auf die Basics. Ansonsten fällt bald auch das SB unter das gleiche Banner wie all die anderen durchkommerzialisierten Festivitäten: überflüssig! .
[Tad]

Irgendwie fühle ich mich unwohl auf einem Festival, bei dem ich mich bei manchen Konzerten vor dem Gedrücke im Partyzelt oder der Painstage fürchte. Gleichzeitig könnte man vor den Hauptacts doch bitte eine Schleuse mehr aufmachen, das war teils der reine Wahnsinn mit dem Anstehen. Auch die Lautstärke der Bands macht keinen Spaß mehr, wenn man selbst mit Ohropax ein Dröhnen in den Ohren mit zum Zelt nimmt. In Eigener Sache möchte ich anmerken: Bisher bin ich als Nachtblinde immer gut zu Recht gekommen. In diesem Jahr war der Assifaktor der Besucher teils so hoch, dass ich, wenn ich mich mit Blindenstock herangetastet habe, am Bauzaun entlang, mir auch noch Beschimpfungen anhören musste, weil ich beim Pissen gestört habe. Ähm ja, geile Sache. War dankbar, dass die Herren meist nicht auf die Idee kamen sich zur Seite zu drehen. Leute, ich bin erst dreiundzwanzig und schon so verspießert, dass mir dieses Festival zu laut, zu eng und zu asozial geworden ist. Für die Generation Wacken dürfte das Summer Breeze aber die Alternative schlechthin in den nächsten Jahren werden! Nichts desto trotz gab es auch eine Vielzahl Besucher, die sich pudelwohl fühlten, so manch coole Aktion und so lange das Wasser vor den Bühnen in praller Hitze ordentlich fließt, werden sicher viele gewillt sein das Summer Breeze 2011 zu besuchen. In der Kategorie "Mittelgroßes Festival" gehört das Breeze sicherlich noch zu der besseren Sorte.
[Kex]

Besucherstimmen

Auf unserer Mission, Stimmen zum diesjährigen Summer Breeze einzufangen, wurden wir (Wulfgar und Kex) zunächst weggeschickt oder gar ignoriert. Ziemlich frustriert beschlossen wir, lediglich ein weiteres Camp anzusteuern. Unser Ziel: Wenigstens noch ein Internationales Camp! Von den Kennzeichen der dort parkenden Autos in die Irre geleitet, trafen wir auf vermeintliche Tschechen - die stellten sich als zwei echt coole Esten heraus und mir hat selten ein Interview so viel Spaß gemacht wie das mit Martti und Raino!

Wo kommt ihr her?

Martti: Genau genommen sind wir eine ziemlich internationale Truppe. Wir haben einen aus Australien, einen von Tasmanien, einen aus Neuseeland, fünf von uns kommen aus Estland, einer aus Finnland und irgendwo hängt noch eine Norwegerin rum.

Raino: Wir sind aus Estland

Das ist ein ganz schön langer Anreiseweg?

Raino: Ja stimmt, wir sind Samstagmorgen losgefahren.

Das Summer Breeze ist also ein wichtiges Festival für euch?

Raino: Ja!

Martti:wir kommen seit 2006 hier her

Ihr seid seit Mittwoch hier?

Raino: Ja, seit Mittwoch früh

Martti:Ehrlich gesagt, war gestaltete sich die Anreise als Spießroutenlauf. Zunächst bekamen wir keine Tickets, es war ausverkauft. Aber es gibt Bocktours, die bieten Tickets inklusive der Fahrt von Ulm hierher an, da haben wir noch Karten bekommen. Dann fuhren wir samstagmorgens um vier los. Wir hatten einen Wohnwagen und fuhren erst mal nach Kutná Hora in Tschechien. Dort ging uns der Wagen kaputt, der Motor machte nicht mehr mit. Also saßen wir dort für eine Nacht fest und versuchten zu überleben. Wir hatten bloß T-Shirts und es war echt kalt. Deswegen haben wir Feuer gemacht - in einem Park der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Der nächste Gedanke war, den Wohnwagen zu reparieren, aber man sagte uns, dass das eine Woche dauern würde, so hatten wir die Idee nach Prag zu fahren und ein Auto zu mieten. So kamen wir an die zwei tschechischen Autos und fuhren so schnell, wie wir konnten, nach Ulm und schafften es auch eine halbe Stunde vor Abfahrt des Busses die Tickets zu holen. Und jetzt sind wir hier. Aber das wichtige ist, dass alle hier sind und gesund und glücklich.

Da ihr seit 2006 hier seid, wie bewertet ihr die Entwicklung der Besucherzahl?

Martti:Hier sind echt viele coole Leute um uns herum. 2008 haben wir auch keine Tickets bekommen und sind mit Bocktours gefahren. Dort trafen wir den Finnen, der fährt seitdem jedes Jahr mit uns. Letztes Jahr, 2009, haben wir einen Australier getroffen, der ist auch wieder mit dabei.

Denkt ihr 30000 Menschen sind zu viel?

Martti:Das ist OK.

Raino: Es ist beinahe eine perfekte Anzahl. Es ist nicht zu überfüllt, aber dennoch genug Leute.

Welche Bands habt ihr euch angesehen und was waren eure Highlights?

