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Wraith - Revelation

Review von baarikärpänen vom 23.08.2017 (1533 mal gelesen)
Wraith - Revelation
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Kommen wir gleich auf den Punkt: Die Insel hat ein Problem! Ein Problem in Sachen Metal, in seiner traditionellen Ausrichtung. Klar gibt es IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, SAXON, und auch im Untergrund werkeln einige vielversprechende Acts vor sich hin. Aber Alben neuer Bands, die uns alle im Kollektiv umgeblasen hätten, da herrscht Ebbe. Wenn's denn mal was gab, was aufhorchen ließ, dann waren es reaktivierte Combos wie SATAN, MYTHRA, TYTAN. Anstatt sich aus dem schier unerschöpflichen Fundus englischer Metal-Tradition zu bedienen, um daraus etwas Frisches zu kreieren, hecheln Jungmusiker lieber jedem Zug nach, der schon längst gen Abstellgleis gefahren ist. Ich denke da mit Grausen an die Kapellen der Sprösslinge von MAIDENs Steve Harris und Bruce Dickinson. Da juckt es auch nicht die Bohne, dass die einheimische Presse uns deren Veröffentlichungen als den nächsten heißen Scheiß andrehen will. Wen wundert's also, dass schon wieder eine Band zur Ehrenrettung des englischen Metals herhalten muss, deren Erstveröffentlichung mittlerweile auch schon satte 30 Jährchen auf dem Buckel hat?

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Gestartet als die "neue Hoffnung des britischen Metals", hielt man im Hause WRAITH schon damals eher mehr vom Klotzen, denn vom Kleckern. Beim Debüt "Danger Calling" kein Geringerer als Guy Bidmead (MOTÖRHEAD) als Engineer, produziert von Pete Way (UFO). Und dass kein Geringerer als Lemmy himself die Backing Vocals übernahm, adelt WRAITH ja in gewisser Weise auch. Pech halt nur, dass damals (1992) der Grunge-Boom so ziemlich alles niedergewalzt hat und nach dem Zweitwerk "Riot" (1993) war auch schon wieder Schicht im Schacht. Es gab zwar Versuche, nochmal durchzustarten (1997 "Schizophrenia" und 2007 "Evolution"), aber gefruchtet hat es nicht. Jetzt, 2017, will es Gregg Russell, der einzig Verbliebene der Originalbesetzung, mit "Revelation" nochmal wissen. Und das könnte was werden. Was vor allem auch an den Neuen in der Band liegt. Ryan Coggin, der Mann hinterm Mikro, stand kurz davor, den mal wieder abtrünnigen Stephen Pearcy bei RATT zu ersetzen, entschied sich aber doch für WRAITH. Verdammt gute Entscheidung, weil die Vocals einer der Pluspunkte für WRAITH sind. Ein weiteres Highlight auf "Revelation" ist die tolle Arbeit, die beide Gitarristen abgeliefert haben. Da sitzt jedes Riff und jedes Solo. Man merkt den Songs an, dass sie etwas mehr als drei Jahre Zeit hatten, zu reifen. Überhaupt sind bereits erwähnte RATT ein guter Anhaltspunkt, um die Songs auf "Revelation" einzuordnen. Nicht die 80er-Scheiben, sondern das durchaus härtere "Infestation" von 2010. Multipliziert den Härtegrad mit drei und ihr habt eine gewisse Ahnung davon, was euch auf "Revelation" erwartet. Als Anspieltipp seien der famose Opener 'Lifeline', 'Dream Steeler' und 'Human Hater' genannt. Selbst die anscheinend obligatorische Ballade 'Leaving Me Again' ist recht unkitschig gelungen. Produktionstechnisch veredelt wurde "Revelation" von Neil Kernon (u. a. QUEENSRŸCHE), gemischt von Andy Sneap. Ebenfalls wieder mit an Bord als Co-Writer und Bassist auf 'Leaving Me Again", Pete Way.

Tja, da der englische Nachwuchs ja nicht aus den Puschen kommt, müssen's halt wieder die "Alten" richten. Wäre wünschenswert, wenn besagter Nachwuchs bei "Revelation" mal genau hinhören würde, um hoffentlich schon bald mit einer ähnlich starken Scheibe um die Ecke zu kommen.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Lifeline
02. Dream Steeler
03. Into The Fire
04. Under The Hammer
05. Leaving Me Again
06. No Respect
07. Invasion
08. Revelation
09. Human Eater
10. Hunted
Band Website: www.facebook.com/UKWraith
Medium: CD
Spieldauer: 39:19 Minuten
VÖ: 04.08.2017

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23.08.2017 Revelation(8.0/10) von baarikärpänen

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