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White Skull - Will Of The Strong

Review von Akhanarit vom 26.07.2017 (3195 mal gelesen)
White Skull - Will Of The Strong Die Geschichte und Diskografie von WHITE SKULL kann getrost als eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle bezeichnet werden. Zumindest wenn es nach dem Empfinden vieler Fans geht. 1988 gegründet dauerte es erst einmal sieben Jahre, bis mit "I Won't Burn Alone" das offizielle Debüt in den Läden stand. Bis dahin haben sich die Italiener längst einen ausgezeichneten Ruf in der Heavy Metal-Szene erspielt, was natürlich nicht zuletzt der unglaublich kraftvollen Stimme von Frontfrau Federica De Boni geschuldet ist. Besonders in den Achtzigern und auch bis in die Neunziger hinein war reiner Heavy Metal nach wie vor eher eine Männer-Domäne und Vokalistinnen verdingten sich eher im melodischen Hard Rock. Bands wie VIXEN, HEART oder auch direkte Aushängeschilder wie etwa LITA FORD legten viel mehr wert auf Massenkomatibilität, während Frauen im darauffolgenden Jahrzehnt eher im Background von unzähligen Gothic Metal-Combos (THEATRE OF TRAGEDY, DARK, etc.) und vereinzelt auch im Melodic Black Metal (CRADLE OF FILTH, COVENANT, SIEBENBÜRGEN, etc.) vor sich hinträllerten. Nicht so bei einigen wenigen Ausnahmen wie eben WHITE SKULL. Die Frau hatte echt Eier, wie man so schön dahersagte. Schon bald teilte die Band die Bühne mit Größen wie GRAVE DIGGER, UDO, DORO, BLIND GUARDIAN und wie sie alle heißen. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich ein Tape mit einem Livemitschnitt in die Finger bekam, bei dem sich Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER) und Federica ein Duett lieferten. Da das Tape schon etwas gelitten hatte und zudem auch noch die leicht fragwürdige Live-Qualität hinzu kam, röhrten die beiden dermaßen um die Wette, dass man kaum mehr ausmachen konnte, wer denn nun genau welchen Part sang. Und das war dann Kult! Mit Songs wie zum Beispiel 'The Roman Empire' hatten WHITE SKULL im Nu Legendenstatus in meiner kleinen Metal-Welt ergattert und ein paar Jahre später war es dann soweit. Ich war kurz davor, sie livehaftig zu erleben und strahlte wie ein Honigkuchenpferd, als ich noch spontan "The Dark Age" käuflich erwarb. Ein Album, von dem ich noch keinen Ton gehört hatte und auch sonst gingen Infos über die Band irgendwie immer an mir vorbei.

Auf dem Festivalgelände angekommen machte ich mich dann auf den Weg, um diese grandiose Stimme sozusagen "volles Rohr" zu genießen. Doch dann passierte es. Gustavo "Gus" Adrian Gabarrò stapfte auf die Bühne und bekann zu singen. Was zum Henker??? Nicht nur, dass das nicht Federica war (offensichtlich), nein, diese Stimme war ja nun wirklich grauenhaft und ruinierte den kompletten Gig für mich. Enttäuscht zuhause angekommen stellte ich dann auch noch fest, dass "The Dark Age" auch von diesem Typen verhunzt worden war und das Kapitel WHITE SKULL war damit gnadenlos beendet. Wenn, dann wurde nur älteres Material gehört und neue Alben gingen mir am Allerwertesten vorbei. Selbst als dann 2009 "Forever Fight" erstmals wieder mit einer Sängerin (Elisa "Over" De Palma) am Mikrofon stand, war dies lediglich ein weiterer Sargnagel. Das war ja noch schlimmer als der Typ! Das dachten sich WHITE SKULL scheinbar auch, denn schon mit dem nächsten Album war Federica wieder an Bord, was natürlich auch wieder unbemerkt an mir vorbeizog. Tote soll man ja bekanntlich ruhen lassen.

Und nun steht mit "Will Of The Strong" schon das zehnte Album der Italiener auf der Checkliste und spontan dachte ich mir, der Band doch nochmal eine Chance zu geben. Das übliche Intro-Gedudel wird mich wohl in diesem Leben nicht mehr überzeugen, doch stellt euch meinen Gesichtsausdruck vor, als ich Federica bei 'Holy Warrior' nach Jahren erstmals wieder vernahm. Mensch, wie geil ist das denn? Dieses Album wurde augenblicklich verschlungen und ganz egal ob beim Titelsong oder dem furiosen 'I Am Your Queen' ... WHITE SKULL sind definitiv wieder dort, wo sie hingehören. An der Spitze des Female Fronted Power Metal! Der absoute Knaller auf diesem Album wird dann mit 'Sacrifice' abgeliefert, bei dem sich Federica mehr und mehr in einen wahren Rausch der Sangeskunst steigert. Genau so müssen WHITE SKULL klingen. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Ein letzter Gedanke: Ist es nicht schade, dass die Band von 2002 bis 2012 eine Pause eingelegt hatte? Na ja, egal, willkommen zurück!!!



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Endless Rage (Instrumental)
02. Holy Warrior
03. Grace O' Malley
04. Will Of The Strong
05. Lady Of Hope
06. I Am Your Queen
07. Hope Has Wings
08. Metal Indian
09. Shieldmaiden
10. Sacrifice
11. Lay Over
12. Warrior Spirit
Band Website: www.whiteskull.it
Medium: CD
Spieldauer: 58:39 Minuten
VÖ: 09.06.2017

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