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Madame Mayhem - Now You Know

Review von Opa Steve vom 28.08.2016 (1509 mal gelesen)
Madame Mayhem - Now You Know MADAME MAYHEM scheint in der US-Rockszene einige gute Connections zu genießen. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich in ihrem Tross Musiker von KORN, STEEL PANTHER, GUNS N' ROSES oder STUCK MOJO tummeln? Das Album wurde sogar von Billy Sheehan (MR. BIG, WINERY DOGS) produziert, der auch teilweise den Bass zu dieser Scheibe beisteuerte. Bei dieser doch fulminanten Crew sollte man eigentlich eine Hammerscheibe erwarten. Oder nicht? Das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei" trifft hier leider doch mehr zu, als ich es mir erhofft hätte. Zuerst einmal ist das Album stilistisch irgendwo kreuz und quer im Rock-Genre verortet, ohne aber einen klaren Charakter zu haben. Hier haben viele Menschen wohl ihre Zutaten beigesteuert und die Songs haben zwar in sich eine klare Linie, aber als Ganzes wirkt die Scheibe merkwürdig orientierungslos. Dabei ist der Anfang absolut vielversprechend. 'Monster' hat eine recht geile Atmosphäre und erinnert mich stark an MELISSA AUF DER MAUR und DIE SO FLUID, die mit ihrem interessanten und teilweise auch progressivem Alternative Metal einige starke Songs auf die Menschheit losgelassen haben. Leider kann neben diesem Opener lediglich 'Under The Microscope' dieses Niveau halten und Spannung aufbauen. Dazwischen tummeln sich eine Menge mutloser Experimente, die so aalglatt und risikofrei sind, dass man das Interesse schnell verliert. Darunter erstaunlich viele weichgespülte Melodien, die überhaupt nicht zu den beiden genannten Highlights passen wollen. So tendieren viele Songs in Richtung Female Fronted Alternative Metal, wie man ihn leider schon oft genug gehört hat. Und obwohl MADAME MAYHEM sicherlich eine engagierte und keine schlechte Sängerin ist, hätten Musiker und Produzent doch noch stärker Einfluss nehmen müssen, um ihre Stärken zu nutzen. Oft singt sie gepresst und spürbar am Rand ihres Limits ('Perfect Nightmare', 'More Than Misery'), wo ein erfahrener Produzent eigentlich die Reißleine ziehen müsste, weil das Zuhören auf Dauer anstrengend wird. Der furchtbar kitschige Rausschmeißer 'Anyone Who Had A Heart' mit 60er-Jahre-Soul kostet nochmal einen Extra-Punkt.

Fazit: Selbst ein Haufen erfolgreicher Musiker macht zusammen mit einer ordentlichen Sängerin noch lange kein gutes Album. Eher prallen hier viele Egos und Stile zusammen, die wenig fokussiert kombiniert werden, wenngleich auch technisch absolut tadellos sind. Bei der durchgehenden Klasse von 'Monster' und 'Under The Microscope' hätte ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ausgesprochen. In der Summe ist es aber irgendwie wie ungewürzter Tofu zum Grillfest.

Gesamtwertung: 5.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Monster
02. Perfect Nightmare
03. Something Better
04. Left For Dead
05. Witchcraft
06. Better Days
07. ... After 2 AM
08. Nothing To Lose
09. Under The Microscope
10. Sacrifice
11. Pain
12. Can't Stand
13. Anyone Who Had A Heart
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 52:12 Minuten
VÖ: 26.08.2016

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