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Gloria Volt - All The Way Down

Review von Stormrider vom 11.06.2018 (543 mal gelesen)
Gloria Volt - All The Way Down Dass die Eidgenossen nicht nur Schokolade und Käse können, das dürfte sich herumgesprochen haben, hat man doch mit GOTTHARD, KROKUS, SHAKRA u. a. jede Menge starker Hard Rock Bands am Start. In dieser Riege möchten zukünftig auch GLORIA VOLT mitspielen, und das kann man ihnen mit ihrem dritten Album "All The Way Down" auch durchaus zutrauen. Insgesamt erinnert der auf Powerchords basierende Hard Rock zwar häufiger an Australiens größte Vertreter der Zunft sowie an die skandinavischen Rocker (hier insbesondere gerne mal an IMPERIAL STATE ELECTRIC), anstatt an die eigenen Landsmänner. Aber während viele Bands den Fehler machen, sich zu sehr ins Pub Rock- und Boogie-Fahrwasser zu begeben, schaffen es GLORIA VOLT ihren Tribut nicht zu offensichtlich zu zollen. Um nicht im typischen Genresound steckenzubleiben, wird ein Schuss Punk hinzugefügt ('Dance With The Devil') und auch vor Balladen, in Form von 'Keep This Time (In Your Heart)' schreckt man nicht zurück. Diese gönnt dem Hörer eine angenehme Atempause, die nicht nur dazu genutzt werden kann Bier zu holen, sondern auch, um die Holde mal mit etwas Liebe zu umgarnen, anstatt ihr auf der Luftgitarre den Helden zu spielen.

Während man sich also musikalisch keine Blöße gibt, hat man im Bereich der Pseudonyme noch jede Menge Potenzial. Sorry, Jungs aber ist das Euer Ernst? Fredi Volvo (Vocals), Pim Peter (Guitar), Marino Maronni (Bass), Pascal Goodnight (Drums) sowie mein persönlicher Favorit Lord Latex (Guitar). Das ist wirklich unfassbar schlecht. Was ein Glück, kann das coole Live-Cover das wieder vergessen machen. Okay, den Lord Latex nicht, aber am Ende steht zum Glück die Musik im Vordergrund. Da "All The Way Down" aber nur auf knapp über eine halbe Stunde Spielzeit kommt und es nur acht Songs auf das Album geschafft haben, hat man gut daran getan, sich keinen größeren Schnitzer zu erlauben. Denn bei der Kürze würde eine laue Gurke natürlich doppelt ins Gewicht fallen. Und wie würde Lord Latex dann damit umgehen?

Aufgenommen und gemischt wurde der Dreher von David Langhard in seinen DALA-Studios in Winterthur. Dabei ist es Langhard gelungen, "All The Way Down" einen dynamischen Sound zu spendieren, der ein authentisches Livefeeling versprüht. Und wenn man sich die Bands betrachtet mit denen GLORIA VOLT in den letzten Jahren die Bühnen geteilt haben (u. a. MOTÖRHEAD, BILLY IDOL, SLASH, THE QUIREBOYS, IMPERIAL STATE ELECTRIC, THE ANSWER, THUNDER, RHINO BUCKET, NASHVILLE PUSSY), dann ist es auch notwendig eine druckvolle und dynamische Liveperformance zu bieten, um nicht unterzugehen. Natürlich erfinden die Schweizer das Hard Rock-Rad nicht gerade neu, aber sie drehen es acht Mal sehr geschmeidig und man kann mit "All The Way Down" eine halbe Stunde einfach eine gute Zeit haben. Dennoch ist das Mucke, die erst in einem schwitzigen Liveclub ihre ganze Energie entfaltet. Wenn die Band also das nächste Mal in der Stadt ist, dann ist der Abend verplant.

Lord Latex - ich fasse es immer noch nicht ...


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Dreamer
02. Never Ever
03. Lose Alone
04. Keep This Time (In Your Heart)
05. Dance With The Devil
06. Live My Life
07. Sydney
08. Poison My Blood
Band Website: http://www.gloriavolt.com/
Medium: CD
Spieldauer: 34:52 Minuten
VÖ: 25.05.2018

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