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3 - Wake Pig

Review von Opa Steve vom 15.01.2006 (3368 mal gelesen)
3 - Wake Pig Der Fünfer aus Woodstock legt auf Metal Blade ein Re-Release des bis dato hierzulande recht unbekannten Albums "Wake Pig" auf - und legt es offenbar darauf an, Hörer und Rezensent gehörig an der Nase herumzuführen.

Die Musik von 3 kann man in Worten kaum beschreiben. Eine wüste Mischung aus TOOL, DIE HAPPY, 70er Poprock, Jazz und Metal prasselt da aus den Boxen, so dass ich zum Schluss komme, dass 3 für Musiktheoretiker und einige verdammt ausgeflippte Fans spielen. Das, was beim ersten Durchlauf noch komplett überfordernd klingt, nimmt bei den nächsten Umdrehungen langsam Gestalt an. Gerade die besonders komplexen Parts überraschen durch doch recht schnelle Begrifflichkeit und können so schnell begeistern. Auf der anderen Seite stören immer wieder die unglaublich käsigen Pop-Harmonien, die der abgefahrenen Mucke immer wieder einen fast kitschigen Touch verleihen. Dies wird nicht zuletzt durch die weiche und fast weibliche Stimme von Joey Eppard gefördert.

Das Album kann man aufgrund seiner Vielseitigkeit und seltenen Härte kaum unter Metal einordnen. Stattdessen genießt man die filigranen Instrumentaldetails, denen im luftigen Soundgewand genug akustische Transparenz geboten wird. Da wären z.B. die Clinic-verdächtigen Drums von 'Monster' oder das irre schnelle Funk-Gitarrenspiel in 'Dregs' sowie akustische Kabinettstückchen von 'Bramfatura'. Auf der anderen Seite gibt es harmlosen Dinosaurierrock unter völliger Zurückhaltung ('Dregs'), Easy Listening wie in 'Trust' oder gar Ausflüge in alte PINK FLOYD/BEATLES-Zeiten in Form von 'Soul To Sell' oder 'Dogs Of War'.

Nach dem zuckersüßen Totalausfall 'Circus Without Clowns' bretzelt ein absolut wahnwitziger Song namens 'Where's Max' durch die Stube. Spätestens bei diesem Titel merkt man, dass es die Jungs faustdick hinter den Ohren haben und wirklich mit Spass in den fetten Backen mit dem Zuhörer spielen wollen. Dagegen kommt der poppige Rausschmeißer 'Amaze Disgrace' anschließend beinahe scheinheilig rüber...

Die Zielgruppe für dieses Album habe ich ja bereits umrissen. Wer sich bei dem einen oder anderen hier genannten Stil angesprochen fühlt, sollte bedenken, dass es "den" Stil von 3 nicht gibt. Hier finden kopflastige Musikanalytiker hervorragenden Stoff für viele Stunden. Der reine Musikhörer wird allerdings durch den steten Wandel zwischen hochwertigstem Gefrickel und zäher Seichtheit recht irritiert.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01 Alien Angel
02 Monster
03 Dregs
04 Wake Pig
05 Bramfatura
06 Trust
07 Dogs Of War
08 Soul To Sell
09 One Way Town
10 Queen
11 Circus Without Clowns
12 Where's Max
13 Amaze Disgrace
Band Website: www.theband3.com
Medium: CD
Spieldauer: 57:33 Minuten
VÖ: 13.01.2006

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