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Interview mit Fredrik von Opeth

Ein Interview von Eddieson vom 06.11.2018 (283 mal gelesen)
Kurz vor Veröffentlichung des neuen Live-Albums "Garden Of The Titans" habe ich mich mit Fredrik, Gitarrist bei OPETH, verabredet, um über die Veröffentlichung als auch Live-Alben im Allgemeinen zu quatschen. Des Weiteren verrät er auch etwas über das kommende Studioalbum.

Fredrik: Hi, hier ist Fredrik von OPETH. Wie geht's dir?

Danke, mir geht's gut. Wie geht es dir?

Fredrik: Danke, auch gut. Hab grad Abendbrot gegessen und jetzt mache ich ein paar Interviews.

Sehr schön. Dann lass uns direkt loslegen, damit du noch was von dem Abend hast. Ich habe eben eine Mail von NuBla bekommen, die ein Video enthält, in dem ihr Achterbahn fahrt.

Fredrik: [lacht] Ja, das habe ich auch erst einmal gesehen. Ist wirklich witzig. Wir haben das gemacht, weil unser Bassist Martin wirklich Angst hat, mit solchen Dingern zu fahren. Aber dies hier war ja mehr etwas für Kinder und da dachten wir das wäre gut für ihn. Es ist ja nicht so ein Teil, wie in Disneyland in Florida, wo er bestimmt an einem Herzinfarkt gestorben wäre.

Lass uns kurz etwas über "Garden Of The Titans" sprechen. Das Live-Album wird in ein paar Tagen erscheinen und bist du zufrieden mit dem Endresultat?

Fredrik: Ja, wir haben uns das Material angehört und uns war es wichtig, dass wir eine Live-Atmosphäre rüberkriegen, die wir damals als Kids bei Live-Alben so mochten. MAIDENS "Liver After Death" zum Beispiel ist ein unglaubliches Live-Album. Der Mix war uns besonders wichtig und damit sind wir richtig zufrieden. Einige Songs klingen sogar besser als auf dem Studioalbum. Sie klingen rauer und brutaler und stellenweise auch viel schwerer.

Seid ihr in dieser Hinsicht Perfektionisten?

Fredrik: Wir sind absolute Perfektionisten. Aber hier muss man sagen, dass es ein sehr schwieriger Gig war. Es war eiskalt, um die sieben Grad und wir waren uns nicht ganz sicher, aber Miakel sagte, dass wir das schaffen und dann haben wir es gemacht. Einige kleine Fehler bleiben drin, die dienen ja auch der Atmosphäre, wenn sie nicht gerade alles außer Kontrolle laufen lassen. Wir wollten es aber auch nicht zu glatt poliert haben und es natürlich so echt, wie möglich halten.

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Auf eurer Homepage steht, dass ihr die DVD auch an zwei Tagen im Kino zeigt und eines davon ein "Breakfast-Screening" ist. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Fredrik: Genau, das ist an einem Sonntag und gleich um die Ecke, wo ich wohne. Ich kann da zu Fuß hingehen. In Schweden gibt es öfter solche Sonntagsmorgen-Vorstellungen, ich glaube, die gibt es auch in Deutschland. Dies hier findet in einem alten Kulturmarkt statt, der irgendwann im 19. Jahrhundert gebaut wurde. Wir werden aber wohl keine Brötchen servieren, sondern es gibt ein Frühstücksbier. Wir haben ein neues OPETH-Bier, das vom deutschen Pilsener inspiriert wurde und das wird es da wohl geben. Einige brauchen das vielleicht, nachdem sie Samstagabend unterwegs waren. Wer weiß?

Das klingt wirklich interessant, vor allem, weil es wieder in einer besonderen Location stattfindet. OPETH scheinen einen Hang zu besonderen Locations zu haben. Ihr spielt gerne in Theatern, der Royal Albert Hall oder halt den Red Rocks. Gibt es eine besondere Location, in der du noch nicht gespielt hast, aber immer mal spielen wolltest?

Fredrik: Ja, wir reden immer darüber, im Hammersmith Odeon in London zu spielen. Oder wenn es etwas pompöser sein soll, dann darf es auch gerne in New York der Madison Square Garden sein. [lacht] Okay, der ist vielleicht etwas zu groß. Aber bisher sind wir ganz glücklich. Vor kurzem haben wir in Sydney in der Oper gespielt, in der Radio City Hall in New York, Wembley in London. Die Red Rocks gehören schon zu einer der spektakulärsten Venues oder in Bulgarien haben wir in einem alten römischen Amphitheater gespielt. Auch in Deutschland war eine tolle Location dabei, ich kann mich nur nicht mehr an den Namen erinnern. Es war auch ein Theater. Da haben wir eines dieser zweiteiligen Sets gespielt.

