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Mistur - In Memoriam

Review von grid vom 13.05.2016 (1893 mal gelesen)
Mistur - In Memoriam Sieben Jahre haben sich MISTUR Zeit gelassen, um an ihr Debüt "Attende" anzuknüpfen. Klar, dass sich in dieser Zeit einiges getan hat. Nicht nur, dass neue Ideen reifen konnten, auch personell gab es Veränderungen. Als Erstes haben MISTUR mit Oliver Øien eine neue Stimme bekommen und mit Tomas Myklebust ist des Weiteren eine frische Kraft an den Fellen aktiv. Auch der Blick auf die Trackliste bietet Neues: Die Songs sind in englischer Sprache abgefasst. Der Hinwendung zum internationalen/verkaufsfördernden Englisch stehe ich ja bei Folk/Viking/Black Metal ziemlich zwiespältig gegenüber, denn nach meinem Empfinden klingen muttersprachlich abgefasste Texte immer runder und gehen mir daher auch besser ins Ohr. Aber, das ist, wie gesagt, meine ganz persönliche Sichtweise.

Was bietet also "In Memoriam"? Natürlich spielen MISTUR immer noch Sognametal im Geiste von WINDIR, hängen aber 2016 nicht mehr ganz so fest an deren Nabelschnur. War der Vorgänger "Attende" ein guter, aber letztlich doch recht braver und gefälliger Einstieg, legen sich MISTUR auf "In Memoriam" auch mal richtig ins Zeug und kehren öfter als erwartet die schwarze Seite kräftig raus. Will heißen, ein paar schroffe und ruppige Wendungen beleben nicht nur die Songs, sondern lassen "In Memoriam" insgesamt viel dynamischer erscheinen als "Attende". Dabei lassen sie zum Beispiel erkennen, dass die beiden letzten TAAKE-Alben nicht ungehört an ihnen vorbeigegangen sind. Mir gefällt es, wie MISTUR die neuen Aggro-Ideen immer wieder heftig aufflammen lassen, wozu auch eingestreute Deathgrowls beitragen und natürlich auch härteres Riffing. Der Gesang fällt zum einen insgesamt viel abwechslungsreicher und zum anderen auch kraftvoller aus als auf dem Vorgänger. Epische Melodien spielen nach wie vor eine große Rolle, aber sie wehen eben nicht länger ungestört und beruhigend durch die Platte, sondern setzen ihre eigenen Akzente. Dass wirbelnde Melodik bei MISTUR auch weiterhin eine feste Konstante ist, muss nicht extra gesagt werden. Aber sie erscheint neben den neuen Ruppigkeiten in einem anderen, besseren Licht.

Fazit: Die Frischzellen tun MISTUR mehr als gut. "In Memoriam" ist ein beachtlicher Schritt zu mehr Eigenständigkeit, ohne dabei die Wurzeln zu WINDIR ganz zu kappen. Tolles Album!!!



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Downfall
02. Distant Peaks
03. Firstborn Son
04. Matriarch's Lament
05. The Sight
06. Tears Of Rememberence
Band Website: www.mistur.no
Medium: CD
Spieldauer: 56 Minuten
VÖ: 13.05.2016

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