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Coroner - Punishment For Decadence (Re-Release)

Review von baarikärpänen vom 18.05.2018 (1682 mal gelesen)
Coroner - Punishment For Decadence (Re-Release) Ob groß, ob klein, ob Millionenseller oder Objekt der Begierde einer kleinen Randgruppe, etwas verbindet sie alle. Bands durchlaufen in der Zeit ihres Bestehens eine Entwicklung. Das kann gut sein, muss es aber nicht. Ja, es geht sogar so weit, dass man sich manchmal wünscht, eine Band hätte es beim Erstling belassen, weil der als absoluter Klassiker durchgeht und danach nur noch heiße Luft kam. Ich werde mir jetzt nicht unbedingt Freunde machen, aber für mich sind EXODUS das Paradebeispiel einer solchen Band. Denn was kam denn schon noch wirklich berauschendes nach "Bonded By Blood"? Klar, hin und wieder mal im Wust der nachfolgenden Alben ein halbwegs gelungener Track. Aber eine geniale Abfahrt wie auf "Bonded By Blood" wo von der ersten bis zur letzten Sekunde Alarm ist, haben EXODUS nie mehr hinbekommen. Na ja, aber es gibt ja auch noch genügend Gegenbeispiele. Selbst wenn es nur die Qualität der Songs betrifft.

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Was sollte also der ganze Sermon jetzt? Ganz einfach, weil wir uns mit dem zweiten Re-Release der Schweizer Thrasher CORONER, "Punishment For Decadence", befassen. Und da passen die letzten beiden Sätze von oben wie die Faust aufs Auge. Schon zu Zeiten der Erstveröffentlichung galt verbreitet die Meinung, dass "Punishment For Decadence" sowas wie der hässliche kleine Bruder von "R.I.P." ist. Letztendlich wird diese Auffassung der Qualität der Scheibe nicht gerecht, auch wenn sie nachvollziehbar ist. In gewisser Weise ist "Punishment For Decadence" das Bindeglied zwischen "R.I.P." und der dritten Scheibe "No More Color". War "R.I.P." (siehe Kritik an anderer Stelle) ein "in your face"-Album mit ersten dezenten Hinweisen im Songwriting auf die weitere Reise von CORONER, markiert "Punishment For Decadence" den nächsten logischen Schritt. Die Schweizer kombinierten auf diesem Langdreher den straighten Thrash des Erstlings mit noch mehr progressiv zu nennenden Elementen. Genau das macht "Punishment For Decadence" zu einem eher sperrigen Album. Klar, auch hier gibt es Hochgeschwindigkeit in den Tracks, aber diese Phasen werden immer wieder mit Breaks unterbrochen. Besonders auffallend wird das z. B. in 'Sudden Fall' oder 'Voyage To Eternity', wohingegen 'Skeleton On Your Shoulder' am ehesten ans Debüt erinnert. "Punishment For Decadence" hat, was die Komplexität und Qualität des Songwritings angeht, deutlich mehr zu bieten. Leider leidet der Zugang zu den Songs etwas darunter. Aber trotzdem ist "Punishment For Decadence" kein schlechtes Album. Es braucht einfach mehr Zeit, um voll zu wirken. Eine Menge her macht übrigens das abschließende JIMI HENDRIX-Cover 'Purple Haze', wo alle drei Musiker nochmal zur Höchstform auflaufen. Leider auch auf diesem Re-Release keine Bonus-Songs, dafür aber wieder remastert.

Wie bereits im Review zu "R.I.P." gesagt, ist für Einsteiger in die CORONER-Materie das Debüt die bessere Wahl. Und direkt danach "Punishment For Decadence", weil man so recht schön die Entwicklung im Sound der Schweizer verfolgen kann.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Intro
02. Absorbed
03. Masked Jackal
04. Arc-Lite
05. Skeleton On Your Shoulder
06. Sudden Fall
07. Shadow Of A Lost Dream
08. The New Breed
09. Voyage To Eternity
10. Purple Haze
Band Website: https://www.coroner-reunion.com/
Medium: CD
Spieldauer: 38:54 Minuten
VÖ: 18.05.2018

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