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Harm/Shelter - Paycheck

Review von Dudemeister vom 06.06.2016 (1571 mal gelesen)
Harm/Shelter - Paycheck Schon mal was von DESOLATED gehört? Um die geht's jetzt so überhaupt nicht! Wobei ... irgendwie dann doch. Denn ganz im angepissten Hardcore-Rap-Stil der genannten Kapelle ballern HARM/SHELTER ihr neues Album raus. "Ohne Rücklicht auf Verluste", wie es im Soundtrack zu "Werner - Gekotzt wird später" heißt. Tief gestimmte Instrumente, wuchtiger Sound, dazu Sprechgesang, bzw. Sprechgeshoute und eine wirklich große Portion negativer Emotionen fliegen einem hier entgegen. Die fünf Jungs aus Gießen scheinen in jeglicher Hinsicht die Schnauze voll von allem Schönen zu haben. Darum gibt's auf dieser Platte auch nur Schönes zu hören, wenn man tiefsitzenden Schmerz und fest verankerten Hass schön findet. Passend dazu trägt das Ding schon den Namen "Paycheck" und wiederum passend dazu, wird damit jetzt in Form eines Reviews abgerechnet.

Wer nach Geschwindigkeit trachtet, der ist hier völlig falsch. Auf dem gesamten Album gibt es beim besten Willen nichts was dem Attribut "schnell" auch nur ansatzweise gleichkommt. Stattdessen gibt es Down- und Midtempo-Grooves noch und nöcher. Insgesamt ist alles was man hier hört moshlastig ohne Ende und gleicht eher einem Bombenangriff, als einem filigranen Fechtduell. Das wird wohl der Grund sein, warum das Album "Paycheck" und nicht etwa "Fair Fight", oder "Happy Go Lucky" heißt. Aber zurück zum Thema: Das Ganze wirkt insgesamt wie aus einem Guss. Sogar der Hip-Hop-Song - ja ihr habt richtig gelesen - 'Vom Schatten Ins Nichts', der zumindest ein bisschen an die tiefgründigeren Sachen von GENETIKK erinnert, passt sich richtig gut an das Gesamtgefüge an und bietet die einzige aber auch notwendige Abwechslung, um der Langeweile vorzubeugen. Denn sind wir mal ehrlich: Auf Albumlänge kann Musik ohne jegliche Dynamik und Abwechslung, sei sie noch so groovig und heftig, schon recht schnell ins Öde abdriften. So balancieren auch HARM/SHELTER auf einem schmalen Grad zwischen Heavyness und Langeweile, bekommen jedoch durch solche Auflockerungen und angenehm kurze Song- und Albumlänge die Kurve. Abschließend kann man sagen, dass zwar manchmal das Gefühl hängenbleibt, einige Songs, Parts und Passagen würden ihr Potential nicht komplett ausreizen, dass aber alle, die sich gerne mal auf musikalische Art und Weise das Gesicht eindrücken lassen und mit grooviger Wut etwas anfangen können, hier völlig auf ihre Kosten kommen werden.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Eternal Crusade
02. Suppression
03. For The Low
04. Mr. Brown
05. Venom
06. Vom Schatten Ins Nichts
07. Interlude
08. D.F.T.R
09. Gomorra
10. Judgement
11. Satans Breed
12. Mindcontrol
Band Website: http://www.facebook.com/harmshelter
Medium: CD
Spieldauer: 26:38 Minuten
VÖ: 03.06.2016

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06.06.2016 Paycheck (6.0/10) von Dudemeister

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