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Vile (Ger) - II

Review von Metal Guru vom 15.07.2018 (1136 mal gelesen)
Vile (Ger) - II VILE kommen aus dem merkelschen Münden (und nicht wie ihre 'Kollegen' selben Namens und Richtung aus dem trumpetischen Concord) und schmieden laut Angabe des beigepackten A4-Zettels 'Old School Death Metal' (was auch immer 'Old School' im Gegensatz zu z. B. 'New School' bedeuten soll). Das machen sie zwar sehr überzeugend, leider aber viel zu kurz! Die gerade mal sechzehn Minuten und siebenunddreißig Sekunden rotierende Audio-CD (die übrigens eigenhändig in einen schwarzen Rohling mit weißem Label und Mini-Vinyl-Optik gebrannt wurde) ergeben eben nur eine sogenannte EP - wie schon die erste VILE namens "Vile (I)", weil: Die drehte auch nicht länger! Die Umschlaggestaltung (aka das Artwork) orientiert sich in ihrer schwarzweißen Schlichtheit konsequent an der CD (oder umgekehrt?), auf Textabdruck wurde mal wieder verzichtet und ein einziges Fünferfoto muss wohl reichen ...

Die Todesmetaller alter Schule gründeten sich im Jahre 2014 und bestehen mittlerweile (oder momentan) aus Alex an der einen oder anderen Gitarre, Christian hinter oder über der Schießbude, Dave am Vier- oder Fünfsaiter, Praktikant am oder hinterm Mikro und Sven an der anderen oder einen Gitarre. Das Quintett bohrt/fräst/lötet/verzerrt und zersägt, was das Zeug hält: Die Äxte braten breitbandig, lassen sowohl frequenz- wie auch zeitmäßig kaum Raum - dafür solieren sie nahezu nie. Die Rhythmusgruppe (aka Bass und Drums) tickt tight und der Vokalist grunzt sich voluminös seine Seele aus dem Leib. Dabei kann es schon mal passieren, dass die Bassdrums triolieren, während die Klampfen zeitgleich sechzehnteln - klingt entweder gewollt (aber nicht wirklich gekonnt) oder interessant. Ich entscheide mich für's Zweite und lausche weiter den Geschehnissen, die mich immer wieder (auch, aber nicht nur) an MORBID ANGEL erinnern (nicht die übelste aller Assoziationen, gelle?).

Auf leider nur vier Titel verteilte (dafür aber verhältnismäßig viele) Teile und Tempi werden durch eine homogene, kompakte, laute Produktion zusammengehalten, die über meine vollanaloge Oldschoolanlage voll fett klingt: der Bass, die Bassdrum, die Snare und die Stimme bis auf einige Stereoeffekte in der Mitte, die Klampfen fast durchgängig hart links und hart rechts und die Toms tödlich weit auseinander - typisch Death, typisch Metal! Die Vocals fallen für meine tinnitösen und hochtonschwerhörigen Lauscher etwas zu laut und - no joke - zu klar aus. Das führt dazu, dass selbst ich Texte oder zumindest Fragmente verstehen kann: 'Fuck you, you motherfuckers!' prollt der Praktikant - Essenz eigener Erfahrungen oder lapidares Lebensmotto?

VILE machen mir Hoffnung! Erstens, weil sie nach "Vile (I)" auch mit "(Vile) II" beweisen, dass 'deutsche Wertarbeit' (und sei diese auch 'nur' musikalischer Natur) selbst in der Gegenwart immer noch (oder wieder?) machbar ist. Zweitens, weil die fünf Oldschooler offensichtlich genügend Eier in ihren Hosen haben, eine (zumindest in Muttis mulikulturellem Laberland) hitparadeninkompatible Musikrichtung zu verfolgen. Und drittens, weil meine Erwartung auf das erste 'richtige' Full-Length-Album nach zwei EPs eher gestiegen denn gefallen ist. Und an B4M bzw. VILE selbst: Besten Dank für die Bereitstellung des vollphysischen Demos und 'Keep On Killing'!

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Torment
02. Absolution
03. Haters, be hated!
04. Liekvolk
Band Website:
Medium: EP
Spieldauer: 16:37 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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15.07.2018 II(7.0/10) von Metal Guru

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