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Carthagods - Carthagods

Review von EpicEric vom 18.07.2015 (2039 mal gelesen)
Carthagods - Carthagods Würde es in Tunesien einen Metalcontest geben, würden CARTHAGODS ihn gewinnen. Das war der Satz, den ich als Einleitung plante, bevor ich mich vergewisserte, dass es in Tunesien nicht eine, sondern 18 bei den Archives gelistete Metalbands gibt. Rückschlüsse auf die musikalische Qualität erlaubt dieses Statement nur marginal, aber dazu später mehr. Die Packungsbeilage bewirbt die Band als eine der dienstältesten Metalbands Tunesiens, aber das ist 1. im Schatten der oben erwähnten Recherche ein Titel gleichzusetzen mit der höchsten Erhebung der Niederlande oder der maskulinsten Metalcoreband. Darüber hinaus wirkt jene Anpreisung etwas hohl, wenn man bedenkt, dass man es hier mit einem Debutalbum zu tun hat. Aber da kann die Band ja nix für, also weiter im Text!

Album startet - meine Güte, ein bisschen weniger Gain in den Äxten hätte da schon gut getan! Der Sound ist arg klirrend und kokettiert die meiste Zeit mit der Schmerzgrenze des Trommelfelles. Moderner Power Metal ist das hier, aber eigentlich nicht modern genug, um dieses Prädikat zu verdienen. Kann auch dem Sound geschuldet sein. 'My Favourite Disguise' tönt eigentlich ganz nett, es gibt Abwechslung, es gibt feine Soli, die Riffs sind nicht das Extravaganteste was ich jemals gehört habe, aber tun ihren Job. Mehr wird bei einer derart vokalgetragenen Musik auch gar nicht verlangt und wo sich Tunesien nun auch seinen Platz auf der Metal-Landkarte absteckt, würde ich die gesangliche Nähe am ehesten zu den Griechen oder Spaniern verorten. Das gefällt mir auch persönlich äußerst gut.

Der Sound ist echt eine Last. Teilweise ist das echt vollkommen übersteuert und verrauscht, sowas sollte kein Produzent, der was auf sich hält, absegnen. Man schickt sich aber an, mit der Gastmusikerriege zu punkten, die aus Mitgliedern von GUNS'N'ROSES und EPICA besteht. Auch Tim Ripper Owens gibt sich hier ein Stelldichein, ihre Höhepunkte bringen die Gastmusiker aber nicht mit ein.

Vielleicht bin ich über die Jahre einfach verbittert geworden, vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch. "Carthagods" nebenher vor sich hinplätschern zu lassen, tut niemandem - korrigiere, täte niemandem weh, wenn der Soundmensch seinen Job gemacht hätte. Aber wo sind da die Hooklines? Welchen Song soll ich Leuten zeigen, um sie von dem Album zu überzeugen? Nirgendwo auf dem Album findet sich eine Antwort darauf und das zu schreiben tut mir fast weh, weil die Geschichte einfach rund (komponiert) klingt.

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. My Favourite Disguise
02. A Last Sigh
03. My Revenge
04. Memories of Never Ending Pain
05. Shadows
06. I Am a Viking (Malmsteen cover)
07. Eater of Sin
08. Memories of Never Ending Pain (acoustic)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 52 Minuten
VÖ: 12.06.2015

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18.07.2015 Carthagods(5.0/10) von EpicEric

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