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Geist - Ausser Kontrolle

Review von Stormrider vom 30.06.2016 (1947 mal gelesen)
Geist - Ausser Kontrolle "Feuerengel" war 2011 eines der ersten Alben, die ich für unser Mag zum Review hatte, und ich habe damals satte acht Blutstropfen vergeben. Zu Recht, denn auch heute noch sind Songs wie 'Feuerengel', 'Strom' oder 'Beschwörer' in meiner Playlist vertreten. Leider habe ich GEIST danach etwas aus dem Auge verloren, weil kein echter Nachfolger zu besagtem Album mehr kam, sondern nur eine Akustik-EP, mit der ich nie so wirklich warm geworden bin. Als nun mit "Ausser Kontrolle" wieder mal eine EP zum Review vorlag, war ich freudig überrascht, dass die Kölner offensichtlich noch nicht das Handtuch geworfen haben. Wobei man vielleicht sagen muss, dass Sänger Fares Rahmun das Handtuch nicht geworfen hat, denn von der damaligen Besetzung ist heute nur noch er aktiv.

Und das ist auch gut so, denn die charismatische Stimme des Fronters war und ist weiterhin das größte Plus der Band, und sie ist entsprechend präsent im Gesamtsound. Daneben gibt es aber auf "Ausser Kontrolle" endlich auch mal wieder an die Großtaten des Seattle-Grunge der frühen 90er angelehnte Rockmusik, die auch die Musikalität des progressiven Alternative, im Stile früherer TOOL, aufgreift. Ich bin versucht zu sagen, dass GEIST die Rückbesinnung auf alte Stärken gelungen ist. Oder wie es Fares selbst auch sagt: "Jetzt wollten wir wieder zurück zu unserem Ursprungssound. Und der ist nun mal hart." Allerdings muss man auch feststellen, dass die Eingängigkeit und die Griffigkeit der Refrains in den letzten Jahren offenbar etwas gelitten hat. So kommt keiner der vier Songs auf "Ausser Kontrolle" hier richtig auf den Punkt, was insofern schade ist, da die Stücke eigentlich alles haben, um dann in einem mit Widerhaken versehenem Refrain zu kulminieren. Stattdessen quält sich Fares im Titeltrack durch die zwei namensgebenden Worte und zieht sie ewig in die Länge, und auch die drei anderen Tracks sind ähnlich, nämlich grundsolide Alternative Rocksongs, denen GEIST die Krone leider nicht aufsetzen.

Somit ist die EP am Ende zwar definitiv eine Rückbesinnung auf alte Rockstärken, aber die Klasse des letzten Albums erreichen die vier vorgestellten neuen Stücke leider dann doch nicht. An der Produktion gibt es nix zu mäkeln und so bleibt festzuhalten: Schön, dass es GEIST noch gibt und ich hoffe darauf, dass es auf dem kompletten Album auch wieder ein paar große Refrains und nicht nur starke Strophen und gute deutsche Lyrics gibt.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Ausser Kontrolle
02. Zu Laut
03. Wie Du Mich Siehst
04. Tief
Band Website: www.geistreich.org
Medium: EP
Spieldauer: 19:55 Minuten
VÖ: 20.05.2016

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