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42 Decibel - Overloaded

Review von baarikärpänen vom 20.07.2017 (2340 mal gelesen)
42 Decibel - Overloaded Australien, Outback, irgendwann in den späten 70ern des letzten Jahrhunderts. Um ein gemütlich vor sich hinknisterndes Lagerfeuer sitzen Malcom Young, Angus Young, Pete Wells und Angry Anderson und machen sich 'nen schönen Abend. Zu später Stunde, alle schon recht bierselig, packen drei der Jungs ihre Klampfen aus, Angry ölt nochmal die Stimmbänder, und der Jam kann losgehen, der Tape-Rekorder läuft. Am Morgen danach, natürlich alle verkatert, hören sich die Herrschaften das Ergebnis der mitternächtlichen Session an. Und was sie da hören, bläst alle um. Weil man sich aber nicht einigen kann, ob das alles unter dem Namen ROSE DC oder AC TATTOO auf die Welt losgelassen werden sollte, wird kurzerhand beschlossen, das Tape zu verbuddeln. Sozusagen eine kleine Rücklage für schlechtere Zeiten. Zeitsprung in die Zukunft. Australien, Outback, irgendwann 2016. Wie der Zufall so spielt, gräbt ein übermütiger Dingo besagtes Tape aus, und über Umwege gelangt das dann, auf der anderen Seite der Weltkugel, in die Hände eines Junior Figueroa, Chef von 42 DECIBEL.

Die Story ist, wie sollte es anders sein, pure Fiktion. Aber wer die ersten Takte von 'Whiskey Joint', dem Opener von "Overloaded" hört, könnte wirklich glauben, dass sich das doch alles so zugetragen haben könnte. So geil und rotzig haben weder ROSE TATTOO nach "Scarred For Life", noch AC/DC nach "Highway To Hell" jemals wieder abgeledert. Und damit will ich überhaupt nichts gegen die Qualitäten solcher Bands wie AIRBOURNE oder '77 sagen. Was diesen Truppen aber abgeht, ist das Dreckig-Rotzige. Und davon haben 42 DECIBEL mehr als genug. Besagtes 'Whiskey Joint' brettert gleich mal gut nach vorne los, und in bester Pete Wells-Manier wird die Slide Guitar ausgepackt. Track Nummer zwei, 'Dangerous Mess', beginnt schön bluesig, nur um nach kurzer Zeit wieder ordentlich Geschwindigkeit aufzunehmen. 'Roadkiller' geht klar als legitimer Nachfolger von AC/DCs 'She's Got Balls' durch, 'Half Face Dead' als kleiner Bruder von 'Rocker'. Was "Overloaded" von der Masse der AC/DC-Klone unterscheidet, ist die gelungene Mischung des Young-Sounds mit der Street Credibilty von ROSE TATTOO. Und als ob das noch nicht genug an Einflüssen wäre, gibt's in 'Lost Case' noch 'ne Schippe GEORGE THOROGOOD obendrauf. Das Sahnehäubchen auf der Torte sind aber klar die Vocals von Junior Figueroa. Die sind nämlich die perfekte Kombination aus Bon Scott und Angry Anderson. Und weil es auch der Produktion von "Overloaded" an allen Ecken fiept und ziept, ist auch hier alles so, wie man es beim schnoddrigen und bluesbasierten Hard Rock haben will. 42 DECIBEL waren schon mit den Vorgängern "Hard Rock'n'Roll" und "Rolling In Town" eine ernstzunehmende Hausnummer, aber "Overloaded" geht als echtes Masterpiece durch. Well done, boys!

Wer's ehrlich und handgemacht, mit jeder Menge Herzblut eingespielt, mag (und davon gibt es ja einige), für den führt kein Weg an "Overloaded" vorbei. Der Rock'n'Roll gehört definitiv auf die Bühne, am besten in einem kleinen, aber feinen, verschwitzten Club.




Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Whiskey Joint
02. Dangerous Mess
03. Brawler
04. Roadkiller
05. Hot Shot
06. Half Face Dead
07. Lost Case
08. Cause Damage
09. Double Itch Blues
10. Cannon Fodder
Band Website: www.facebook.com/42Decibelofficial/
Medium: CD/LP+CD
Spieldauer: 40:02 Minuten
VÖ: 23.06.2017

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