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Transport League - Twist And Shout

Review von Stormrider vom 23.08.2017 (3285 mal gelesen)
Transport League - Twist And Shout Wer ein Album "Twist And Shout At The Devil" nennt und mit einem Song namens 'Destroy Rock City' eröffnet, der hinterlässt zunächst einmal Fragezeichen. Warum zum Henker sollen wir Rock City zerstören? Wir sollen Rock City zur Hauptstadt des Musikuniversums machen! Und handelt es sich am Ende um ein Album, was nur Klassiker der Rockgeschichte veralbern möchte? Klarer wird es, wenn das eröffnende KISS-Gedenkriff einsetzt. Nette Hommage an die Maskierten, bevor der Song sich in einen treibenden Staubrocker wandelt und doch nicht zum reinen Rip-Off wird. Überhaupt zitieren TRANSPORT LEAGUE auf ihrem nun immerhin schon siebten Album immer wieder große Klassiker. Sei es in Titeln wie 'Bad Voltage' oder in manchen Riffs, die sich vertraut anfühlen. Die Band selbst beschreibt ihren Stil dabei gerne als Boogie from Hell, allerdings wird dieser auf "Twist And Shout At The Devil" etwas weiter aufgebrochen, und man könnte Doom, Sludge, Stoner, Death und Rock 'n' Roll ebenfalls dazunehmen, um die musikalische Ausrichtung der Schweden zu klassifizieren. Folgerichtig macht der Dreher dann auch musikalisch ziemlich viel richtig.

Klar, man braucht nicht gerade ein Mathematikstudium, um den Songs folgen zu können, aber insbesondere die Riffs drücken ohne Ende, während die Rhythmussektion sich lässig durch die Songs groovt. Das macht 'ne Menge Spaß, sodass Nackenwirbel und Knie unweigerlich in Bewegung kommen. Das kann man gar nicht verhindern. Dazu kommt ein warmer und organischer Sound, der nicht gewollt retro klingt, sondern einfach authentisch. Leider hat das Album eine Achillesferse, die sich nur schwerlich allzu lange ausblenden lässt: Die vergleichsweise eintönigen Vocals nerven auf Dauer etwas. Da zimmert die Band ein schickes Pfund Mett mit jeder Menge Zwiebeln und Tony Jelencovich brüllt gefühlt einfach alles zu. Das nimmt leider ein wenig vom Groove raus, da es klassischerweise die Vocals sind, an die man sich häufig erinnert und die das Gesamtbild eines Bandsounds eben nicht unerheblich beeinflussen. So bleiben am Ende ein paar Songs die man sich bestimmt immer mal wieder gerne in die Playlist packt, 'Cannibal Holobeast' (cooler Songtitel by the way!) ist zum Beispiel so ein Kracher der sich direkt in die Gehörgänge fräst, aber am Stück gehört wird das Album irgendwann anstrengend.

Kommen wir also zur Blutstropfenbewertung. Instrumental zücke ich acht Tropfen, die Vocals sind eher eine fünf. Haben wir also im Durchschnitt eine 6,5. Dazu packen wir noch einen Tropfen für den Humor, den TRANSPORT LEAGUE an den Tag legen. Ich persönlich mag das sehr gerne, so lange er eine augenzwinkernde Komponente hat und nicht ins Komödiantische abfällt. Am Ende ist "Twist And Shout At The Devil" eine solide groovende Scheibe, mit Schwächen in den Vocals, die aber bestimmt ihre Hörer finden wird.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Destroy Rock City
02. Power Of The Sloth
03. Cannibal Holobeast
04. Swine To Shine
05. One Last Way
06. Zulu Zombie Zodiac
07. Dead And Awake
08. Bad Voltage
09. Werewolves In The Sink (feat. Jocke Berg)
10. Thousand Eyes & One
11. Gravestation
12. Winterwar
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45:58 Minuten
VÖ: 28.07.2017

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