Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Weeping Silence - Opus IV Oblivion

Review von Zephir vom 01.11.2015 (1703 mal gelesen)
Weeping Silence - Opus IV Oblivion Zunächst gehörten sie nicht zu den Produktivsten aller Bands, die Gothic-Doom-Metaller WEEPING SILENCE. Ende der 1990er Jahre gegründet, brauchten die Malteser einige Anlaufjahre, bis 2008 mit "End Of An Era" der Startschuss fiel. (Ja, genau: den gleichen Titel trug zwei Jahre zuvor ein Live-Album der Kollegen NIGHTWISH.) Dann ging es aber Schlag auf Schlag: "Theater Of Life" und "For The Unsung" folgten 2011 und 2012, und mit ihrem jüngsten Output "Opus IV Oblivion" (2015) gingen WEEPING SILENCE gar bei Massacre unter Vertrag. Die Materie ist nicht wirklich neu, deswegen aber noch lange nicht schlecht, und dass Chen Balbus von ORPHANED LAND lobend seine Stimme über das Werk erhebt, scheint ja nun auch eine Auszeichnung, obzwar die israelischen Kollegen genremäßig ganz anders unterwegs sind. Zudem waren WEEPING SILENCE 2013 als "Best Heavy Metal Band" bei den Malta Musisc Awards sowie als "Best Band Of The Year 2012" bei den Female Metal Webzine Awards nominiert.

Je nun, für Freunde der schwarzen Romantik, die zudem auf eine gehörige Portion symbolbeladener Theatralik stehen, lohnt sich ein Ohr ins neue "Opus IV Oblivion" zu investieren. WEEPING SILENCE gehen in ihrer Sparte des Female Fronted Gothic Metal recht koventionell vor: Eingängige Hooklines in den dezent klassisch geprägten Lead Vocals von Diane Camenzuli (seit 2012 am Start), düsterschwere Growls vonseiten Dario Pace Talianas, der seit 2013 mitgrollt. Ein bisschen wird man an SIRENIA erinnert, aber "Opus IV Oblivion" ist weniger sinfonisch, mehr doomig. Angenehmerweise drängt sich die Frontfrau in der Mischung nicht in den Vordergrund, sondern verschmilzt mit dem nebligen Trauerschleier, den die zwei Gitarren (Mario Ellul und Manuel Spiteri), der Bass (Sean Pollacco), die geschmackvoll dezent eingesetzten Keyboards (Alison Ellul) und die recht soften Drums (Angelo Zammit) weben. Musikalisch reicht das Angebot von astreinem, etwas abgeschmackten Gothic Metal, wie in 'Ivy Thorns Upon The Barrow', einem Song, in dem sich übrigens die Gitarren mitsamt dem E-Piano ein schönes zweistimmiges Duett liefern, bis hin zu Balladen wie 'Transcending Destiny', deren erfahrungsgemäß schnell zu schunkeln beginnender Compound-Rhythmus sehr schön durch ein phantasievoll eingesetztes, hier und da synkopierendes Schlagwerk belebt wird.

Wie bereits erwähnt bietet das jüngste Werk von WEEPING SILENCE nichts, was nicht schon bekannt wäre. Dabei ist es aber durchaus ansprechend und mit einer gehörigen Portion Melancholie versehen, die angemessen durch die trüben Herbsttage begleitet.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Oblivion - Darkness In My Heart Anno XV
02. Ivy Thorns Upon The Barrow
03. Eyes Of The Monolith
04. Hidden From The Sun
05. In Exile 6. Stormbringer
07. Transcending Destiny
08. Bury My Fairytale
09. Gothic Epitaph
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 53:00 Minuten
VÖ: 23.10.2015

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

01.11.2015 Opus IV Oblivion(7.0/10) von Zephir

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!