Raino: Heaven Shall Burn, Black Dahlia Murder

Martti: Das sind seine. Das ist das tolle am Summer Breeze. Es sind so viele Bands hier, jeder kann etwas von seinen Lieblingsbands sehen. OK, 2007 war kein gutes Jahr, da gab es nur so geschmacklosen deutschen Metal ICED EARTH

ICED EARTH kommt doch nicht aus Deutschland

Martti:Klingt trotzdem nach ihnen. Hmja, mein Highlight sind THE 69 EYES. Ich wollte sie immer sehen und konnte nicht, sie waren mal meine Lieblingsband. Das gleiche ist es mit DARK TRANQUILLITY. Auch SWALLOW THE SUN wollte ich sehen, welche ich wohl von allen am meisten mochte.

(Philipp)Definitives Highlight?

Martti:Jaja, das sind alle, weswegen ich hergekommen bin. THE 69 EYES, DARK TRANQUILLITY, SWALLOW THE SUN und gestern ANATHEMA.

Und welche davon gefiel am Besten?

Martti:SWALLOW THE SUN. Denn ich habe ANATHEMA 2008 gesehen, es war die letzte Band und es war der beste aller Auftritte bisher für mich. Es gab eine totale Mondfinsternis und sie bekamen 10 Extraminuten, um etwas zu machen und sie sagten: OK, dann machen wir etwas von "The Dark Side Of The Moon" und sie spielten PINK FLOYD. Es war episch.

Wie bewertet ihr die Hygienische Situation, Dixies, Trinkwasser?

Martti:Oh, wir trinken kein Wasser.

Ihr wascht euch auch nicht, oder?

Martti:Nö (grinst)

Geht ihr aufs Klo? Wie bewertet ihr die Dixies?

Martti:Ja, ja. Hm, sie sind nicht all zu schlecht.

Raino: Naja, es ist ziemlich voll hier, also ist es nicht so schlimm.

Martti: es ist nicht das Beste von dem was wir gewohnt sind, aber das soll keine Beschwerde sein. Wir wissen ja was los ist, hier sind 30000 betrunkene Leute, die überall hinpissen und kacken.

Wünscht ihr euch Verbesserungen?

Martti:Hmja, eine Sache stört mich schon seit 2006. 2006 kamen wir hierher, durften hinfahren, wo wir wollten und parken, wo wir wollten, keine sagte uns, wo wir hinsollen. Seit 2009 ist es schlimm, die Security-Leute sagen "Geh dahin, geh dorthin". Und dieses Jahr war es so, dass wir herkamen und der Einweiser verfolgte uns regelrechte, der rannte hinter uns her und wir dachten nur "schneller, schneller!". So kamen wir an den guten Platz hier. Hätten wir auf ihn gehört, wäre es nicht so gut geworden, glaube ich.

Ihr habt das Glasverbot ignoriert?

Martti:Das ist kein Glas, das sieht nur so aus. Wir ignorieren das Glasverbot nicht, denn wir verstehen, dass das zu unserer eigenen Sicherheit ist. Man kann ja alles in Plastik umfüllen oder Bier in Dosen. Wir verstehen das und respektieren das.

Danke euch Jungs, viel Spaß noch hier!
[Kex, Wulfgar]

Dieses Jahr kämpften sich für euch durch die Massen: (v.l.n.r.)Wulfgar, Kex, Mörser und Tadmekka (nicht im Bild)

Billing





Folgende Bands sind bisher bestätigt:

CHILDREN OF BODOM
SUBWAY TO SALLY
HEAVEN SHALL BURN
HYPOCRISY
DARK TRANQUILLITY
SEPULTURA
CANNIBAL CORPSE
OBITUARY
PARKWAY DRIVE
MY DYING BRIDE
AGNOSTIC FRONT
DARK FUNERAL
ENSIFERUM
GORGOROTH
FREI.WILD
END OF GREEN
DIE APOKALYPTISCHEN REITER
ANATHEMA
UNLEASHED
RAGE
KORPIKLAANI
BEHEMOTH
THE 69 EYES
GWAR
EQUILIBRIUM
ILL NINO
RAISED FIST
THE BLACK DAHLIA MURDER
EISBRECHER
THE CROWN
EISREGEN
POISONBLACK
HAIL OF BULLETS
MACABRE
FIDDLER?S GREEN
NECROPHAGIST
LEAVES EYES
ASPHYX
1349
MAROON
DREAM EVIL
WATAIN
THE DEVIL?S BLOOD
DYING FETUS
LETZTE INSTANZ
PSYCHOPUNCH
ORIGIN
SWALLOW THE SUN
DESPISED ICON
ORPHANED LAND
MÅNEGARM
INSOMNIUM
WAR FROM A HARLOTS MOUTH
AHAB
DEW-SCENTED
SOLSTAFIR
REBELLION
TRACEDAWN
KYLESA
UNDERTOW
CUMULO NIMBUS
HACRIDE
CALLISTO
FEUERSCHWANZ
SUICIDAL ANGELS
MONO INC.
FEJD
LONG DISTANCE CALLING
WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER
ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY
GRAILKNIGHTS
BARREN EARTH
BRESCHDLENG
TIEFLADER
PANTHEON I
MILKING THE GOATMACHINE
SIDEBLAST
DAS PACK
THE SMACK BALLZ
THE VERY END
THE MEAN
u.v.m.

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