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Pop Evil - UP

Review von Stormrider vom 23.08.2015 (1350 mal gelesen)
Pop Evil - UP Fallen wir gleich mit der Tür ins Haus. Ich bin von "UP" etwas enttäuscht. Während der Vorgänger "Onyx" ein absolutes Brett im Bereich Modern Rock mit Metalschlagseite war (immerhin damals mit satten 9, weiterhin absolut berechtigten, Blutstropfen bedacht), haben POP EVIL den Anteil harter Riffs und drückender Songs massiv zurückgeschraubt und gegen eine poppige Note eingetauscht. Quasi mehr NICKELBACK als DISTURBED. Nicht, dass "UP" per se schlecht wäre, aber die Anbiederung an den Mainstream ist mir dann doch ein stückweit zu offensichtlich.

Der Opener 'Footsteps' fungiert als erste Single und wird aktuell bei den hiesigen Rockradios rauf und runter gespielt. Eigentlich kein schlechter Track, wenn nur die cheesigen "Uhhuhuuuuhuuu"-Chöre nicht wären. Aber leider wird das auf "UP" noch eine Nummer schlimmer. Während 'Ways To Get High' und 'Vendetta' immerhin noch das härtere NICKELBACK-Niveau halten und sich auch die eine oder andere Melodie dort leihen, rollen sich bei 'If Only For Now' die Fußnägel gen Nase. Das ist seichter Pop ohne jegliches Evil und schafft mit Mühe den Härtegrad von COLDPLAY, und das gilt fast gleichermaßen für 'Seattle Rain'. Ein lustiger Kontrast wird indes in 'Lux' geboten, wo die schon bekannten "Ohohohoho"-Chöre mit der grandiosen Textzeile "...Come Over To The Dark Side" gepaart werden. Da kann man sich ein Schmunzeln kaum verkneifen. Natürlich gibt es aber auch richtig starke, moderne Rocktracks wie z.B. 'Take It All', das schön nach vorne geht, mit einem starken Refrain überzeugt und neben 'Footsteps', 'Core' und 'Vendetta' zu den Highlights gehört.

Alles in allem kann man POP EVIL attestieren, dass sie ein Album am Start haben, was ihnen kommerziell bestimmt einige Türen öffnen wird, und die Band, die in den USA regelmäßig chartet und mit FIVE FINGER DEATH PUNCH, PAPA ROACH und STONE SOUR auf Tour war, auch hier in Europa bekannter machen wird. Das Album wurde von Adam Kasper (u.a. PEARL JAM, SOUNDGARDEN, FOO FIGHTERS) auf den Punkt produziert und Sänger Leigh Kakaty liefert eine astreine Performance und hat ein Organ, das ihn zu den Großen des Alternative werden lassen könnte. Betrachtet man "UP" also aus kommerziellen Gesichtspunkten, dann ist es eine eingängige, moderne Rockscheibe mit mehr als einer Prise Pop, an der es für sich gesehen nicht viel auszusetzen gibt und welche mit der Konkurrenz (die halt nunmehr eine andere ist) problemlos konkurrieren kann. Insofern gibt es auch wieder 7 Blutstropfen.

Vergleicht man "UP" aber mit seinem direkten Vorgänger, dann kann das Album fast keinen Stich machen. Schade eigentlich, dass POP EVIL sich entschlossen haben nicht mehr evil zu sein. Für manche mag das Weiterentwicklung sein. Ich hätte diese Versoftung nicht gebraucht, lege mir dann mal wieder "Onyx" auf und hoffe, dass die Amis nächstes Mal wieder mehr Bock auf ein schönes Alternative Modern Metal-Brett haben.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Footsteps
02. Core
03. In Disarray
04. Take It All
05. Ghost Of Muskegon
06. If Only For Now
07. XXX
08. Ways To Get High
09. Lux
10. Vendetta
11. Dead In The Water
12. Seattle Rain
13. Til Kingdom Come
Band Website: www.popevil.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:55 Minuten
VÖ: 21.08.2015

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