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Kampfar - Profan

Review von grid vom 16.11.2015 (1232 mal gelesen)
Kampfar - Profan Zum siebten Mal schlagen KAMPFAR mit einem Vollalbum zu und zum Auftakt holen sie mit 'Gloria Ablaze' und 'Profanum" gleich mächtigig aus. Mit vorwärtspreschender Heftigkeit entfachen sie einen schwarzmetallischen Sturm, der deutlich sagt: "Nichts bleibt von dir übrig!" Sind diese beiden Rollkommandos überstanden, ist Luft holen angesagt. Diese Gelegenheit bietet 'Icons' zumindest am Anfang, bevor es biestig weitergeht. 'Skavank' reduziert im Laufe seiner Spielzeit das Tempo und glänzt ab der Mitte im Midtempo als düsterster Song. Das Paradestück der Platte heißt jedoch 'Daimon'. Die typische KAMPFAR-Harmonik im Verbund mit dem ultraschwerem Stampfen der Drums und Gitarren im Mittelteil gehen nicht nur unter die Haut, sondern werden erdbebengleich jeden Club erschüttern. Übrigens gibt es in 'Daimon' auch ein Wiederhören mit dem Didgeridoo, das schon exotisch durch 'Fra Underverdenen' vom gleichnamigen Album trug. 'Profanum' und 'Pole In The Ground' lassen ebenfalls an die Alben der Band aus den Neunzigern denken, sind aber eindeutig in der Gegenwart verortet.

Während der ersten Durchläufe wirkte "Profan" auf mich ziemlich gewöhnlich. Aber ganz allmählich nahm die magische Spannung, die aus Kälte und Wut genährt wird, stetig zu. "Profan" springt einen nicht an wie frühere Alben der Band, weder beim ersten Hören noch beim fünften, und manche werden es daran festmachen, dass KAMPFAR auf verkumpelnde Mitsinghymnen verzichten. "Profan" bewegt sich auf einem durchgehend hohen Energielevel und diese maßgebende Kraft des Black Metal bringen KAMPFAR auf diesem Album dergestalt komprimiert zu Gehör, dass es für mich ein Meisterstück des Genres ist. Ja, ich lehne mich so weit aus dem Fenster und sage, dass KAMPFAR mit "Profan" etwas Großartiges abgeliefert haben! KAMPFAR reduzieren auf "Profan" ihre Pagan-Stimmungen, keine Frage. Wer sich allerdings mit der Scheibe längere Zeit beschäftigt wird aber am Ende kaum bedauern, dass es keine Mitsinghymnen auf "Profan" gibt. Mit 'Ravenheart' oder 'Skogens Dyp' oder 'Troll' oder 'Norse' oder 'Vettekult' haben sie die ohnehin längst geschrieben. Das eiskalte urnorwegische Schwarzmetall, das KAMPFAR uns auf "Profan" vor den Latz knallen, erreicht eine Intensität, wie sie nur wenige erschaffen können, und steht überzeugend für sich.

Fazit: "I det mørkeste helvete går solen ned" ('Tornekratt') während KAMPFARs kalter Stern alles überstrahlt!


Gesamtwertung: 9.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Gloria Ablaze
02. Profanum
03. Icons
04. Skavank
05. Daimon
06. Pole In The Ground
07. Tornekratt
Band Website: www.kampfar.com
Medium: CD
Spieldauer: 41 Minuten
VÖ: 13.11.2015

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