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Equilibrium - Waldschrein

Review von Zephir vom 25.08.2013 (1215 mal gelesen)
Equilibrium - Waldschrein Leute, legt die Fantasy-Schmöker mal für eine Weile beiseite: EQUILIBRIUM erzählen auf ihrer ersten EP "Waldschrein" einmal mehr ihre eigenen ganz großen Sagen und Mythen. In nur fünf Tracks so viel ausladenden Gitarren-Keyboard-Bombast zu verpacken, der einen völlig einlullt in folkig-fröhliche, mystisch-märchenhafte, opulent-orchestrale und natürlich auch paganmetallische Musik, dazu Vogelgezwitscher und Hahnenschrei, das schaffen wohl nur EQUILIBRIUM. Damit liefern sie einen kräftigen Vorgeschmack auf ihr viertes, für 2014 geplantes Album. Dass die Band ihre Sache nicht wie manch andere pagane Gruppe grimmig-ernst nimmt, manifestierte sich schon im zweiten, 2008 veröffentlichten Longplayer "Sagas". Was 2005 mit "Turis Fratyr" via Black Attakk in nordisch-mythologischen Nebelschwaden begonnen hatte, wurde ab der zweiten Platte via Nuclear Blast mit mehr Pop und Heiterkeit weitergeführt. Mag der eine oder andere Metaller die Musik fortan für unhörbar halten - EQUILIBRIUM vergrößern ihre Fangemeinde zusätzlich durch Frage-und-Antwort-Spiele auf Facebook und Youtube und ziehen ihr Ding konsequent durch.

Die "Waldschrein"-EP ist formal klein, inhaltlich aber voller Superlative, bietet sie doch eine abwechslungsreiche Werkauswahl jüngster und lange vergangener Jahre. Der neue Titelsong, auch in instrumentaler Variante auf der Scheibe vorzufinden, kommt mit viel erzählender Fantasy-Film-Folklore und schließt damit nahtlos an das 2010 erschienene dritte Album "Rekreatur" an. Mal dramatisch, mal verträumt, dabei durchgehend überdimensional ausladend fährt Komponist René Berthiaume alles auf, was Metal-Besetzung, synthetische Orchesterstimmen und andere Spezialeffekte hergeben. Sind das hier cleane Background-Vocals in der Bridge? Alles passt, diese Musik darf einfach Spaß machen.

Den 'Sturm' kennen wir von "Turis Fratyr", aus Zeiten, in denen noch Helge Stang ins Mikro keifte. Dieser Track wurde mit Sänger Robert "Robse" Dahn neu eingespielt und hat einige kleine Veränderungen erfahren, die nicht nur Robses dunklere Stimme zur Ursache haben. Dabei wurde das ursprüngliche, pure Arrangement weitestgehend beibehalten, was die Fans vergangener EQUILIBRIUM-Zeiten erfreuen dürfte. Auch der 'Zwergenhammer' stammt aus den allerältesten Anfängen der Bandgeschichte und hat seit dem ersten Album immer wieder die Aufnahme auf einen Longplayer verfehlt - nie schien der Track passend. Jetzt endlich bekommt die Welt diesen Hammer um die Ohren gedroschen, der mit viel harten Gitarren und monumentalen Klangteppichen an die Ära 'Tote Heldensagen' ("Turis Fratyr") erinnert.

Bei 'Himmelsrand' schließlich handelt es sich um eine Coverversion der Titelmelodie des Videospiels "Skyrim". Der Einsatz choraler Backgroundstimmen überrascht hier besonders, weil man ein solches Element bis dato nicht wirklich von EQUILIBRIUM kannte. Die anschließende (und abschließende), bereits erwähnte Instrumentalversion von 'Waldschrein' ist viel zu kurz - davon hätte ich gerne eine längere Variante gehabt!

Sicher wird es Kritiker geben, die das Ganze kitschig finden. Na und wenn schon! Die "Waldschrein"-EP zu hören ist wie einen Fantasy-Trailer mit sublimen Landschaften zu gucken - und damit ist es genau das, was langjährige treue Fans von EQUILIBRIUM sich gewünscht haben. Der komplette Film folgt dann 2014 und bietet hoffentlich ein ähnliches Spektrum musikalischer Ausgelassenheit.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Waldschrein
02. Der Sturm
03. Zwergenhammer
04. Himmelsrand
05. Waldschrein (Instrumental)
Band Website: www.equilibrium-metal.de
Medium: EP
Spieldauer: 20:06 Minuten
VÖ: 16.08.2013

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