Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Chasing Ghosts - These Hollow Gods

Review von Opa Steve vom 28.02.2018 (1711 mal gelesen)
Chasing Ghosts - These Hollow Gods Mit den UK-Melodic/Goth-Metallern CHASING GHOSTS ist es eine zweischneidige Angelegenheit. Tatsächlich ist deren Album "These Hollow Gods" irgendwie in der Mitte gespalten. Für mein Empfinden wurden die spürbar besseren Songs in die ersten Hälfte gepackt, bei der zweiten Hälfte gibt es bis auf einen Song zwar eigentlich keine Ausfälle, aber doch spürbar mehr Belanglosigkeiten und einige Schwächen.

Doch von Anfang an: Nicht jeder Track auf "These Hollow Gods" erschließt sich beim ersten Durchlauf. Die Titel scheinen zuerst irgendwie am Hörer vorbeizufließen, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn man sich dem Album aber aufmerksam widmet, wird man durch schöne verborgene Komplexitäten belohnt, die die eingängige Düsterstimmung durchaus aufwerten. Der Titelsong könnte genauso wie der Opener 'Everything Changes' als PARADISE LOST-Track durchgehen, wenn man Nick Holmes vor das Mikro gestellt hätte. Die Gitarrenmelodien sind zwar nicht ganz so verschwurbelt und die Songs können die Top-Werke der Landsleute nicht erreichen, aber die Parallelen kann man durchaus benennen. Lediglich 'From Depravity' hat ein paar unpassende Groove-Riffs, auf der anderen Seite aber auch diese musikalischen Kleinode in den tiefen Strukturen. Insgesamt wirkt das Material von CHASING GHOSTS etwas entspannter und eingängiger als das von Nicks Truppe. Doch ab der zweiten Hälfte kommt ein deutlicher Cut. Die Songs werden deutlich beliebiger und können die ohnehin subtile Spannung der ersten Songs nicht mehr halten. Da gibt es plötzlich wirklich belanglosen Gothic Metal in Form von 'Fallen From Grace', wie man ihn schon mehrere Dutzend mal gehört hat. Der absolute Tiefpunkt des Albums ist aber 'Dark Skies' mit seinen streckenweise verstimmten Gitarrenleads und den nicht wirklich treffsicheren Vocals. Der Rauswerfer 'One Last Try' kann den Ruf der zweiten Albumhälfte zwar nicht mehr ganz retten, hält aber wenigstens ein paar gute Hinhörer bereit, so dass man über die auch hier vorliegenden leichten Gesangsprobleme gerne hinwegsehen kann. Sollte der Songtitel gar Programm sein?

Die CHASING GHOSTS zeigen gute Ansätze, waren aber in der Durchführung doch zu gerne mal schnell zufrieden. Wenn sie einfach nur für sich zum Hobby Musik spielen wollen, ist das völlig okay und das Album ist gar nicht übel. Aber hier wird noch zu viel Potenzial verschenkt, wenn sie den Hörer wirklich in den Bann ziehen möchten.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Everything Changes
02. This Fear
03. From Depravity
04. These Hollow Gods
05. Dark Skies
06. Fearless
07. Fallen From Grace
08. One Last Try
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:20 Minuten
VÖ: 09.02.2018

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

28.02.2018 These Hollow Gods(6.0/10) von Opa Steve

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!