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Heldmaschine - Himmelskörper

Review von Opa Steve vom 26.11.2016 (1735 mal gelesen)
Heldmaschine - Himmelskörper Die HELDMASCHINE hat sich hier in der Mittelrhein-Region schon länger neben VÖLKERBALL einen Ruf als RAMMSTEIN-Klon erspielt. Man denkt natürlich auch in erster Linie an die Qualitäten als Coverband, was bei den genannten Bands auch naheliegt und in Teilen zutrifft. Aber auf "Himmelskörper" gibt es ausschließlich eigenes Material zu hören, welches sich möglichst nah am Stil der großen Megaseller bewegt. Nicht nur das, auch die Optik und das Konzept werden komplett übernommen. Aufgrund der ungeheuchelten Kopierambitionen darf man sich natürlich fragen, ob eine solche Band mit eigenen Titeln überhaupt eine richtige Berechtigung auf dem Musikmarkt hat. Die Antwort gibt es vor allem im Live-Segment, wo sich nicht jeder die Originale anschauen kann und vor allem regional durch HELDMASCHINE eine Light-Alternative geboten bekommt, die durchaus für Stimmung sorgen kann.

Beim Opener 'R' trifft die Band noch voll auf meinen Sympathie-Lukas. Fast auf KNORKATOR-Niveau lässt man sich über das gerollte "R" aus, und spätestens bei der Zeile "... das R muss rollen und du bist jetzt still, weil ich sonst noch das S rollen will ..." kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Es wäre toll, wenn sich HELDMASCHINE dem Konzept weiter mit diesem Augenzwinkern hätten nähern können. Aber das Album wandert stattdessen in die ernste Ecke. Und dann sind wir tatsächlich im Kopien-Segment, wo ganz andere Regeln gelten. Denn wer wie RAMMSTEIN sein will, der muss sich mit RAMMSTEIN messen können. Und da merkt man, dass bei HELDMASCHINE doch noch einige Defizite herrschen. Die textliche Tiefe der Vorbilder wird nicht erreicht und viele Reime enden eher platt. Da hilft es auch nicht, dass Sänger René handwerklich eine saubere Leistung abliefert. Musikalisch ist auch eine deutliche Lücke zu verspüren, allerdings nicht so groß wie bei den Texten. Stilistisch hat man sehr gut hingehört, aber es fehlt das Quentchen Inspiration. Die Epik in 'Himmelskörper', dem Titelsong, oder 'Gegenwind' ist noch als gelungen zu bezeichen. Die Songs mit den kalten Riffs sind dagegen eine recht uninspirierte Aneinanderreihung der RAMMSTEIN-Trademarks. Wer RAMMSTEIN kennt, spürt auch fast zu jedem Song ein Vorbild, welches Pate gestanden haben könnte. Das hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack.

Ich bin mir immer noch recht unschlüssig, was ich von diesem Album halten soll. Mit Sicherheit kopieren HELDMASCHINE talentiert und einfallsreicher als manch andere Coverband. Dazu gibt es noch ein bisschen mehr Gothic/NDH-Einflüsse, die man auch bei 'Spieglein, Spieglein' und 'Dünnes Eis' bemerkt, und auch soundtechnisch ist hier alles im Lot. Aber im Prinzip ist es schwierig, eine Kaufempfehlung für eine Band auszusprechen, die sich ein klares Etikett unter Verzicht auf Eigenständigkeit auf die Stirn pappt, dabei aber immer ein bis zwei Schritte hinter dem Original hinterherhinkt. Vorweglaufen wäre das Rezept dagegen.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. R
02. Himmelskörper
03. Auf Allen Vieren
04. Die Braut, Das Meer
05. Alles Eins
06. Die Maschine Spricht
07. Sexschuss
08. Kein Zurück
09. Spieglein, Spieglein
10. Gegenwind
11. Das Maß Ist Voll
12. Dünnes Eis
Band Website: www.heldmaschine.com
Medium: CD
Spieldauer: 56:20 Minuten
VÖ: 04.11.2016

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