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Fallujah - Dreamless

Review von Opa Steve vom 12.05.2016 (1139 mal gelesen)
Fallujah - Dreamless Die Deathcore-Rabauken FALLUJAH schieben auf "Dreamless" viel Ehrgeiz in ihr Songwriting und schaffen damit ein Album, das nur sehr schwer zu besprechen ist. Ich sitze hier vor einem Sumpf an Eindrücken, die sich auch nach dem vierten Durchlauf nicht sortieren wollen und auch keine homogene Struktur annehmen. Es gibt so unglaublich viele Seelen in dieser Musik, die miteinander streiten, anstatt sich zu verbünden. Spontan würde man sich an GOJIRA erinnert fühlen, die ja mit ihrem progressiv angehauchtem Thrash einen ganz einzigartigen Stil geschaffen haben. Auch FALLUJAH arbeiten mit rhythmusbetonten Dissonanzen und beweisen schon irgendwie eine Nähe zu ihren französischen Brüdern. Aber sie schaffen es nicht, die Seele von GOJIRA einzufangen. "Dreamless" wirkt so, als wolle man zu viel und hätte sich verzettelt. Da ist ein bisschen Post Metal, ein bisschen Prog Thrash, aber immer wieder springen die Songs zwischen stammeliger Sperrigkeit der kalten Riffs, effektgeladener Atmosphäre und stets Djent/Jazz-mäßiger Dudelei hin und her. Die Soße klumpt und bindet nicht richtig ab. Der Titelsong hätte dabei sogar noch recht gut werden können, weil er relativ viel Ruhe wahrt, aber selbst da können die Gitarristen wieder nicht an sich halten und zerfledern ihn mit ihren rastlosen Clinics, die bei den meisten der 12 Songs tatsächlich immer im unpassendsten Moment losflitzen. Der monoton röchelnde Gesang wertet das Material auch nicht auf, denn was instrumental zu viel passiert, passiert bei den Vocals zu wenig. Mit 'Les Silences' ist dann noch ein Synthiestück an Bord, welches sich stilistisch aber als Fremdkörper oder Lückenfüller anfühlt.

Auf der anderen Seite ist das Album technisch absolut tadellos und vor allem bei den sehr extrem und extrem musikalisch gespielten Drums sogar beeindruckend. Dass alle vorzüglich spielen können, beweisen sie sowieso gerne - und zu oft. Ich würde auch dem Stil bescheinigen, dass sich FALLUJAH eine ganz eigene Marke erspielt haben und natürlich nicht nur eine uninspirierte GOJIRA-Variante sind. Da werden sanfte Frauenchöre eingewoben, immer wieder Synthies in die atmosphärischen Parts eingebaut und immer wieder aufwändige Konstruktionen geschaffen. Auf gewisse Weise ist dies ein eigenständiges Album mit vielen tollen (einzelnen) Momenten. Aber wenn ich in dieser Scheibe keine Seele erkenne und die Songs im skipfreien Gebrauch rasch orientierungslos wirken, dann fehlt mir letztendlich doch einfach die Musik. Wenn ihr euch ein Stück anhören wollt, welches dem Begriff "Song" noch recht nahe kommt, dann probiert es mit 'Abandon' und 'Wind For Wings', ob diese Scheibe was für euch sein könnte.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Face To Death
02. Adrenaline
03. The Void Alone
04. Abandon
05. Scar Queen
06. Dreamless
07. The Prodigal Son
08. Amber Gaze
09. Fidelio
10. Wind For Wings
11. Les Silences
12. Lacuna
Band Website: http://www.facebook.com/fallujahofficial
Medium: CD
Spieldauer: 55:38 Minuten
VÖ: 29.04.2016

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