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Vatika - Act No. 1

Review von Rockmaster vom 21.09.2018 (1932 mal gelesen)
Vatika - Act No. 1 Nix Gammelfleisch, dieser schwedische Thrash Metal ist noch nicht mal gut abgehangen, im Gegenteil, das ist alles frisch und beste Qualität. VATIKA haben die altbekannte Stilrichtung auch nicht etwa durch den Fleischwolf gedreht, sondern schön in Handarbeit mit dem Küchenbeil zubereitet. In Erwartung eines typischen Thrash Metal Albums habe ich mir "Act No. 1" heruntergeladen, Kopfhörer auf, und ab geht's. Irgendwie fängt's auch genretypisch an, mit sägender Gitarre, dann eine Sologitarre dazu, später Sirenen, bevor der Song richtig losgeht. Ein wenig schmunzeln musste ich (und muss es immer noch) beim ersten Vokaleinsatz - Sänger Hedman versucht sich an hohen Screams, aber irgendwie fehlt da das Stimmvolumen. Wäre der Rest jetzt musikalisch nix, würde ich an dieser Stelle vermutlich Spott und Häme über ihn ausgießen. So aber bekommt die auffällige technische Schwäche beinahe eine sympathische Note. Das gilt auch für die kurze KING DIAMOND-Anleihe im Titel 'The Spirit White'. Ansonsten shoutet und screamt er vielleicht nicht in der Oberliga, aber grundsolide. Musikalisch geht es häufig, aber nicht ständig in vollem Galopp mit hartem, treibendem Snare durch die Pferdemetzgerei. Das erzeugt immer mal wieder monotone Rhythmen, aber der Verve, mit dem die Gitarre (oft gedoppelt) dazu Hackfleisch für die nächste Lasagne schreddert, ist atemberaubend. Und unterm Strich beherrschen Hedman (Bass, Vocals), Alf (Gitarre) und Richard (Drums) auch abwechslungsreichere Rhythmen in den verschiedensten Geschwindigkeiten.

Ja, richtig, VATIKA ist nur ein Trio. Dennoch liefern sie einen fetten Sound ab - selbst ohne hinzugemixte zweite Gitarrenstimme. Es überwiegt ein düsterer Tenor, dann und wann werden melodiöse Parts eingesetzt (Gesang, Chor, Gitarre). Die Soli zupft sich Alf scheinbar mit Leichtigkeit aus den Saiten, dabei sind sie meiner Ansicht nach in jeder Hinsicht einzigartig. Sowohl ungewöhnliche bis schräge Tonfolgen als auch das gekonnte Spiel mit dem Wechsel zwischen extremem Gefiedel und länger gehaltenen Tönen, während die Hand auf dem Griffbrett ungeduldig an der Saite zerrt und sie zum Kreischen und Stöhnen bringt, ergeben etwas, was ich so vorher noch nicht gehört habe.

Anhören sollte man sich 'The Wolf', einen klassischen Mid-Tempo-Thrasher, 'Inside This House', einer der schnellen Songs, und das düstere, langsamere 'Never Again'. Nach dem ruhigen, instrumentalen Outro 'She Awakes' frage ich mich: Wie zum Henker hat SIE ("She") die letzten 40 Minuten schlafen können? Und was dürfen wir von IHR in "Act No. 2" erwarten? Ich harre in freudiger Erwartung und spiele bis dahin "Act No. 1" noch ein paarmal von vorne ab.

Ich hätte jetzt zwischen 7 und 8 Blutstropfen geschwankt, aber da die Produktion auch auf den großen Boxen ohne die Wohlfühl-Überhöhungen meines Kopfhörers klar und knackig klingt, bleibt mir wohl keine Wahl als ...

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01: Act No1 - Nightwing
02: The Wolf
03: Inside this House
04: The Spirit White
05: Medusas Island
06: The Gathering
07: Never Again
08: Walk in Hell
09: Vatika
10: She Awakes
Band Website: www.facebook.com/Vatika-1578894632413453
Medium: CD
Spieldauer: 41:14 Minuten
VÖ: 17.08.2018

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21.09.2018 Act No. 1(8.0/10) von Rockmaster

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