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Bloodlights - Pulling No Punches

Review von Stormrider vom 02.07.2017 (1341 mal gelesen)
Bloodlights - Pulling No Punches Es fällt einem auch zehn Jahre nach Bandgründung noch schwer bei Captain Poon und seinen BLOODLIGHTS nicht sofort den Namen der ehemaligen Band von Mr. Skagen, GLUECIFER, ins Spiel zu bringen. Zu prägend waren die Helden des skandinavischen Schweine-Rock mit Punk-Attitude. Das mittlerweile vierte Album der BLOODLIGHTS, "Pulling No Punches" betitelt, wird es leider auch wieder nicht schaffen, den Kapitän aus dem übergroßen Schatten seiner Vergangenheit schippern zu lassen. Mit 'Lights Out' eröffnet zwar eine astreine Arschtreterhymne mit Dreck, Rotz und coolem Solo das Album, leider kann aber schon das folgende 'Static Pulse' das Niveau nicht mehr halten und der Pop-Anteil ist klebrig und cheesy, "Whooo Whooo-Chöre" inklusive. Aus der Vorliebe dem Bandsound einen dicken Schuss Pop beizumischen, machen die Norweger zwar keinen Hehl, aber am Ende ist es genau das, was dem Album den Drive nimmt und viele Songs in die Beliebigkeit absacken lässt. Man könnte auch sagen, kein Fisch - kein Fleisch. Denn wenn man mal aufs Gas tritt und sich coole Rocker wie 'Ass In A Coma' oder das finale 'The Only Way Is Down' aus dem Ärmel rifft, dann fällt es definitiv schwer nicht loszuzappeln. Genau in diesen Momenten merkt man dann aber auch, wie beliebig eben ein balladeskes Stück wie 'When You’re Not Here' oder auch 'No Sound Loud Enough' sind, die neben den Albumhighlights kaum bestehen können.

Nimmt man dann noch die zahnlose Produktion in die Rechnung auf, die "Pulling No Punches" einiges an Durchschlagskraft raubt, dann bleibt am Ende ein Album, das vor allem durch seine gute Gitarrenarbeit überzeugt. Denn dass Captain Poon nicht mehr der ausdrucksstärkste Sänger auf dem Rotzrock-Erdball wird, das dürfte mittlerweile klar sein. Aber dann muss wenigstens das Songmaterial funktionieren, und die Mischung aus hier einer Prise DANKO JONES, da einer Anleihe an den Classic Rock der 70er, dort ein wenig Dreck und Schweinerock und eben viele poppige Elemente ergeben ein Album, das man sich zwar mal anhören kann, das aber viel zu selten einen bleibenden Eindruck vermittelt.

Fazit: Für wirklich schlecht zu gut, und für wirklich gut zu schlecht.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Lights Ou
02. Static Pulse
03. Kick It Up
04. Suicide Letter
05. Bury My Head
06. When You're Not Here
07. Ass In A Coma
08. No Sound Loud Enough
09. Wrong To Make It Right
10. The Only Way Is Down
Band Website: http://www.bloodlights.com/
Medium: CD
Spieldauer: 33:40 Minuten
VÖ: 26.05.2017

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02.07.2017 Pulling No Punches(6.0/10) von Stormrider

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