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The Other - Fear Itself

Review von T.Roxx vom 05.07.2015 (2751 mal gelesen)
The Other - Fear Itself Das, was für andere Bands der sichere Todesstoß ist, bzw. war, ist für THE OTHER ein furioser Neubeginn. Nachdem 50 % (Git./Bass) die Band verlassen haben, haben sich die verbliebenen Mitglieder Rod Usher und Doc Caligari gleich mit 3 neuen Mitstreitern verstärkt, die dem Horror-Punk-Schlachtschiff THE OTHER neue Impulse hinzufügen und die Band frischer und stärker als zuvor klingen lassen.

Der neue Elan der Gruppe trägt die Namen: Pat Laveau und Ben Crowe (beide Gitarre) sowie Aaron Torn (Bass). Wenden wir uns nun im Detail dem wirklich sehr gut produzierten neuen Album zu: Nach dem atmosphärischen Piano-Intro 'Fear itself' gehen THE OTHER mit dem deutschen 'Nie Mehr' direkt in die Vollen. Obwohl ich persönlich deutsche Texte oft schwierig finde, bei diesem Song passt das sehr gut und hat aufgrund der Instrumentierung (die Gitarrenarbeit erinnert stark an die deutschen Power-Metaller von BRAINSTORM) großes Headbang-Potential. Der Refrain geht ins Ohr und so kann man schnell mitgrölen. Allein dieser Song zeigt schon, dass das Etikett "Horror-Punk" zu einem Korsett geworden ist, aus dem THE OTHER herausgewachsen sind. Während die meisten Horror-Punk-Releases anderer Bands so gestaltet sind, dass man bloß einen Song hören muss, um das ganzen Album zu kennen, überraschen THE OTHER mit ihrem vorliegenden Werk mit einem Genre-übergreifenden Songwriting, was einfach nur Spaß macht. Natürlich findet man nach wie vor auch punkige Einflüsse ('Bloodsucker' oder 'The Price You Pay'), die jedoch gleichberechtigt und ausgewogen metallischen Kompositionen (neben dem erwähnten 'Nie mehr' z.B. das mit seinen Twin-Gitarren an IRON MAIDEN erinnernde 'Screams In The Black House'), typischen Goth-Rockern mit Einflüssen von THE CULT ('In The Dark') und düsteren Kompositionen, die ein wenig an DANZIG erinnern ('Doll Island - Isla De Las Muñecas'). Und da das alles nicht genug ist, wird das Ganze noch mit einer kleinen Prise Rockabilly und einem gehörigen Schuss Sleaze-Rock gewürzt.

Manch einer wird vielleicht sagen, dass das ein zu breiter Stilmix ist und sich die Band damit zielsicher zwischen alle Stühle setzt, aber dem ist mitnichten so. Die auf dem Album enthaltenen 14 Stücke (auf der Vinyl-Version gibt es noch einen Bonustrack) machen mit jedem Durchlauf mehr Spaß und verleiten unweigerlich zum Mitwippen, Mitbangen, Mitsingen und Mitfeiern. Wie eingangs erwähnt ist dieses Album top produziert, der Sound ist differenziert und knallt ordentlich. Ein rundherum geiles Album, was nur aus einem Grund nicht die Höchstnote von mir erhält: mir fehlt zur Krönung noch eine wirkliche Gänsehautballade. Meine Empfehlung an alle THE OTHER-Fans und die, die es vielleicht mal werden wollen: kaufen, kaufen und nochmal: kaufen!


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Fear Itself
02. Nie Mehr
03. Bloodsucker
04. Black Sails Against A MidnightSky
05. Dreaming of The Devil
06. Doll Island - Isla De Las Munecas
07. German Angst
08. Screams In The Black House
09. In The Dark
10. The Price You Pay
11. Funeral March
12. Animal Instinct
13. Rise
14. Mephisto
Band Website: www.the-other.de
Medium: CD
Spieldauer: 49:00 Minuten
VÖ: 22.06.2015

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