Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Oranssi Pazuzu - Värähtelijä

Review von Opa Steve vom 27.02.2016 (2458 mal gelesen)
Oranssi Pazuzu - Värähtelijä ORANSSI PAZUZU sprengen wieder Grenzen zwischen Post Metal, Black Metal und Gothic/Dark-Einflüssen und bleiben ihrem Schema treu. Der Dreijahresrhythmus scheint den Finnen zu liegen, denn in dieser Zeit wurden auch auf "Värähtelijä" wieder sieben Werke geschaffen, die gerne exzessive Spieldauern bis zu 17 Minuten aufweisen. Schon der Opener ist alles andere als catchy und entführt den Hörer in leicht verstimmte Post Metal-Landschaften, die sich hypnotisch auf dem meist gleichen Grundthema zu überbordenden Lärmkaskaden auftürmen. Die Hässlichkeit kommt durch den krächzigen Gesang, aber auch durch viel Schmutz und akustische Ebenen, die sie niemals mit reinen Gitarren/Drums begnügen, sondern alle möglichen hintereinandergeschalteten Effektgeräte mitspielen lassen. Sehr abgefahren können auch manche Synthie-Sounds sein, die gerne an die SciFi-Geräusche der 50er Jahre erinnern und den Kompositionen einen sehr abgefahrenen Gesamtsound verpassen. Wenn es dann noch ruhiger wird, hört man hier und da ein paar Gothic-Einflüsse heraus. Vor allem 'Värähtelijä' ist hier ein gutes Beispiel mit cleanen Gitarren in langen Echoketten und mit rauem Sprechgesang, der auch immer wieder an die krächzigsten Stellen eines Carl McCoy erinnert, nur eben nicht so tief. Der Schmutz wird hingegen am Ende von 'Lahja' auf die Spitze getrieben (richtig psycho), aber ebenso im härtesten Song der Scheibe, 'Hypnotisoitu Viharukous'. Letzterer wird von lärmigem Overdrive dominiert, welcher den Post Metal zusätzlich mit kalten und fiesen Synthie-Läufen anreichert und die Gitarren vor Vibrato und überbordenden Effekten zu einem dicken Brei aus Black Metal-Akkorden und Feedbacks verschmelzen und eine einzige raue Wand aus Sound bilden. Gelegentlich gerät dieses Konzept auch etwas außer Kontrolle, wenn es zu unbequem wird. Dies passiert in 'Havuluu', welches im 7/8tel-Takt und mit monoton dissonanten Gitarren den Großteil der fast zehn Minuten den stumpfen Bohrer ganz tief im musikalischen Nerv des Zuhörers ansetzt. Dagegen haben die Klanglandschaften, die sie ansonsten kreieren, wirklich etwas Schönes an sich. Für ORANSSI PAZUZU sollte man geneigt sein, Düsterheit und Unbequemlichkeit zuzulassen, und vor allem nicht auf die üblichen stilistischen Schemata zu bestehen.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Saturaatio
02. Lahja
03. Värähtelijä
04. Hypnotisoitu Viharukous
05. Vasemman Käden Hierarkia
06. Havuluu
07. Valveavaruus
Band Website: www.oranssipazuzu.com
Medium: CD
Spieldauer: 69:08 Minuten
VÖ: 26.02.2016

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

19.04.2020 Mestarin Kynsi(7.5/10) von Opa Steve

11.10.2013 Valonielu(7.5/10) von Opa Steve

27.02.2016 Värähtelijä(7.5/10) von Opa Steve

Interviews

14.10.2013 von Opa Steve

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!