Das war in Essen in der Lichtburg, anlässlich eures 20. Geburtstages.

Fredrik: Ja, genau das war. Ich kann mich an die Show erinnern, aber mit Namen hab ich es nicht so.

Nutzt ihr die DVDs um eure Shows zu analysieren, um zu gucken, was ihr eventuell besser machen könnt?

Fredrik: Das ist eigentlich eine gute Idee. Ein paar von uns schauen sich einige YouTube-Videos an. Mittlerweile ist das ja kein Problem, weil ständig die Konzerte mit Handys gefilmt werden. Ich mache das nicht wirklich, denke aber, dass das hilfreich sein kann. Aber wenn ich auf Tour bin, dann kümmere ich mich nicht um sowas, dann bin ich in einer Art Blase und komm da erstmal nicht raus.

Bereitet ihr euch anders auf eine Show vor, wenn ihr wisst, dass sie für eine DVD gefilmt wird oder macht das keinen Unterschied?

Fredrik: Mental ist das kein großer Unterschied und das ist auch gut so, weil man sonst vielleicht zu nervös werden könnte. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht darüber nachdenke. Wir haben vor jedem Gig ein Ritual, dass wir uns allen die Hände schütteln, das machen wir vor jeder Show. Dann gehen wir da hoch und haben Spaß. Wir kennen die Songs und fokussieren uns darauf, dass ein normaler Gig ist. Mehr als sein Bestes geben kann man eigentlich nicht. Bei dem Gig im Red Rocks hatten wir auch keine Kameras direkt vor unserem Gesicht und keine Kameramänner, die über die Bühne laufen, das kann manchmal etwas nerven. Aber diesmal habe ich die Leute mit der Kamera kaum wahrgenommen. Es war halt kalt und ab und auch sehr windig, wie man auf der DVD ja sehen kann.

Was ist der Sinn eines Live-Albums? Findest du dass es wichtig ist für eine Band regelmäßig ein Live-Album zu veröffentlichen?

Fredrik: Das denke ich schon, weil es die Band repräsentiert. Wir wurden schon vor diesem Album gefragt, ob wir eine Live-DVD machen wollen, aber das haben wir abgelehnt. Wir wollen nicht nach jedem Studioalbum ein Live-Album veröffentlichen. Aber jetzt fühlte es sich gut an, weil wir drei Studioalben nach der letzten Live-DVD veröffentlicht haben und es war uns wichtig, die Band live einzufangen und nicht immer nur die glatt polierten Studioalben. "Red Rocks" tut das, weil es die Band auch mal etwas energischer und rauer zeigt. Deshalb denke ich, dass Livealben wichtig sind.

Welches sind deine drei Lieblings-Livealben?

Fredrik: JUDAS PRIEST - "Priest In The East" oder "Priest Live". Das hat zwei unterschiedliche Titel. Dann FRANK MARINO - "Mahogany Rush Live", die erste. Da klingt die Gitarre super. Ich bin halt ein Gitarren-Nerd und das Spiel dort ist unglaublich. Und natürlich "Live After Death" von IRON MAIDEN. Ich könnte ewig auf das Cover starren. Das ist wirklich eines der besten, die je gemacht wurden.

Ihr seid ja momentan nicht auf Tour aber im Songwritingprozess für das kommende Album. Wie weit seid ihr?

Fredrik: Es ist sehr weit. Um genauer zu sein, wir sind fertig. Aber du wirst verstehen, dass ich noch nicht so viel darüber sagen kann. Was ich aber sagen kann, ist, dass wir sehr aufgeregt sind bald wieder ins Studio gehen zu können. Das wird noch dieses Jahr passieren. Aber mehr kann ich wirklich noch nicht verraten. Es sind aber ein paar großartige Songs dabei rumgekommen.

Okay, dann sind wir gespannt auf das neue Album, das nächstes Jahr erscheinen wird. Fredrik, vielen Dank für deine Zeit. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und die letzten Worte gehören dir.

Fredrik: Ich hoffe euch bald auf Tour zu sehen und würde mich freuen, wenn die Leser dieses Magazins weiterhin Interesse an OPETH haben und spätestens im August in Wacken dabei sind.

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