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TesseracT - Polaris

Review von Opa Steve vom 05.10.2015 (3074 mal gelesen)
TesseracT - Polaris Ja, wir sind ein Metal-Zine. Und wir wünschen uns aggressive und bratende Stromgitarren. Aber es gibt diese Momente, da hast du eine Scheibe auf dem Tisch liegen, die ordentlich rockt und Arsch tritt. Und zwischendurch kommen auf einmal ganz ruhige Songs und du denkst: "Jau, dat isses! Großartig!". So auch bei dem neusten Geniestreich des Quintetts TESSERACT. Die Proggis hämmern sich auf "Polaris" durch eine ausgewogene Mixtur von Prog-Metal-Songs, Clinic-Gefrickel und beinahe spaciger Lounge-Musik und poppig fetten Refrains. Der Gesang, den sich Lead-Sänger Daniel Tompkins und Bassist Amos Williams teilen, ist meist klar und laut, aber auch in den verträumten Songs mit Kopfstimme (auf 'Tourniquet' komme ich gleich nochmal zurück) machen sie eine verdammt gute Figur. Für den einmal kurz eingestreuten Crossover-Rap auf der Scheibe müsste ich ihnen zwar links und rechts Ohrfeigen geben, aber ansonsten ist der Gesang ein Genuss. Da kann man es verschmerzen, wenn man hin und wieder beim genauen Hinhören Artefakte von Autotune-Plugins erkennt, aber das habe ich HAKEN auch schon verziehen.

Schön ist, dass diese Scheibe wirklich die Bandbreite des Prog-Metals bietet: da gibt es die zappeligen Angeber-Stücke wie 'Dystopia' und 'Messenger', aber auch eingängig-verträgliche Songs mit auf Stadion-Rock getrimmten Mega-Refrains ('Phoenix', 'Seven Names'). Aber die absoluten Highlights auf "Polaris" sind die Songs, bei denen der Breitwand-Sound radikal zurückgefahren wird. Das eben genannte 'Tourniquet' und 'Cages' sind wunderbare Songs und die unangefochtenen Meisterwerke dieser Scheibe. Bis auf den knurrigen und manchmal funkigen Bass wabern elektronische Flächen und cleane Gitarren in losen Strukturen und formen Songs, die den Namen "Song" absolut verdient haben. In dieser Zurückhaltung fällt auch auf, wie perfekt die Produktion dieser Scheibe ist. Jedes Fragment ist ortbar, die Drums arbeiten dynamisch im Vordergrund, der Gesang verdeckt die Instrumente nicht. Unglaublich gut. Wer es rockiger mag und trotzdem einen souveränen "Flow" zu schätzen weiß, dem kann ich noch den Anspieltipp 'Survival' ans Herz legen.

Fazit: eine vielseitige Prog-Scheibe mit echten Sternstunden, die allerdings dann von Metal sehr weit entfernt sind. In der Ruhe liegt bei TESSERACT die Kraft.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Dystopia
02. Hexes
03. Survival
04. Tourniquet
05. Utopia
06. Phoenix
07. Messenger
08. Cages
09. Seven Names
Band Website: tesseractband.co.uk
Medium: CD
Spieldauer: 46:42 Minuten
VÖ: 18.09.2015

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