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Inglorious - II

Review von Stormrider vom 31.05.2017 (3111 mal gelesen)
Inglorious - II Das selbstbetitelte Debütalbum der britischen Classic Rock-Senkrechtstarter ist gerade erst ein Jahr alt, da legen die Mannen um Ausnahmesänger Nathan James schon den Nachfolger in den Einkaufswagen. Liest man jedoch den Albumtitel, wird einem angst und bange, hofft man doch, dass die Songs etwas phantasievoller ausfallen, als es der Albumtitel, "II", vermuten lässt. Man kann aber natürlich auch die Referenz zu einigen Klassikern der Rockgeschichte ziehen, und nach hören der zwölf Songs kann man erleichtert aufatmen und stellt fest, dass die Einfallslosigkeit des Albumtitels sich nicht in den Songs widerspiegelt. Vielmehr haben es INGLORIOUS geschafft dem Debüt einen starken Nachfolger zur Seite zu stellen, der zwar in Teilen etwas weniger zwingend ausfällt, aber am Ende dennoch zur Speerspitze des modern präsentierten und in den Wurzeln verankerten Classic Rocks zählt.

Dass Sänger Nathan zu den besseren seiner Zunft gehört, lässt sich schon daran sehen, dass er beim US-Megaseller und SAVATAGE-Ableger TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA in Lohn und Brot stand. Bedenkt man die Ansprüche eines Paul O’Neill (R.i.P.), wird schnell klar, dass hier ein Könner am Werk ist, und seine an David Coverdale erinnernde, leicht rauchige Stimme ist in jedem Song prägnant platziert. Aber auch die Rhythmusfraktion um Bassist Colin Parkinson und Drummer Phil Beaver weiß stets zu überzeugen und groovt ohne Ende, teilweise mit sehr überzeugendem Bonham-Drumming. Und da auch die Gitarristen nichts anbrennen lassen, gibt es nicht viel Gründe sich "II" nicht einzutüten, wenn man dem traditionellen Hard Rock zugewandt ist. Das von Kevin Shirley produzierte Album bietet in Summe eine gelungene Mischung aus straighten, powervollen Rocknummern (u. a. 'Black Magic', 'High Class Woman', 'Taking The Blame'), zwei balladesken, aber nicht zu triefenden Songs ('Change Is Coming' mehr eine Halbballade und 'Faraway') und allem was dazwischen liegen kann.

Im Vergleich zum Debüt sind manche Hooks vielleicht nicht direkt die Widerhaken in der Ohrmuschel, aber das mag daran liegen, dass man dieses Mal nicht auf externen Songwriting-Input zurückgegriffen hat. Denn waren beim Vorgänger u. a. noch Al Pitrelli (SAVATAGE, TSO, MEGADETH) und Joel Hoekstra (WHITESNAKE, NIGHT RANGER) am Songwriting beteiligt, stammt dieses Mal alles aus den eigenen Reihen. Ich muss sagen, dass ich das eine positive Entwicklung finde, denn so lässt sich dauerhaft besser eine eigene Note herausarbeiten, als wenn man den Input von außen zu hoch hängt. Dass INGLORIOUS genügend Potenzial haben, um langfristig in der ersten Liga und um die Champions League zu spielen, dürfte zumindest niemand in Frage stellen. Ich freue mich auf die anstehende Clubtour, denn das Material schreit förmlich danach auf die Bühne gebracht zu werden.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. I Don't Need Your Loving
02. Taking The Blame
03. Tell Me Why
04. Read All About It
05. Change Is Coming
06. Making Me Pay
07. Hell Or High Water
08. No Good For You
09. I Got A Feeling
10. Black Magic
11. Faraway
12. High Class Woman
Band Website: www.inglorious.com
Medium: CD
Spieldauer: 46:10 Minuten
VÖ: 12.05.2017

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