Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2021
Headbangers Open Air 2021 (Corona Edition)

Ironhammer Festival 2021

Code - Lost Signal

Review von Zephir vom 22.01.2017 (2880 mal gelesen)
Code - Lost Signal Wähnte ich beim Release des letzten Albums "Mut" (2015) die Jungs von CODE im experimentellen Post-Rock-Hafen angekommen, so belehrt die neue EP "Lost Signals" mich eines Besseren: Die jahrelange Entwicklung vom progressiven Black Metal zum Post Rock bedeutet keineswegs, dass Rückblicke verwehrt bleiben. Im Sommer 2015 haben die fünf einiges an Zeit aufgewendet, um diverse ältere Titel nochmals neu musikalisch zu interpretieren. "Lost Signals" ist das Ergebnis, das drei Titel von "Mut" in neuer Bearbeitung enthält, weiterhin jeweils einen Titel der vergangenen Alben "Augur Nox" (2013), "Resplendent Grotesque" (2009) und "Nouveau Gloaming" (2005).

Teilweise haben Wacian et al. deutlich mit der Reibeisenfeile gearbeitet – so in den ersten drei Tracks 'On Blinding Larks', 'Cocoon' und 'Affliction', die 2015 ja trotz aller Düsternis recht post-rockig daherkamen. Die Drums erscheinen nunmehr dichter und härter, die Gitarren deutlich metallischer, und in 'Affliction' verfallen die Vocals zwischenzeitlich gar in heiseres Gekreisch, von dem CODE sich scheinbar so gut wie losgesagt hatten.

Back to the roots also? Auch nicht. Der vierte Titel, 'The Rattle Of Black Teeth', wurde anno 2017 deutlich von jeglicher Räude geheilt. Im Vergleich zum 2009 erschienenen Ursprungstrack haben sich CODE in der vormals wabernden Agogik etwas gemäßigt und gehen nun deutlich sauberer zu Werke, was das satanisch-dämonische Moment des Songs ein wenig herausfiltert. Auch aus 'The Lazarus Cord' (erstmals auf der 2013 veröffentlichten "Augur Nox" releast) wurden Kreisch-Passagen herausgekürzt, die beklemmende Atmosphäre verbleibt gleichwohl in der Cymbal-gespickten Musik.

Die stärkste Transformation hat naturgemäß der älteste Song erfahren, 'Brass Dogs' (ursprünglich von 2005). Unter Auslassung des creepy Intro-Samples und diverser Screams ist 'Brass Dogs' nun eine Art progressiver Post-Stoner, der mit viel Reverb und schleppendem Tempo die Vibes des twisted creed und der crepuscular creatures aber nach wie vor internalisiert hat.

Fazit zu dieser von der Band selbst produzierten EP: Bleibt alles anders bei CODE. Aufs kommende Album darf man gespannt sein.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. On Blinding Larks
02. Cocoon
03. Affliction
04. The Rattle Of Black Teeth
05. The Lazarus Cord
06. Brass Dogs
Band Website: www.codeblackmetal.com
Medium: CD
Spieldauer: 29:00 Minuten
VÖ: 25.01.2017

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

22.01.2017 Lost Signalvon Zephir

05.03.2015 Mut(7.0/10) von Zephir

14.06.2005 Nouveau Gloaming(10.0/10) von Evil Wörschdly

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Heute veröffentlicht
Eric McFadden - Hail To Hell

Schaut mal!