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Jon Lord - Gemini Suite

Review von Dimebag vom 17.01.2017 (1762 mal gelesen)
Jon Lord - Gemini Suite Jon Lords Tod im Jahr 2012 war für mich persönlich eine traurige Angelegenheit. Seine Musik war und ist für mich etwas ganz Besonderes. Ob es die Outputs mit DEEP PURPLE, die Ausflüge in die Bluesmusik oder seine zahlreichen Soloalben mit Orchester sind, seine Kreativität und Musikalität hat mich immer tief beeindruckt und berührt.

Die vorliegende Aufnahme "Gemini Suite" stammt aus dem Jahre 1971 und sollte eigentlich nach "Concerto For Group And Orchestra" die zweite Zusammenarbeit von DEEP PURPLE mit einem Orchester sein. Richie Blackmore und Ian Gillan hatten aber wohl keine Lust auf ein weiteres Orchesteralbum und somit scharte Jon Lord ein paar Freunde um sich und veröffentlichte die "Gemini Suite" als Soloalbum mit dem London Symphony Orchestra. Inhaltlich widmet man sich dem Sternzeichen Zwilling, unterteilt in sechs Sätze, die jeweils ein Instrument oder Gesang in den Mittelpunkt stellen.

Beginnen darf Albert Lee an der Gitarre. Man bemerkt sofort, dass die Ausrichtung sich von der des "Concerto For Group And Orchestra" unterscheidet. Verwebte Lord dabei noch Rockband und Orchester, so spielt das Soloinstrument auf diesem Album mehr im Wechsel mit den Symphonikern. Das aufbäumende Spiel des Orchesters wird regelmäßig durch das gefühlvolle und variable Spiel Lees unterbrochen, was den Fluss ein wenig stört, aber einen doch interessanten Klangkosmos erschafft. Der zweite Part wird von Jon Lord selbst am Piano dominiert. Beginnt er noch jazzig, so entwickelt sich sein Spiel im Laufe des Stücks mehr in eine klassische Richtung. Im dritten Akt zeigt Ian Paice sein Können an den Drums, zusammen mit dem furios aufspielenden Orchester. Part vier wird bestimmt durch die eindringlichen Stimmen von Yvonne Elliman und Tony Ashton, die leider nicht vollends überzeugen können. Roger Glover darf dann im fünften Akt den Bass brummen lassen, was eine interessanter Ansatz ist, der besser funktioniert, als man es erwarten könnte. Trompeten und Pauken bestimmen hier das Klangbild des Orchesters. Zum Abschluss spielt Jon Lord dann noch ausufernd an seinem Instrument, der Orgel, auf. Hier zieht er alle Register und führt das Album zu einem hervorragenden Ende.

Im Vergleich zur alten Aufnahme wirkt der Sound klarer und differenzierter, sowie lauter. Einige "Soundprobleme", die auf die Aufnahmetechniken der Siebziger zurückgehen, wurden aber beibehalten, was den Charme der Aufnahme erhält. Wer das Album noch nicht besitzt, kann ruhig zur neuen Aufnahme greifen. Hat man jedoch die Originalaufnahme im Plattenschrank stehen, so besteht der nahezu einzige Mehrwert im Vorwort von Roger Glover.

Auch wenn die "Gemini Suite" nicht an die anderen Orchesterprojekte von Jon Lord heranreicht, ist es doch ein interessanter und wichtiger Baustein im künstlerischen Werk des Orgelvirtuosen. Über den Tellerrand blickende Rockfans werden an dem kreativen Stück Musik sicher ihre Freude haben.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. Guitar: Soloist Albert Lee
02. Piano: Soloist Jon Lord
03. Drums: Solist Ian Pace
04. Vocals: Soloists Yvonne Elliman/Tony Ashton
05. Bass Guitar: Soloist Roger Glover
06. Organ: Soloist Jon Lord
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 47:42 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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