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Brothers Of Metal - Prophecy Of Ragnarök

Review von Stormrider vom 21.11.2018 (218 mal gelesen)
Brothers Of Metal - Prophecy Of Ragnarök Seien wir ehrlich, wenn sich eine Band BROTHERS OF METAL nennt, dann hat man eine gewisse Erwartungshaltung. Wer in diesem Zusammenhang nicht an Fellunterhosen, Ledertangas, Schwerter, Krieger und den wahren Stahl denkt, der geht bitte sofort in die Joey DeMaio-Metalnachhilfestunde der Jahre 1982 bis 1988.

Die Schweden machen dann aber auch nicht den Fehler etwas anders zu liefern, als exakt das, was die Urväter des echten Metal und die ihnen nachfolgenden Bands vorgegeben haben. Angefangen bei den Bandpics über die Musik hin zu den Texten bedient "Prophecy Of Ragnarök" alle Klischees, die der geneigte Fan für ein ordentliches True Metal-Album benötigt und ist ein Sammelsurium der geklonten Ideen von MANOWAR, SABATON, MAJESTY, ORDEN OGAN, GRAVE DIGGER oder auch frühen VIRGIN STEELE. Das muss nun nicht unbedingt schlecht sein, sich bei diesen Bands zu bedienen, aber die genannten Bands schaffen es trotzdem, sich jeweils ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten, sodass man sie erkennt. Genau das gelingt den BROTHERS OF METAL auf ihrem offiziellen Debüt allerdings nicht. Oder besser: vielleicht noch nicht genug. Die Tatsache, dass sich eine Sängerin und zwei Sänger die Vocals teilen ist natürlich ein Unterscheidungsmerkmal zu den Vorbildern. Dabei ist es ein regelmäßig eingesetztes Stilmittel, dass die Vocals in den Songs zwischen Ylva Eriksson (aka Voice of the Valkyries), Joakim Lindbäck Eriksson (aka Battle Cries) und Mats Nilsson (Tongue of the Gods) verteilt werden. Und ich gestehe, ich war zunächst überrascht, dass die ersten Vocals von einer Warriorin ertönen. Aber man gewöhnt sich schnell daran, dass die BROTHERS OF METAL auch eine Sister in ihren Reihen haben. Dennoch kann fast jeder Song direkt in eine andere Band hineinreferenziert werden und klingt wie ein Outtake des jeweils zitierten Vorbilds. Und warum man nun bewusst das SABATON-R rollen muss, wie in 'Gods Of War', obwohl man es doch auch sehr gut ohne kann, ich weiß es nicht. Oder anders gefragt: Warum?

Am Ende ist "Prophecy Of Ragnarök" kein schlechtes Genrealbum für den echten, wahren Metaller, zumindest dann nicht, wenn man bei den Lyrics keine Pulitzerpreisregionen erwartet, denn musikalisch gibt es alles was das Herz begehrt. Angefangen beim Doublebass-Opener 'Death Of The God Light' über kraftvolle Midtempo-Groover mit folkloristischem Akustikbreak ('Son Of Odin') bis hin zu 'Yggdrasil' (dem in meinen Ohren besten Song des Albums), der wirklich hymnisch tönt hat.

Wer mal wieder ein Album braucht, zu dem die Fists geraised, die Swords high gehelded und die Battles with other brothers and sisters gewonnen werden können, der ist hier genau richtig. Was mir allerdings fehlt, um die Blutstropfen etwas höher zu vergeben, das sind echte Hymnen. Von dieser Art Musik erwarte ich einfach mehr Hymnencharakter, und hier agieren die BROTHERS OF METAL noch etwas zu bieder und durchschnittlich. Damit ist übrigens nicht gemeint, dass die Songs an sich nicht hymnisch sind, denn das sind sie. Bombast ist an allen Ecken und Enden eingestreut worden. Es sind die Refrains, die noch etwas ausbaufähig sind, und dazu ist leider auch der Käsefaktor teilweise wirklich hoch (die Bläser in 'Siblings Of Metal' sind schon sehr cheesy). Dennoch: wer auf die erwähnten Referenzen steilgeht, der hört rein.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Death Of The God Of Light
02. Son Of Odin
03. Prophecy Of Ragnarök
04. Defenders Of Valhalla
05. Concerning Norns
06. Yggdrasil
07. Tyr
08. Siblings Of Metal
09. Gods Of War
10. Freya
11. The Mead Song
12. Sleipnir
13. Fire Blood And Steel
14. We Believe In Metal
Band Website: https://www.facebook.com/brothersofmetalofficial/
Medium: CD
Spieldauer: 51:28 Minuten
VÖ: 16.11.2018

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