Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Led Zeppelin - Mothership

Review von des vom 24.11.2015 (2177 mal gelesen)
Led Zeppelin - Mothership "LED ZEPPELIN did not last long enough to fail" - so beschreibt es David Fricke in den Liner-Notes zu "Mothership" und rückwirkend betrachtet war es auch wirklich eine relativ kurze Zeit, die LED ZEPPELIN als Band existierte. Bis auf ein paar kurze Re-Unions, die wohl eher als Wimpernschlag in die Geschichte eingehen, brachten es LED ZEPPELIN in der Zeit zwischen 1969 und 1982 auf 11 Alben, wobei die Zeit von 1969 bis 1971 mit den ersten vier Platten als kreativste Zeit angesehen werden kann - nicht nur wegen der hohen Schlagzahl, nein, auch qualitativ stehen "I-III" sowie das unbetitelte vierte Album in der Ahnenreihe des Rock ganz vorne. Und auch wenn die Band nur wenig länger als 10 Jahre existiert hatte, hatte sie prägende Wirkung auf die Rockmusik wie kaum eine andere Band - und auch eine prägende Wirkung auf den Schreiber dieser Zeilen, der in seinen jungen Jahren einen guten Teil der Wochenenden gerne in einer Kneipe verbrachte, in der jeden Abend mehrmals 'Stairway To Heaven' lief. Und das zu einer Zeit, als die Band schon seit Jahren nicht mehr existierte.

2014/2015 machte sich Gitarrist Jimmy Page an das Projekt, die Platten seiner Truppe zu remastern. Die Best-Of "Mothership" wurde erstmals 2006 herausgegeben und die Vinylversion war damals schnell vergriffen. Grund genug, auch dieser Hit-Sammlung eine Soundpolitur zu verpassen und auch mit dem neuen Remaster neben der hübsch aussehenden Doppel-CD auch als ultimative 4-fach-Vinyl-Box neu zu veröffentlichen. Musikalisch stellt "Mothership" eine Zeitreise dar, in der chronologisch die wichtigsten musikalischen Stationen der Band abgeklappert werden. Auf CD1 werden die Alben "I" bis "untitled" vorgestellt - mit dem bereits erwähnten 'Stairway To Heaven' als Highlight. Doch auch der frühe Powerballaden-Prototyp 'Babe I'm Gonna Leave You' sollte im selben Atemzug genannt werden, oder der galoppierende Ur-Hardrocksong 'Immigrant Song'. 'Dazed And Confused' wiederum setzt einen Meilenstein in punkto Blues und Progressive. 'When The Levee Breaks' wiederum wartet mit psychedelischen Mundharmonikatönen und einem hypnotischen Beat auf. Über alledem thront die unverwechselbare Stimme von Robert Plant, der die passende Ergänzung zu Jimmy Pages Gitarrenspiel darstellt.

Persönlich finde ich die erste CD von "Mothership" zwar spanndender, weil LED ZEPPELIN auf den ersten paar Alben deutlich rauer klangen; da klingt 'The Song Remains The Same', mit dem CD2 loslegt, schon deutlich polierter. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Band in ihrer Spätphase ihren wahrscheinlich größten Wurf 'Kashmir' geschrieben haben - mit dem wahrscheinlich besten Riff aller Zeiten, das nicht umsonst mehrfach kopiert und entlehnt wurde oder als Inspiration diente. Mit 'Over The Hills And Far Away' haben LED ZEPPELIN ihre halbe Akustikballade geschrieben - besonders bemerkenswert ist hier der glasklare und schön differenzierbare Klang der akustischen Gitarren und der Wechsel in den fetten Power-Rocker. Spannender Anspieltipp ist auch der 10-minütige Galopp mit 'Achilles Last Stand', in dem es auch genug Zeit für Pages Gitarrenspielereien gibt.

Der Sammler wird vermutlich zu den Remasters der Einzelalben greifen, die auch zusätzlich mit Extramaterial ausgestattet wurden (obwohl, so eine schmucke 4-Vinyl-Box mit dem klasse rot-schwarzen Cover macht im Plattenschrank sicher auch mächtig was her), doch am ehesten ist "Mothership" für LED ZEPPELIN-Einsteiger das Richtige, die die Musik einmal richtig entstaubt und glasklar genießen wollen. Jede Punktevergabe wäre nicht angebracht, daher wird hiermit einfach nur eine Empfehlung ausgesprochen.


des

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
Side One
01. Good Times Bad Times
02. Communication Breakdown
03. Dazed And Confused
04. Babe I’m Gonna Leave You

Side Two
01. Whole Lotta Love
02. Ramble On
03. Heartbreaker
04. Immigrant Song

Side Three
01. Since I’ve Been Loving You
02. Rock And Roll
03. Black Dog

Side Four
01. When The Levee Breaks
02. Stairway To Heaven
03. The Song Remains The Same

Side five
01. Over The Hills And Far Away
02. D’Yer Maker
03. No Quarter

Side Six
01. Trampled Under Foot
02. Houses Of The Holy
03. Kashmir

Side seven
01. Nobody’s Fault But Mine
02. Achilles Last Stand

Side eight
01. In The Evening
02. All My Love
Band Website: www.ledzeppelin.com/
Medium: 4 LP
Spieldauer: 137:00 Minuten
VÖ: 13.11.2015

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

21.11.2012 Celebration Day(10.0/10) von Elvis

24.11.2015 Mothershipvon des

19.10.2016 The Complete BBC Sessionsvon Cornholio

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!