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Mausoleum Gate - Into A Dark Divinity

Review von baarikärpänen vom 14.09.2017 (3264 mal gelesen)
Mausoleum Gate - Into A Dark Divinity
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Vorschusslorbeeren sind oft schnell verteilt. In vielen Fällen leider auch vorschnell. Wenn eine Band von den nationalen und internationalen Medien über den grünen Klee gelobt wird, setzt bei mir normalerweise der "Moment mal!"-Effekt ein und ich nähere mich dem Ganzen mit Vorsicht. Mit den Jungs von MAUSOLEUM GATE stehe ich schon seit einigen Wochen in Kontakt, aber man hat mich mit Hörproben immer wieder vertröstet und auf das demnächst erscheinende Album verwiesen. Hat mich dann auch etwas stutzig gemacht, weil die anderen finnischen Bands, die ich kontaktiert habe, mehr als großzügig mit Downloads zur Stelle waren. Umso erfreuter bin ich jetzt allerdings, denn ich kann vermelden, dass MAUSOLEUM GATE mit "Into A Dark Divinity" etwas ganz Großes abgeliefert haben. Ja, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass den Mannen aus Kuopio der ganz große Wurf gelungen ist.

Wer jetzt darauf hofft, dass MAUSOLEUM GATE sich aufgemacht haben, um den Metal zu revolutionieren, den muss ich allerdings enttäuschen. Modern ist bei den Finnen absolut überhaupt nichts. Ähnlich wie die Koblenzer MIDNIGHT RIDER, die ja auch letztens mit ihrem "Manifestation" ordentlich Alarm gemacht haben in der Szene, orientieren sich MAUSOLEUM GATE an der Frühphase des Metals, also das, was Ende der 70er und zu Beginn der NWOBHM angesagt war. Stehen beim Sound von MIDNIGHT RIDER die frühen PRIEST im Fokus, sind es bei MAUSOLEUM GATE eher early SCORPIONS oder URIAH HEEP. Das Ganze dann noch fein gewürzt mit einer leckeren Prise Space Rock und voilà, der musikalische Gaumengenuss ist angerichtet. Sechs Songs, drei davon kurz vor oder knapp über zehn Minuten, verteilen sich auf geschmeidigen einundvierzig Minuten Gesamtlaufzeit. Der Opener 'Condemned To Darkness' fährt gleich mal all dem auf, was MAUSOLEUM GATES' Sound ausmacht. Der getragene Anfang entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem formidablen Hard Rocker, der URIAH HEEP mächtig alt aussehen lässt. In die gleiche Kerbe schlagen 'Apophis' und der abschliessende Titeltrack, der zudem noch feinsten Prog auffährt. Im Gegensatz dazu stehen die beiden, relativ kurzen und knackigen, 'Burn The Witches At Dawn' und 'Horns', die jede Menge Futter für Liebhaber der NWOBHM liefern. Die Musiker tun ihr Übriges, um den Sound von MAUSOLEUM GATE so grundehrlich wie möglich zu halten. Inklusive Keyboard- und Synthi-Sounds, wie sie traditioneller nicht sein könnten. Und über allem thront die recht prägnante und herausragende Stimme von V.P. Varpula. Weil auch die Produktion und das Cover-Artwork so herrlich erfrischend komplett aus der Zeit gefallen sind, gehen hier fast schon automatisch neun Finger nach oben (die volle Punktzahl heb' ich mir für den Nachfolger auf - man muss es ja auch nicht gleich übertreiben).

Selten hat mich ein Album so überzeugt, das, obwohl es komplett an der Moderne vorbeigeht, so frisch und mit so viel Herzblut eingespielt, rüberkommt. Kleines Schmankerl am Rande: Ich bin mir nicht sicher, ob es bewusst so gewollt war, aber wer mal eben in 'Solomon's Key' einen winzigen Part einbaut, der verdächtig nach 'Heading For Tomorrow' von GAMMA RAY klingt, hat bei mir eh einen Stein im Brett.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Condemned To Darkness
02. Burn The Witches At Dawn
03. Apophis
04. Solomon's Key
05. Horns
06. Into A Dark Divinity
Band Website: www.facebook.com/MausoleumGate
Medium: CD
Spieldauer: 41:15 Minuten
VÖ: 08.09.2017

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